Seit Ende Mai steht fest: Das Land Berlin möchte gemeinsam mit Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Schleswig-Holstein die Olympischen Spiele ausrichten. Offen war allerdings von Anfang an, ob sich Berlin für die Spiele 2036, 2040 oder 2044 bewerben werde.

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Laut einem Bericht des „Tagesspiegel“ ist ein Termin jetzt schon nahezu ausgeschlossen: das Jahr 2036. Die beiden Grünen-Abgeordneten Klara Schedlich und Julian Schwarze haben eine schriftliche Anfrage gestellt, deren Antwort der Zeitung vorliegt.

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Konkret geht es dabei um das Quartier „Stadteingang West“, dessen Fertigstellung wohl bis 2036 nicht erreicht werde. Dort soll das Olympische Dorf entstehen. So gehe der Senat selbst davon aus, „dass die Bewerbung vorrangig auf eine Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2040 oder 2044 abzielt“.

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Erst zu diesen beiden Terminen können die wesentlichen Elemente des neuen Stadtquartiers „Stadteingang West“ „mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit realisiert werden“. So steht es in der Antwort, die bisher noch nicht erschienen ist.

Quartier liegt im Bereich des Autobahndreiecks Funkturm

Das Olympische Dorf ist neben dem Messegelände auf früheren Bahnflächen zwischen den S-Bahnhöfen Westkreuz und Grunewald geplant. Die landeseigene Howoge soll auf 45 Hektar das Quartier für 16.000 Athletinnen und Athleten errichten. Nach den Spielen sollen dort 2500 günstige Wohnungen zur Verfügung stehen.

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Das neue Quartier liegt im Gebiet des Autobahndreiecks Funkturm. Dieses soll allerdings im Laufe der nächsten Jahre eine völlig neue Verkehrsführung erhalten, was die Planung laut „Tagesspiegel“ extrem erschwere. Erst Ende April wurden die Westend- und die Ringbahnbrücke abgerissen, sodass es dort aktuell zu Verkehrseinschränkungen kommt. Da beide Brücken neu gebaut werden, dürften Jahre vergehen, bis der Autoverkehr dort wieder normal läuft.

Eine Bewerbung um die Olympischen Spiele und die Paralympics planen neben Berlin noch München, Hamburg und Nordrhein-Westfalen mit der Region Rhein und Ruhr. Die jeweiligen Bewerbungskonzepte werden bis Ende September 2025 vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) geprüft. Die finale Entscheidung über den deutschen Bewerber soll bis Herbst 2026 getroffen und dann noch von den DOSB-Mitgliedern abgesegnet werden.

dw mit dpa