Berlin steuert auf ein Dreierbündnis zu. Fünf Monate vor der Wahl zum Abgeordnetenhaus (20. September) liegt die CDU des Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner (53) laut einer Insa-Umfrage für die „B.Z.“ mit 21 Prozent vorn. SPD und AfD folgen mit je 17 Prozent, Grüne und Linke kommen auf je 15 Prozent. Die schwarz-rote Koalition hätte auf dieser Basis keine Mehrheit mehr. Möglich wären Dreierbündnisse etwa aus CDU, SPD und Grünen oder aus SPD, Grünen und Linken. Eine Regierungsbeteiligung der AfD gilt als sehr unwahrscheinlich – mehrere Parteien haben eine Zusammenarbeit ausgeschlossen.
FDP und BSW unter Fünf-Prozent-Hürde
Die FDP (3 Prozent) liegt in der aktuellen Umfrage ebenso unter der Fünf-Prozent-Hürde wie das BSW (4 Prozent). Sonstige Parteien vereinen zusammen 8 Prozent auf sich. Im Vergleich zu einer Erhebung Ende Februar gab es über alle Parteien hinweg kaum Bewegungen.

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Zum Vergleich: Bei der Wiederholungswahl zum Berliner Abgeordnetenhaus im Februar 2023 war die CDU mit 28,2 Prozent der Zweitstimmen der klare Sieger. SPD und Grüne kamen auf jeweils 18,4 Prozent, wobei die Sozialdemokraten wenige Stimmen mehr hatten. Die Linke bekam 12,2 Prozent, die AfD 9,1 Prozent. Die FDP flog mit 4,6 Prozent aus dem Abgeordnetenhaus.
News zur Berlin-Wahl 2026
Wahlumfragen: Ergebnisse spiegeln nur aktuelle Stimmung wider
Für die aktuelle Insa-Umfrage wurden 1.000 Menschen vom 7. bis 14. April befragt. Die Fehlertoleranz liegt bei rund drei Prozentpunkten.
Wahlumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen für den Wahlausgang.
pau/dpa







