Berlin hat die Wahl: Am 20. September entscheiden die Wählerinnen und Wähler über die Zusammensetzung des Berliner Abgeordnetenhaus – und darüber, wer künftig in den Bezirken politisch das Sagen hat.

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Bei der Berlin-Wahl 2026 klärt sich damit auch, wer neuer Regierender Bürgermeister oder neue Regierende Bürgermeisterin wird. Kann der schwarz-rote Senat weiterregieren? Oder kommt es im Roten Rathaus zu einem Machtwechsel?
An dieser Stelle erfahren Sie, wie die Wahl abläuft, welche Kandidatinnen und Kandidaten sich zur Wahl stellen und auf welches mögliche Ergebnis aktuelle Umfragen hindeuten. Zudem erhalten Sie fortlaufend aktualisiert wichtige Informationen zu den Themen Briefwahl, Wahlunterlagen und zum Wahlsystem.
News zur Berlin-Wahl 2026
Berlin-Wahl 2026: Aktuelle Umfragen und Koalitionsrechner
In regelmäßigen Abständen veröffentlichen Umfrageinstitute in Auftrag von Medienhäusern repräsentative Umfragen. Das Interaktiv-Team der Berliner Morgenpost zeigt die jeweils aktuelle Umfrage und ihren historischen Verlauf. Unser Koalitionsrechner gibt darüber Aufschluss, welche Koalitionen auf dieser Grundlage möglich wären.
Am Wahlabend zeigen wir außerdem erste Prognosen, Hochrechnungen, vorläufige Ergebnisse und später das amtliche Endergebnis. Zudem finden Sie hier auf einer Karte, wie Ihre Nachbarn und Ihr Kiez gewählt haben.
Wie und wo genau wird gewählt bei der Berlin-Wahl 2026?
Geplant sind etwa 2.542 Urnenwahllokale, ein Zehntel mehr als bei der Wiederholungswahl 2023. Sie haben von 8 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Hinzu kommen 1.572 Briefwahllokale. Wer zuschauen will: kein Problem. Laut Wahlordnung hat jedermann Zutritt zum Wahlraum – und zwar schon tagsüber während der Stimmabgabe, und auch später ab 18 Uhr, wenn öffentlich ausgezählt wird und der Wahlvorstand das Ergebnis feststellt.
Alle Wahlberechtigten können ihren Wahlunterlagen entnehmen, in welchem Wahllokal sie ihre Stimme abgeben können. Angegeben ist dort auch, in welchem Raum sich das Wahllokal befindet. Wer seine Wahlunterlagen verloren hat, kann sein Wahllokal für die Berlin-Wahl 2026 über die Seite des Berliner Landeswahlleiters suchen.
Wahlberechtigte können an der Wahl auch ohne Wahlbenachrichtigung teilnehmen, wenn sie im Wahlverzeichnis stehen. Im Wahllokal muss man sich dann mit einem Personalausweis oder einem Reisepass (oder mit einem anderen amtlichen Ausweises mit Lichtbild) ausweisen. Der Ausweis darf ausnahmsweise auch abgelaufen sein.
Berlin-Wahl 2026: Abgeordnetenhaus & BVV – Was genau wird gewählt?
Bei der Abgeordnetenhauswahl haben die Berlinerinnen und Berliner zwei Stimmen: Mit der Erststimme wählen sie einen Direktkandidaten aus einem der insgesamt 78 Wahlkreise. Mit der Zweitstimme wird eine Partei gewählt. Aus Erst- und Zweistimmen wird die Sitzverteilung im Abgeordnetenhaus, dem Berliner Landesparlament, bestimmt.

Regulär hat das Abgeordnetenhaus 130 Sitze, deren Zahl sich durch Überhang- und Ausgleichsmandate noch erhöhen kann. Die Mitglieder des Abgeordnetenhaus wählen nach der Wahl den Regierenden Bürgermeister oder die Regierende Bürgermeisterin.
Bei den Wahlen zur Bezirksverordnetenversammlung haben die Wählerinnen und Wähler eine Stimme, mit der sie eine Partei oder eine Wählergemeinschaft wählen.
Berlin-Wahl 2026: Das sind die Spitzenkandidatinnen und -kandidaten
Bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus bestimmen die Wählerinnen und Wähler nicht nur die Zusammensetzung des Landesparlaments. Indirekt wählen sie auch, wer die Chefin oder der Chef im Roten Rathaus wird – und damit Regierende Bürgermeisterin oder Regierender Bürgermeister. Das sind die Spitzenkandidatinnen und Spitzenkandidaten:
- CDU: Stefan Evers
- SPD: Steffen Krach
- Linke: Elif Eralp
- Grüne: Bettina Jarasch und Werner Graf
- AfD: Kristin Brinker
Berlin-Wahl 2026: Die Spitzenkandidaten in Bildern
Welche Koalitionen sind nach der Berlin-Wahl möglich?
Die aktuellen Umfragen zeigen: Für ein Zweierbündnis, egal unter welchen Parteien, wird es voraussichtlich deutlich zu knapp, um die Mehrheit im Landesparlament zu erhalten. Drei Parteien werden sich wohl zusammentun müssen.
Welche Koalitionen gelten als wahrscheinlich? Welche Bündnisse sind bereits ausgeschlossen worden? Und bei welchen Zusammenschlüssen dürfte es kompliziert werden? Die möglichen Szenarien für Koalitionen nach der Berlin-Wahl finden Sie hier.
Hintergründe zur Berlin-Wahl 2026
Briefwahl beantragen für die Berlin-Wahl 2026: So geht‘s
Bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus und den Wahlen zu den Bezirksverordnetenversammlungen ist natürlich auch die Stimmabgabe per Briefwahl möglich. Dafür ist die Beantragung eines Wahlscheines nötig.

In der Regel erhält man das Formular zur Beantragung eines Wahlscheins mit der Wahlbenachrichtigung, die seit Mitte August an alle wahlberechtigten Berlinerinnen und Berliner verschickt wurde. Weitere Informationen zur Briefwahl finden Sie hier.
Wahlhelfer bei der Berlin-Wahl 2026: Erfrischungsgeld und Anmeldung
Bei der Berlin-Wahl sollen bis zu 40.000d Wahlhelfer eingesetzt werden. Sie erhalten ein sogenanntes Erfrischungsgeld. Für Beamte und Angestellte des Landes gibt es für den Einsatz als Wahlhelfer zudem freie Tage als Ausgleich. Interessenten müssen online eine Bereitschaftserklärung ausfüllen: Wahlhelfer in Berlin: Erfrischungsgeld und Anmeldung – alle Infos hier.
Berlin-Wahl 2026: Wer ist wahlberechtigt?
Bei der Abgeordnetenhauswahl ist wahlberechtigt, wer die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt, am Tage der Wahl das 16. Lebensjahr vollendet hat, seit mindestens drei Monaten ununterbrochen in Berlin seinen Wohnsitz hat und nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen ist. Insgesamt sind das 2,5 Millionen Menschen.
Bei den Wahlen der Bezirksverordnetenversammlungen (BVV) dürfen zusätzlich in Berlin lebende ausländische Staatsangehörige eines Mitgliedstaats der Europäischen Union ihre Stimme abgeben. Weitere Informationen zum aktiven und passiven Wahlrecht bei der Berlin-Wahl 2026 finden Sie hier.
Wie geht es weiter nach der Berlin-Wahl?
Das für fünf Jahre neu gewählte Abgeordnetenhaus muss laut Artikel 54 der Landesverfassung spätestens sechs Wochen nach der Wahl unter dem Vorsitz des ältesten Abgeordneten zusammentreten. Geplant ist die konstituierende Sitzung für den 29. Oktober. Dann wählen die Abgeordneten aus ihrer Mitte den Präsidenten und zwei Vizepräsidenten. Dafür haben die Fraktionen das Vorschlagsrecht in der Reihenfolge ihrer Stärke.
Für die Wahl des neuen Regierenden Bürgermeisters gibt es keine feste Frist. Er wird mit der Mehrheit der Abgeordneten gewählt. Kommt eine solche Wahl nicht zustande, findet ein zweiter Wahlgang statt. Klappt auch dies nicht, so wird die Latte etwas niedriger gehängt und gewählt ist, wer die meisten Stimmen erhält.
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