Liebe Leserin, lieber Leser,

was wird heute wichtig? Beginnen wir mit einem Blick auf die Termine des Tages:

• Vor dem Kriminalgericht in Moabit beginnt der Prozess gegen einen 22-jährigen Syrer, der in Berlin einen Terroranschlag geplant haben soll.
• Pressekonferenz des Vereins Flussbad Berlin zu geplanten Aktivitäten. Der Verein setzt sich vor allem mit sogenannten Mitschwimm-Demos dafür ein, dass in der Spree wieder gebadet werden darf. 
• Eröffnung des Amazon Mikromobilitätszentrums mit Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU). Von dort will Amazon mit elektrischen Lastenrädern Pakete ausfahren.

Neues aus Berlin

Wer in Steglitz-Zehlendorf die Bundesstraße 1 entlangfährt, passiert einen der interessantesten Schauplätze der Berliner Verkehrspolitik: 600 Meter kombinierten Bus- und Radstreifens entlang des Botanischen Gartens, Unter den Eichen. Der Autoverkehr muss sich mit einer Fahrspur begnügen. Zu Stoßzeiten gibt es Stau.

Montag bis Samstag

Morgenpost der Chefredaktion

Die ersten News des Tages – direkt von der Chefredaktion. Montag bis Samstag um 6:30 Uhr.

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Vielem galt er schon lange als ein Störfaktor, das kleine Stück Straße ist ein Politikum. Für viele ein Symbol für alles, was bei der Verkehrspolitik der Vorgängerregierung falsch lief. Verkehrssenatorin Ute Bonde will den Streifen nun zurückbauen. Das bestätigte der Verkehrsstadtrat von Steglitz-Zehlendorf, Urban Aykal (Grüne), unserer Redaktion. Er habe vonseiten des Senats ein Anhörungsschreiben erhalten. Bis Ende April hat er Zeit, sich zu positionieren. Er bemängelt, es habe keine Suche nach einer anderen Lösung gegeben.

Es ist Wahlkampf – und der Verkehr mittendrin. Gut daran kann man finden, dass die Parteien sich positionieren müssen. Schlecht daran ist jedoch, dass die ohnehin schon aufgeheizte Stimmung zwischen den verschiedenen Verkehrsteilnehmern genutzt wird, um Wählerstimmen zu sammeln. Das führt nicht zwingend zu guten Lösungen. An der Bundesstraße 1 lassen sich Radfahrer und Autofahrer bestens gegeneinander ausspielen. Ich ahne, dass nach der Wahl die Debatte dann womöglich erneut geführt wird. Der Unmut der Leute wird dann noch größer.

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Außerdem wichtig

Hertha BSC hat erstmals eine Abstimmung bei einer Mitgliederversammlung elektronisch durchgeführt. Mehr als sieben Stunden dauerte die Veranstaltung am Sonntag. Es endete eine Ära, wie meine Kollegen Paul Gorgas und Nelis Heidemann berichten.

„Der Amtssitz des Bundespräsidenten soll sich in Zukunft durch eine zeitgemäße, repräsentative, in sich stimmige Innenraumgestaltung und Ausstattung auszeichnen.“ Das ist die Vorgabe für Architekten, die sich noch bis 18. Mai bewerben können, die Inneneinrichtung von Schloss Bellevue neu zu gestalten. Klingt nach einer spannenden Aufgabe, die unsere Reporterin Isabell Jürgends da beschreibt.

Der Spitzenkandidat der Berliner SPD, Steffen Krach, will im Fall einer Wahlniederlage trotzdem in Berlin bleiben. „Es gibt kein Rückfahrticket nach Hannover“, sagt er. Das hat ganz persönliche Gründe.

Die Diskussion um die Sicherheit im Nahverkehr ist nicht neu. Die BVG zählte 2025 allerdings 16 Prozent weniger Straftaten. Doch wie empfinden das eigentlich die Fahrgäste? Unsere Reporterin Laura Wagener war abends unterwegs und hat sich mit Menschen unterhalten.

Die schönste Geschichte des Tages: Im Wedding sind gestern sechs Entenküken von der Polizei aufgegriffen worden. Sie hatten offenbar ihre Mutter verloren. Eine Geschichte mit Happy End.

Starten Sie gut in die Woche!

Ihr Peter Schink,
Chefredakteur

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