Die CDU verliert in Berlin massiv an Zuspruch. Käme es am nächsten Sonntag zur Abgeordnetenwahl, würde die Partei von Regierendem Bürgermeister Kai Wegner nur noch 19 Prozent der Stimmen erhalten. Das zeigt der aktuelle BerlinTrend von Infratest Dimap im Auftrag von rbb24 Abendschau und rbb 88.8. Bei der Wiederholungswahl 2023 hatte die CDU noch 28,2 Prozent geholt, beim letzten BerlinTrend im Januar kam sie immerhin noch auf 22. Prozent.
Zwar wäre die CDU damit knapp noch stärkste Kraft in der Hauptstadt, doch dicht dahinter folgen gleich drei Parteien mit jeweils 18 Prozent: Grüne, Linke und AfD. Die Grünen gewinnen zwei Prozentpunkte. Die AfD legt erneut einen Punkt zu, die Linke bleibt stabil. Die SPD verharrt unverändert bei 14 Prozent. BSW und FDP würden mit je drei Prozent den Einzug ins Abgeordnetenhaus verpassen.
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Berliner Senat: Umfrage bescheinigt schlechteste Zufriedenheitswerte
Die schwarz-rote Koalition hätte damit keine Mehrheit mehr. Rechnerisch wären nur noch Dreierbündnisse möglich. Und auch die Stimmung gegenüber dem Senat ist miserabel. Nur 17 Prozent der Befragten zeigten sich mit der Arbeit des Berliner Senats zufrieden oder sehr zufrieden. Das ist laut Umfrage der schlechteste Wert aller Landesregierungen in Deutschland. Auch Kai Wegner persönlich kommt schlecht weg. Im bundesweiten Vergleich der Zufriedenheit mit Ministerpräsidenten belegt er mit 17 Prozent den letzten Platz. Seit der letzten RBB-Umfrage im Juni 2025 büßte Wegner bei der Zufriedenheit 12 Prozentpunkte ein.
Seine Herausforderer aus den anderen Parteien habe aber auch keine besseren Werte, bei der Zufriedenheit sind sie einstellig. Das liegt auch daran, dass Steffen Krach (SPD), Elif Eralp (Linke), Werner Graf (Grüne) und Kristin Brinker (AfD) einer großen Mehrheit der Berlinerinnen und Berliner unbekannt sind.
News zur Berlin-Wahl 2026
Für die repräsentative Umfrage wurden zwischen dem 23. und 27. April insgesamt 1.155 Menschen online und telefonisch befragt. In den Befragungszeitraum fiel auch der Rücktritt von Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson wegen rechtswidriger Vergabe von Fördermitteln. Die Berliner Abgeordnetenhauswahl findet am 20. September statt.
pau






