Die Polizei gibt in der Nacht zum Freitag Entwarnung: Der wegen einer Bombendrohung ausgelöste Großeinsatz am Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) in Schönefeld ist beendet. Das teilte Polizeisprecher Christian Nüßler auf Nachfrage unserer Redaktion mit. Die Maßnahmen dauerten noch bis 2 Uhr nachts an.

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Am Donnerstagabend sei um 21.15 Uhr der Anruf eines Unbekannten eingegangen, so der Polizeisprecher. Er habe mitgeteilt, dass er Sprengstoff im Terminal 2 des BER zünden wolle. Daraufhin entwickelte sich eine Großlage am Flughafen. Einsatzkräfte der Landespolizei Brandenburg sowie der Bundespolizei rückten an, die Feuerwehr und der Sicherheitsdienst des Flughafens. Ein Taxifahrer vor Ort berichtete der Berliner Morgenpost, dass gegen 22.30 Uhr auch der Katastrophenschutz der Feuerwehr vorgefahren sei sowie viele Einsatzwagen der Polizei.

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Nach weiteren Angaben des Polizeisprechers sei der Zugang zum Terminal 2 gesperrt worden. In der Nacht waren noch zahlreiche Einsatzkräfte zu sehen, die am Übergang von Terminal 1 zu Terminal 2 standen. Der Passagierverkehr sei, so Nüßler weiter, auf das Terminal 1 umgeleitet, ebenso der Flugverkehr. Dieser sei durch den Einsatz nicht beeinträchtigt gewesen.

Einsatzwagen waren am Rande des Rollfelds zu sehen. Dem Polizeisprecher zufolge seien auch Sprengstoffexperten im Einsatz gewesen. „Der gesamte Bereich wurde geprüft“, sagte Nüßler. Sprengstoff fahnden die Einsatzkräfte allerdings keinen.

Zwar sind die Polizeimaßnahmen am Flughafen BER beendet, aber der Anruf ist nun ein Fall für die Kriminalpolizei. Sie hat dem Polizeisprecher zufolge die Ermittlungen nach dem bislang unbekannten Anrufer aufgenommen. Denn die Drohung, Sprengstoff zünden zu wollen, erfülle möglicherweise verschiedene Straftatbestände.