Berlins Senatorin für Inneres und Sport, Iris Spranger (SPD), ist gemeinsam mit der Berliner Polizeipräsidentin Barbara Slowik Meisel Anfang Februar gemeinsam in die USA gereist. Das geht aus den Antworten auf parlamentarische Anfragen von Linken und Grünen hervor. Spranger und Slowik Meisel reisten demnach im Zusammenhang mit dem Superbowl der National Football League (NFL) nach Kalifornien. Die Sportsenatorin besuchte das Spiel am ersten Tag der Reise.
Die Reise sei auf Einladung der NFL erfolgt, heißt es in der Antwort aus der zuständigen Senatsverwaltung. Sie habe dem Zweck gedient, weiter um Berlin als Austragungsort für NFL-Spiele zu werben. Die schwarz-rote Koalition will Berlin als Austragungsort für NFL-Spiele etablieren. Davon verspricht man sich internationale Aufmerksamkeit und zusätzliche Einnahmen. Im November hatte erstmals ein NFL-Spiel im Olympiastadion stattgefunden.
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Nicht nur NFL: Auch Drogenkrise und Drohnen stehen auf dem Reiseprogramm
Es ging bei der Reise allerdings nicht nur um Sport. Nach dem Besuch des Super Bowls, für den der erste Tag der Reise – Sonntag, der 8. Februar – geblockt war, lag der inhaltliche Schwerpunkt vielmehr auf Sprangers zweitem Ressort: der Innenpolitik. Spranger und Slowik Meisel tauschten sich dafür mit verschiedenen Behörden und Institutionen in San Francisco und Oakland aus.
Sie informierten sich über neue technische Möglichkeiten der Kriminalitätsbekämpfung, insbesondere den Einsatz von Drohnen. Ein weiteres Thema sei Drogenkriminalität gewesen. San Francisco und Oakland seien akut von den Auswirkungen der überall in den USA spürbaren Opioid-Krise betroffen. Die beiden Städte in Kalifornien hätten auf diesem Feld Erfahrungen und Kenntnisse, die für Berlin relevant seien.
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Die Kosten für die Dienstreise betrugen 33.500 Euro. Die Senatsverwaltung für Inneres und Sport rechtfertigt sie als Investition. Es wurde Businessclass geflogen. Bei einer Flugzeit von 12 Stunden und unmittelbar nach der Ankunft beginnendem Programm habe nur so die Arbeits- und Aufnahmefähigkeit der Delegation gewährleistet werden können.

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Am Montag trafen sich Spranger und Slowik Meisel in San Francisco und Oakland zunächst mit Polizeivertretern. Als dritter Termin des Tages standen dann ein Treffen mit dem Chef der Feuerwehr in Okaland sowie eine Tour durch eine Notfalleinsatzzentrale und eine Leitstelle auf dem Programm. Dabei sei es insbesondere um Katastrophenschutz sowie die Organisation der Krisenkoordination gegangen. Am dritten und letzten Tag der Reise besuchte die Berliner Delegation in San Francisco das größte Wohnungslosenzentrum in Nordamerika sowie eine Einrichtung für Frauen und Kinder, die von häuslicher Gewalt betroffen sind.
Korrekturhinweis: In einer vorherigen Version des Artikels hieß es, Innensenatorin Iris Spranger (SPD) hätte gemeinsam mit Berlins Polizeipräsidentin Barbara Slowik Meisel den Superbowl besucht. Das stimmt nicht. Slowik Meisel besuchte den Superbowl nicht. Sie hat nur die Sicherheitsbehörden in San Francisco und Oakland besucht. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.










