Liebe Leserin, lieber Leser,

was wird heute wichtig? Auf jeden Fall: Es ist Frühlingsanfang! Ich beginne für Sie den Tag wie immer mit einem Blick auf die wichtigsten (absehbaren) Termine des Tages:

Montag bis Samstag

Morgenpost der Chefredaktion

Die ersten News des Tages – direkt von der Chefredaktion. Montag bis Samstag um 6:30 Uhr.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

• Um 9:00 Uhr werden am Flughafen Berlin-Schönefeld Hilfsgüter für den Libanon verladen. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) fliegt wegen der Eskalation im Nahen Osten umfangreiches Material in die Region.

• Um 9:00 Uhr tagt der Untersuchungsausschuss zur rechtsextremen Anschlagsserie in Neukölln. Eine Stunde später dann die Sitzung des Untersuchungsausschusses zur Vergabe von Fördermitteln für Projekte gegen Antisemitismus.

• Auftakt ins Jubiläumsjahr „100 Jahre Funkturm“ mit dem Regierenden Bürgermeister sowie Präsentation einer neuen Lichtinszenierung.

• Am Marlene-Dietrich-Platz findet die Premiere des Musicals „Die Cher Show“ statt. Als Cher bringen Sophie Berner, Hannah Leser und Pamina Lenn die Pop-Ikone auf die Bühne. Jede von ihnen repräsentiert eine Lebensphase Chers. 

Neues aus Berlin

Vielleicht noch nicht alles gesagt.

Es gibt ein Thema, über das haben wir schon viel geschrieben. Über den Tag, an dem Kai Wegner Tennis spielen ging. Einige Leser haben in Zuschriften gespiegelt, dass irgendwann mal genug dazu gesagt sei. Schließlich habe Wegner doch anschließend einen guten Job gemacht, Berlin sei gut durch die Krise gekommen. Und dann geht die Geschichte immer noch weiter.

Wegner sah sich gezwungen, sich am Dienstagnachmittag bei der Senatspressekonferenz zu rechtfertigen. Und sagte dort sechs Mal den Satz: „Ich glaube wirklich, dass hierzu alles gesagt ist.“ Was ein starkes Indiz dafür ist, dass doch noch mehr erklärt werden könne.

Zu neuen Vorwürfen sagte Wegner bislang über seinen Anwalt das: Der Vorwurf, er habe die Öffentlichkeit bewusst getäuscht, sei haltlos. Und weiter: „Insbesondere hat sich der Regierende Bürgermeister zur Frage, wann er am 3. Januar 2026 mit den Krisenstäben, dem Stromnetz Berlin, der Bundesregierung, dem Bundeskanzleramt und dem Bundesinnenminister telefoniert hat, entgegen der Darstellung nicht geäußert, sondern lediglich ergänzend nochmals darauf hingewiesen, in welcher Zeit er Tennis gespielt hat.“

Wann Wegner an dem Tag was genau gemacht hat, wird damit auch nicht klarer. Spätestens im Wahlkampf werden Wegners Gegner die Sache genüsslich ausschlachten. Man muss das nicht gut finden. Hätte der Regierende Bürgermeister von Anfang an klar kommuniziert, was er am ersten Tag des Stromausfalls tat, wäre das Thema vermutlich abgehakt. So wurde nun die Senatspressekonferenz im Internet eine halbe Million Mal im Zeitraffer angesehen. Über so viel Aufmerksamkeit freut sich ein Regierender Bürgermeister normalerweise.

Außerdem wichtig

Die Bildungssenatorin meldet sich selten so deutlich zu Wort. Gestern Nachmittag forderte Katharina Günther-Wünsch, die Jugendamtsleiterin in Neukölln sei nicht länger tragbar. Nur so könnten die Vorgänge um die Vergewaltigung in einem Jugendclub jetzt zügig aufgeklärt werden, sagt sie. Am Abend äußert sich dann im Bezirk die Jugendstadträtin in einer öffentlichen Sitzung. Allerdings nicht so, wie von Günther-Wünsch gefordert.

Der Senat wollte eigentlich die Kosten für das Anwohnerparken deutlich erhöhen. Nun soll mit Rücksicht auf die Datensicherheit zu den Abgeordnetenhauswahlen alles bleiben, wie es ist. Richtig logisch erscheint das nicht, recherchiert die Kollegin Iris May.

Berliner Behörden genießen ja nicht den besten Ruf. Ausgerechnet die Jäger warnen jetzt: Ab April würden sie zu illegalen Waffenbesitzern - weil die zuständige Behörde überlastet sei.

Die S15 zwischen Gesundbrunnen und Hauptbahnhof soll eigentlich Ende März starten. Jetzt könnte es sein, dass sich der Zeitplan doch noch ändert. Aber: Nichts Genaues weiß man nicht.

Ich wünsche einen entspannten Freitag und später ein schönes Wochenende.

Ihr Peter Schink,
Chefredakteur

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