Die Mehrheit der Berliner spricht sich für den Bau von Wohnungen am Rand des Tempelhofer Felds aus. Das geht aus einer Civey-Umfrage hervor, die im Auftrag des „Tagesspiegel“ durchgeführt wurde.

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Demnach befürworten 57 Prozent der Befragten die Idee, auf ausgewählten Randflächen des ehemaligen Flughafens neue Wohnungen zu errichten. 44 Prozent halten diese Maßnahme sogar für „eindeutig richtig“. Dagegen lehnen 33 Prozent die Randbebauung ab, 27 Prozent halten eine teilweise Randbebauung sogar für „eindeutig falsch“.
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Die Umfrage stützt die Politik von Berlins Regierendem Bürgermeister Kai Wegner (CDU), der erst kürzlich seine Unterstützung für das Vorhaben bekräftigte. Wegner erklärte gegenüber der Zeitung: „Meine Position ist bekannt: Ich bin für eine Randbebauung des Tempelhofer Felds, um vielen Familien, jungen und älteren Menschen in Berlin ein neues Zuhause zu geben.“
Tempelhofer Feld: Schwarz-Rot drängt auf Bebauung – Grüne üben scharfe Kritik
Die Debatte um die Zukunft des Tempelhofer Felds wird seit Jahren emotional geführt. Ein Volksentscheid aus dem Jahr 2014 hatte eine Bebauung des Geländes zunächst ausgeschlossen und das Tempelhofer-Feld-Gesetz verankert. Dennoch drängt die schwarz-rote Koalition darauf, das Thema erneut auf die Agenda zu setzen und die Berlinerinnen und Berliner neu darüber abstimmen zu lassen.
Der CDU-Stadtentwicklungspolitiker Christian Gräff erklärte laut „Tagesspiegel“ dazu: „Die beiden Entwürfe für die Randbebauung im Senat und in der Koalition sollten besprochen werden und das weitere Prozedere geklärt werden, wie man die Berlinerinnen und Berliner einbinden kann.“ Auch SPD-Vertreter Mathias Schulz befürwortet nach Angaben der Zeitung eine maßvolle Randbebauung und sieht darin eine Chance für zusätzlichen Wohnraum und mehr Freizeitflächen. Vertreter der Koalition wollen nun auf Grundlage der Siegerentwürfe ein Konzept entwickeln, das eine Bebauung am Rand vorsieht.
Kritik kommt dagegen von den Grünen: Stadtentwicklungssprecher Julian Schwarze sagte dazu: „Der Senat ist mit seiner Strategie gescheitert, durch einen teuren Wettbewerb eine Bebauung des Tempelhofer Felds zu legitimieren. Die Mehrheit der ausgewählten Entwürfe sieht keine Bebauung vor. Das ist ein klares Signal und akzeptiert werden.“ Berlin habe kein Flächenproblem, sondern ein Umsetzungsproblem.






