Eine Architekten-Initiative will sich an eine bedeutende Fläche in Berlin wagen: Unter dem Namen „Zuhause am Tempelhofer Feld“ schlägt die Gruppe vor, 21.400 Wohnungen „in günstiger, serieller Bauweise am äußeren Rand“ des ehemaligen Flughafengeländes zu errichten. Darüber berichtet der „Tagesspiegel“. Die neue Initiative habe nun versprochen, das innere grüne Feld über eine gemeinnützige Stiftung dauerhaft vor Bebauung zu schützen.

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Es ist nicht der erste Anlauf, auf dem Areal Wohnraum zu schaffen. Bereits 2013 hatte der Berliner Senat geplant, 4700 Wohnungen am Rand des Tempelhofer Feldes zu bauen – was 2014 per Volksentscheid verhindert wurde. Zuletzt hatte im September 2025 der Berliner Architekt Christoph Langhof mit seiner Idee von zwölf Türmen am Rande der Grünfläche für Furore gesorgt.

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Nun gibt es also einen neuen Vorstoß. Der Plan der Architekten-Initiative soll laut „Tagesspiegel“-Informationen am kommenden Mittwoch bei einer Pressekonferenz vorgestellt werden. Die Zeitung will wissen, dass hinter der Initiative bekannte Akteure stünden – wie Tobias Nöfer, ehemaliger Vorsitzender des Berliner Architekten- und Ingenieurvereins, der über gute Kontakte zur Senatskoalition verfüge. Auch Hans Kollhoff, der den Hochhausplan für den Alexanderplatz mitentwickelte und den nach ihm benannten Tower am Potsdamer Platz entwarf, sei an der Initiative beteiligt sein. Weitere Unterstützer seien Yiğit Muk, Mitgründer und Geschäftsführer der Fitnessstudio-Kette „Spitfire Gym“, sowie der Immobilieninvestor Hamid Djadda, dem unter anderem die Avus-Tribüne und die Neuköllner OHDE-Marzipanmanufaktur gehören.

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Mehrheit sagt Ja zur Randbebauung des Tempelhofer Feldes

Im vergangenen Sommer ergab eine Umfrage, durchgeführt von Civey im Auftrag des „Tagesspiegels“, dass sich eine Mehrheit der Berliner für den Bau von Wohnungen am Rand des Tempelhofer Feldes ausspricht. 57 Prozent der Befragten befürworteten die Idee, auf ausgewählten Randflächen des ehemaligen Flughafens neue Wohnungen zu errichten. Darunter hielten 44 Prozent das Vorhaben für „eindeutig“ richtig und 13 Prozent für „eher richtig“. 

33 Prozent äußerten sich ablehnend. Davon hielten 27 Prozent eine teilweise Randbebauung für „eindeutig falsch“, weitere sechs Prozent bewerteten das Vorhaben als „eher falsch“.

Zehn Prozent der Befragten waren in der Frage zur Randbebauung des Tempelhofer Feldes unentschieden.

JP