Liebe Leserin, lieber Leser,
was wird heute wichtig? Hier sind die Termine des Tages:
- Die Berliner Linke lädt um 10 Uhr zum Wahlkampfauftakt mit Spitzenkandidatin Elif Eralp auf dem Anton-Saefkow-Platz. Noch etwas früh, aber ja: In knapp vier Monaten wird in der Stadt gewählt.
- Am Funkturm wird der Deutsche Filmpreis verliehen. Das Drama „In die Sonne schauen“ von Regisseurin Mascha Schilinski geht mit elf Nominierungen als Favorit in das Rennen.
- Im Abgeordnetenhaus tagt der Untersuchungsausschuss zu rechtsextremer Anschlagsserie in Neukölln.
Die gute Nachricht vorneweg: Berlin hat seit gestern einen neuen qualifizierten Mietspiegel. Der von allen Seiten anerkannt ist und damit für zulässige Mieterhöhungen und die Mietpreisbremse dienen kann. Das war nicht immer so.

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Mehr als 80 Prozent der Menschen in dieser Stadt wohnen zur Miete. Und diese sind in den vergangenen zwei Jahren durchschnittlich um 6,9 Prozent gestiegen. In Teilen der Stadt sogar noch deutlich stärker. Doch wer im Moment eine Wohnung sucht, wird sich wundern. Der neue Mietspiegel weist im Durchschnitt 7,71 Euro pro Quadratmeter aus – für solche Preise sind Wohnungen auf dem freien Markt quasi nicht zu haben. Das liegt daran, dass Bestandsmieten seit jeher preiswerter sind.
Und so kommt man der Realität schon näher, wenn man sich die Preise der Wohnungen ansieht, die zwischen 2020 und 2024 fertiggestellt wurden. Für eine unter 60 Quadratmeter große Wohnung zahlen Mieter demnach 27,84 Euro je Quadratmeter – 3,10 Euro mehr als noch vor zwei Jahren.
Bleibt die Frage: Was hilft? Im kommenden Wahlkampf werden alle Parteien darauf eine leicht anderslautende Antwort geben. In der Analyse aber sind sich eigentlich alle einig: Steigen die Mieten weiter, wird Berlin für viele Menschen unbezahlbar (und ist es schon jetzt). Insbesondere die Jüngeren, vorneweg Azubis und Studenten, leiden darunter. Das wird das Gesicht der Stadt verändern, selbst wenn politisch mit allen Mitteln gegengesteuert wird.
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Ein Mittel gegen hohe Mieten ist auch der Kampf gegen Mietwucher. Der allerdings kommt bislang nicht so richtig in Gang, wie Zahlen belegen, die der Berliner Morgenpost vorliegen. Die Probleme sind hausgemacht, berichtet Joachim Fahrun.
Streit um den Wohnungsbau gibt es derzeit in Mariendorf. Unser Kollege Leonard Laurig hat mit Naturschützern gesprochen, die dem Land Berlin vorwerfen, mit seiner Politik ökologischen Schaden zu verursachen.
Themenwechsel: Wie sind eigentlich die Preise in der neu eröffneten Mokka-Milch-Eisbar? Spoiler: Das erfahren Sie in unserem Text über die Neueröffnung der Ikone nicht. Dafür aber viele andere Details über den neuen „Wohlfühlort“ (so die Bezeichnung der neuen Betreiberin).
Und zum Schluss noch eine besondere Leseempfehlung. Unser Polizeireporter Dennis Meischen war mit Polizisten unterwegs, die gegen die immer umtriebigere Rinder-Mafia zu Felde ziehen. Immer mehr Rinder verschwinden nämlich von Brandenburger Höfen.
Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Wochenausklang und ein schönes Wochenende.
Ihr Peter Schink,
Chefredakteur
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