Zu dem Artikel „Dieser Hindernisparcours nervt! Berlin muss sich entscheiden“ vom 20. September
Die An- beziehungsweise Aussicht für den Marathonlauf eine andere Laufstrecke zu finden, halte ich für zweckmäßig, da ansonsten der normale Autoverkehr eine Einschränkung findet. Es gibt Menschen, auch andere Situationen, die auf dringende Hilfe – auch an einem Sonntag – angewiesen sind. Dazu gehören zuverlässige, schnelle und notwendige Hilfeleistungen, die ohne Umwege ans Ziel führen sollten. Das Vergnügen eines Marathons durch die Innenstadt für Lauffanatiker ergibt unzählige Hindernisse, die ihren Enthusiasmus sicherlich auch am Stadtrand mit Freude, Einsatz und Verständnis absolvieren könnten. Daher tendiere ich für eine alternative Lösung, die gewiss viele Berliner*innen glücklicher, zufriedener und stressfreier werden lässt.
Waltraud St-D., per E-Mail
Zu dem Artikel „Tierpark kämpft mit hohem Einnahmeverlust“ vom 16. September
Die finanzielle Lage des Tierparks ist nicht nur durch den Sperrkreis beeinträchtigt worden, der die Ausbreitung der Maul- und Klauenseuche verhinderte. Seit Jahren wird die Attraktivität des Tierparks zugunsten des Zoos heruntergefahren. Früher gab es gefleckte und schwarze Jaguare, eine echte Attraktion. Der Umbau des Elefantenhauses ist so geplant worden, dass es keine Elefanten mehr gibt. Und wann sich das ändert, steht in den Sternen. Es gab einen Wegweiser durch den Tierpark. Die letzte mir vorliegende Ausgabe stammt aus 2013. Einige in der Broschüre aufgelistete Tierarten sucht man heute vergebens. Wenn es also um Investitionen und um neue attraktive Tierarten geht, muss der Tierpark wieder den Vorrang haben. Pandas sind schön. Sie dürfen aber nicht zu einem Niedergang einer der beiden Zoos bilden. Deshalb muss sich Herr Knieriem fragen lassen, ob er im Hinblick auf den Tierpark die richtigen Prioritäten setzt.
Horst Ahlers, per E-Mail
Zu dem Artikel „Umbau von Tegel verschoben – Kosten steigen um hunderte Millionen“ vom 15. September
Jeder blamiert sich, wie er kann. Nach BER – eminente Kostensteigungen, Bauzeit ehemals unbegrenzt – wird jetzt das Tegel-Projekt bauzeitmäßig ad Acta gelegt. Begründung: Die Kosten explodieren von derzeit 450 Millionen auf 833 Millionen. Du meine Güte, denken denn die Verantwortlichen, dann wird’s billiger? Vielleicht mal einen Generalunternehmer mit der Planung beauftragen, damit endlich Klarheit und Übersichtlichkeit gewährleistet wird. In die Röhre gucken jetzt die Hochschule für Technik und zukünftigen Mieter der geplanten Wohnbauten. Insgesamt reiht sich jetzt „Urban Tech Republic“ als stagnierende Bauvorhaben mit dem gammelnden ICC und der unfertigen Wiedervereinigungs-Schüssel als Investorenschreck ein. Berlin ist halt Berlin. Doch solange der Länderfinanzausgleich den Berlinern zugutekommt, ist eh alles Pumpe.
Thomas Hansen, per E-Mail
Zu der Kolumne „Öffentlich-Rechtliche: ‚Intensiv mit Linientreue beschäftigt‘“ vom 20. September
Herr Thadeusz, ich bin ja oft Ihrer Meinung, aber heute liegen Sie nach meiner Meinung (so lange man die noch sagen darf) etwas daneben. Gut, Böhmermann und Reschke machen auch mal eine schlechte Sendung. Ich spule dann auch vor. Aber haben Sie von Reschke die Sendung über Trump, mit König Balder, oder über Putins Angriffe auf uns gesehen? Auch Sie dürfen Ihre Meinung sagen und werden noch dafür bezahlt. Ich lese aber in Ihrem Kommentar, dass Sie solche Sendungen verbieten würden, weil sie nicht Ihrem Geschmack oder Ihrer Meinung entsprechen. Damit begeben Sie sich auf das Niveau von Trump. Soll das Fernsehen denn alle Sendungen absetzen, die jemand nicht passen? Ich sage nur: Wehret den Anfängen und macht die freie Meinungsäußerung in Deutschland nicht kaputt.
Gerhard Rassel, per E-Mail
Zu dem Artikel „Budget-Kürzungen bedrohen BSR-Kietztage“ vom 17. September
500.000 Euro für ein Müll-Fest und den Müll-Gipfel – das ist für mich der Gipfel! Müllvermeidung im öffentlichen Raum hat etwas mit Erziehung zu tun. Wer ohne eine Rüge oder Strafe, den Müll (und sei er noch so klein) auf den Straßen und Parks hinterlässt, den wird auch ein Müll-Fest nicht interessieren. Gerade war Einschulung der Erstklässler. Da flogen bei Schulschluss Plastikverpackung von Bonbons und Schokolade direkt auf den Schulweg in unserem Viertel. Die 500.000 Euro sollte man an die Mitarbeiter der BSR als steuerfreien Bonus verteilen. Sie gehen inzwischen mehrmals wöchentlich mit Besen, Schaufel und Sack den Gehweg und die Straße entlang und halten sie sauber. Eine Sisyphus-Arbeit.
Melitta Pichler, per E-Mail
Zu dem Artikel „ZDF stellt sich hinter Hayali – Petition fordert konsequentes Handeln“ vom 19. September
Der Artikel ist um Neutralität bemüht. Dunja Hayalis „Nachruf“ auf die Ermordung von Charlie Kirk lässt allerdings durchaus Zweifel an deren Sensibilität und Professionalität aufkommen. Ihre eigene politische Einstellung hätte in ihrer Moderation keine Rolle spielen dürfen. Einen unter tragischen Umständen ums Leben gekommenen Aktivisten in einem Nachruf derartig zu beschimpfen, sollte ein Grund sein, die Dame fortan von den Kameras des Öffentlich Rechtlichen Rundfunks fernzuhalten. Die Petition für sie ist völlig unangebracht und entbehrt jeder Grundlage.
Dirk Jungnickel, per E-Mail
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