Die Berliner S-Bahn kämpft weiterhin mit dem Stromausfall im Südwesten Berlins, der neben dem elektronischen Stellwerk Wannsee auch das Instandhaltungswerk der S-Bahn in Wannsee getroffen hat. Daneben sind die vier Stationen Wannsee, Nikolassee, Schlachtensee und Mexikoplatz von der Stromversorgung abgeschnitten. Für Fahrgäste bedeutet das: Es gibt weiterhin Einschränkungen auf den beiden Linien S1 und S7, die durch das vom Stromausfall betroffene Gebiet fahren. Gehofft wird, dass ab Dienstag eine Rückkehr zum Regelbetrieb möglich ist.

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Für das elektronische Stellwerk in Wannsee wurde inzwischen eine Lösung erarbeitet – auch wenn eine zunächst funktionierende Ersatzstromversorgung am Samstagabend zwischenzeitlich wieder ausfiel. „In einem gemeinsamen Kraftakt ist es den Teams von DB InfraGo und DB Energie am Sonntag gelungen, die Ersatzstromversorgung für das Stellwerk Wannsee wiederherzustellen“, so der Bahn-Sprecher. Seit Sonntagabend fährt so die Regionalverkehrslinie RE1 wieder im Abschnitt zwischen Potsdam Hauptbahnhof und Charlottenburg, seit Montagfrüh auch die Linie RE7
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Stromausfall: Weichenheizungen in Wannsee können nicht betrieben werden
Problematisch ist für die S-Bahn allerdings weiterhin der fehlende Stromanschluss in Kombination mit dem aktuellen Wetter. „Die vorhandenen Ersatzstromanlagen reichen nicht aus, um auch die Weichenheizungen im Bereich Wannsee zu betreiben“, schildert der Bahn-Sprecher. Der Betrieb bleibt so eingeschränkt: Die S7 fährt im 20-Minutentakt zwischen Wannsee und Charlottenburg sowie mit einem Pendelzug im 40-Minutentakt zwischen Potsdam und Wannsee.
Die S1 fährt seit Montagmittag wieder auf kompletter Strecke. Auf dem Abschnitt zwischen Wannsee und Zehlendorf gibt es allerdings nur einen 20-Minuten-Takt und es fallen weiterhin mehrere Zwischenhalte Schlachtensee und Mexikoplatz aus. Der Ersatzverkehr für die S1 zwischen Wannsee und Zehlendorf im 10-Minutentakt bleibt daher weiter bestehen.
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Bahnhöfe ohne Beleuchtung: Züge halten nur bis Einbruch der Dunkelheit
Problematisch ist zudem der fehlende Strom – und damit die fehlende Beleuchtung – in den Bahnhöfen. „Die Deutsche Bahn hat alle verfügbaren Notbeleuchtungsanlagen eingesetzt, um den weitläufigen Bahnhof Wannsee auszuleuchten“, berichtet der Sprecher. Die Bahnhöfe Mexikoplatz und Schlachtensee blieben dagegen vorerst geschlossen, und am Bahnhof Nikolassee halte die S7 tagsüber nur bis zum Einbruch der Dunkelheit.
An der Rückkehr zum normalen Betrieb wird weiter gearbeitet. „Über den Krisenstab des Senats hat die Deutsche Bahn die Zusage für weitere Notstromaggregate erhalten, um Weichenheizungen, Bahnsteigbeleuchtung und das Werk Wannsee wieder in Betrieb nehmen zu können“, so der Bahn-Sprecher. Könnten diese am Montag geliefert und installiert werden, sei es das Ziel der Deutschen Bahn, den Regelverkehr auf den Linien S1 und S7 am Dienstagmorgen wieder aufzunehmen. Ausgenommen sind die zusätzlichen Fahrten in der Hauptverkehrszeit. Für notwendige Arbeiten an Zügen hat sich die Berliner S-Bahn vorübergehend umorganisiert. „Solange das Werk Wannsee nicht zur Verfügung steht, nutzt die S-Bahn Kapazitäten in den Werken Oranienburg und Friedrichsfelde, um die Züge aus Wannsee instand zu halten.“











