Liebe Leserin, lieber Leser,
haben Sie noch Bargeld bei sich? Ich nur noch in Ausnahmefällen. Es gibt bei mir in der Nachbarschaft einen Späti, der keine Kartenzahlung akzeptiert. Und mein Dönermann hasst sein EC-Lesegerät, das ohnehin meistens kaputt ist. Für beide gehe ich noch gelegentlich zum Geldautomaten – natürlich ist der nächstgelegene einer mit absurd hoher Gebühr, über die ich mich dann ärgere.

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Doch mit der „Cash Only“-Politik könnte es bald ein Ende haben. Wer künftig in Berlin und ganz Deutschland etwas kauft oder eine Rechnung in der Gastronomie begleicht, soll dabei auch immer digital bezahlen können. Die Fraktionschefs von CDU und SPD im Abgeordnetenhaus drängen den Senat zu einer entsprechenden Bundesratsinitiative. Aus Sicht des CDU-Fraktionschefs Dirk Stettner, der selbst Gastronom ist, gibt es nur einen wesentlichen Grund, die Kartenzahlung abzulehnen: Steuerhinterziehung. 15 bis 20 Milliarden Euro sollen nach einer Schätzung der Deutschen Steuergewerkschaft dem Fiskus durch Kassenbetrug mit Bargeld jährlich entgehen.
Da verwundert es nicht, dass auch Finanzsenator Stefan Evers (CDU) das Vorhaben begrüßt. Es lohne sich, „über eine Annahmepflicht für elektronische Zahlungsmittel zu reden“, sagte er kürzlich im Gespräch mit der Morgenpost. Der Branchenverband Dehoga reagiert eher verhalten auf die Forderung und befürchtet zusätzlichen finanziellen und bürokratischen Aufwand für kleinere, inhabergeführte Unternehmen. Den vollständigen Bericht meines Kollegen Joachim Fahrun lesen Sie hier.
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Außerdem wichtig
Bauboom in Britz. Im beschaulichen Neuköllner Ortsteil Britz tut sich einiges: Auf dem ehemaligen Rias-Gelände, direkt gegenüber dem Britzer Schloss mit dem Dorfteich und der alten Kirche, sollen rund 1000 Wohnungen entstehen. Nicole Dolif berichtet.
Umstrittenes Verfahren. Seit drei Geschäfte von der Verleihung des Deutschen Buchhandlungspreises ausgeschlossen wurden, wird über das Haber-Verfahren diskutiert. Berlins Justizsenatorin Felor Badenberg (CDU) fordert eine Klärung der Rechtslage, schreibt Joachim Fahrun.
Events für die Stadt. Von Hafenfest bis Töpfermarkt, vom Bölschefest bis zum Köpenicker Sommer: Mit dem Verein „Hauptstadtkultur“ organisiert Christian Jüttner zahlreiche Events. Was ihn antreibt und was seine Arbeit erschwert, hat er Philipp Hartmann erzählt.

Wie Hip-Hop tickt. Statt Lehrerin wurde sie lieber Vollzeit-Influencerin, Journalistin und Podcast-Host: Matilda Jelitto verknüpft in ihren Youtube-Videos Deutschrap mit Hochkultur und fragt, wie feministisch Künstlerinnen wie Ikkimel sind. Nicolas Bruggaier hat sie getroffen.
„Eine wunderbare Perle.“ In der Altstadt Spandau ist die Vielfalt der Geschäfte in den vergangenen Jahren zurückgegangen. Bezirksbürgermeister Frank Bewig (CDU) möchte daran etwas ändern. Pia Pentzlin hat ihn dazu befragt.
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Ihr Felix Müller
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