Es ist nicht gewagt zu behaupten, dass dieser Berliner Polizeianwärter noch einmal in die Straßenverkehrsordnung schauen sollte: Ein angehender Ordnungshüter soll direkt vor der Polizeiakademie in Spandau, seiner eigenen Ausbildungsstätte also, wilde Fahrmanöver geübt und seinen BMW im Kreis gedriftet haben, berichtet die „B.Z.“

Vor seiner Ausbildungsstätte in Spandau: Polizeianwärter übt wildes Fahrmanöver

Der angehende Polizist übte sich am 19. Mai wohl in sogenannten Donuts. Bei dem spektakulären und gefährlichen Fahrmanöver gibt der Fahrer beim Anfahren viel Gas und dreht sich mit seinem Auto im Kreis. Die quietschenden Reifen hinterlassen dabei auf dem Asphalt kreisförmige Spuren, auch als „Donuts“ bezeichnet. Gegenüber der Boulevardzeitung sprach die Polizei hingegen nüchtern von einer „Profilierungsfahrt“.

Informationen dieser Zeitung zufolge ist der junge Mann nicht zum ersten Mal mit diesem Stunt aufgefallen – vielmehr soll er ihn nur wenige Tage zuvor am selben Ort, einem Parkplatz nahe der Akademie, schon einmal vollführt haben. Und zwar bewusst zu einer Zeit, in der sich bereits Leute in den Gebäuden befinden. Warum, das bleibt bisher sein Geheimnis.

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„Das ist schon ein ziemlich sinnfreies Verhalten eines Einzelnen, durch den unser kompletter Nachwuchs diskreditiert wird“, kritisiert Benjamin Jendro, Sprecher der Berliner Gewerkschaft der Polizei (GdP). „Auch mit Blick auf die Tausenden tollen Azubis und Studis darf das nicht folgenlos bleiben.“

Polizeischüler: Ermittlungen wegen illegalem Autorennen gestartet

Wie die Polizei mitteilte, wurde gegen den Mann ein Ermittlungsverfahren wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens eingeleitet, zudem soll es disziplinarische Maßnahmen geben. Wie unsere Zeitung erfuhr, soll auch noch einmal sein gesamter Hintergrund gecheckt werden – im Hinblick auf den enormen Kaufpreis des verwendeten Sportwagens.

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„Die Akademieleitung hat sehr deutlich gemacht, dass man ein solches Verhalten nicht tolerieren kann und entsprechende Maßnahmen prüft“, so GdP-Sprecher Jendro. Natürlich bekomme der junge Kollege die Chance, sein Machogehabe zu erklären. „Wir brauchen aber keine Ausredenkünstler, die sich mit PS-Boliden unterm Hintern zur Schau stellen wollen, sondern Menschen, die große Verantwortung übernehmen und bereit sind, die Sicherheit dieser Stadt zu gewährleisten“, betont der Jendro.

Der Polizeianwärter befindet sich in der Ausbildung des mittleren Polizeivollzugsdienstes, seine Ausbildung endet regulär im Herbst. Nun droht ihm ein Karriereende, bevor selbige überhaupt begonnen hat. Der Führerschein wurde nach „B.Z.“-Informationen vor Ort nicht eingezogen, als Polizisten den Mann außerhalb seiner Dienstzeit stoppten und seine Personalien feststellten.