Liebe Leserin, lieber Leser,

ob sich so ein kleines Wallaby-Känguru wohlfühlt am Berliner Stadtrand? Auf dem kurzen Video-Clip, der auf Instagram am Montag schon mehr als 3000 Likes eingesammelt hat, sieht es jedenfalls sehr entspannt aus. In Berlin kann man sich ja nicht sicher sein, ob es sich am Ende nicht doch um ein Schaf oder einen Waschbären handelt, aber das Gehoppel sah schon recht eindeutig nach einem Känguru aus.

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Kurz gegoogelt: Das Wallaby gehört zu den exotischen Tierarten und darf in Deutschland von Privatpersonen gehalten werden. Muss aber offiziell beim Veterinäramt angemeldet sein. Es gibt bereits Gerüchte darum, wer der Halter des Tieres in Kladow ist.

Vielleicht freut sich über die Känguru-Sichtung aber am meisten Marc-Uwe Kling. Der Berliner Liedermacher und Regisseur der Känguru-Chroniken hat gerade einen Comic vorgestellt. Allerdings geht es in dem nicht um die bekannte Känguru-WG-Beziehung in Kreuzberg. Der Kollege Peter Zander hat ihn interviewt, auch zu dessen WG-Erfahrung.

Am meisten über ein Wiedersehen freuen würde sich nach Informationen unserer Redaktion der Journalist Jakob Augstein. Dem Erben des „Spiegel“-Gründers Rudolf Augstein soll das Tier nämlich gehören. 

Bleibt also nur eine Bitte: Wenn Sie das Känguru aus Kladow finden, laden Sie es nicht in Ihre WG ein. Sondern verständigen Sie die nächste Polizeidienststelle. Wir freuen uns ebenso über sachdienliche Hinweise (zum Beispiel auch, wenn Sie ebenfalls Känguru-Besitzer sind).

Was sonst noch wichtig ist

Apropos. Bei Mietverhältnissen im Land Berlin soll sich ja nach Vorstellung von Linken und SPD demnächst einiges ändern. Eine verpflichtende Quote für Sozialwohnungen stellen sich beide Parteien vor, um die angespannte Lage auf dem Mietmarkt zu verbessern. Mein Kollege Hans C. Hartmann ist der Frage nachgegangen, ob so ein Eingriff ins Mietrecht überhaupt zulässig ist.

Nach Hinweisen ist unser Reporter Julian Würzer ins brandenburgische Marienfließ gefahren, um dort ein evangelisches Vorzeigeprojekt zu besuchen. Seine eindrückliche Geschichte erzählt von einer tiefen Spaltung und schließlich einem Scheitern. Im Zentrum der Geschichte: ein AfD-Mann, der die christliche Gemeinschaft spaltet.

Die BVG hat am Montag seltene Einblicke in ihre Stellwerktechnik präsentiert. Dazu gab es am Alexanderplatz allerdings schlechte Nachrichten für die Nutzer der U2: Weil deren Technik modernisiert wird, fährt die Linie in den Herbstferien nicht.

Das neue Berliner Polizeigesetz ruft die Datenschützer auf den Plan. Sie halten es schlicht für verfassungswidrig. Dennis Meischen erklärt, worum es im Detail geht.

Zum Schluss noch eine wichtige Nachricht für diejenigen, die vorhatten, mal mit dem Nachtzug nach Paris zu fahren: Sie müssen sich beeilen. Schuld daran ist ausnahmsweise mal nicht die Deutsche Bahn.

Ich wünsche Ihnen einen entspannten Tag.

Ihr Peter Schink,
Chefredakteur

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