Der Unternehmer und BR-Volleys-Chef Kaweh Niroomand soll offizieller Olympia-Beauftragter des Berliner Senats werden. Das beschloss der Senat am Dienstag. Damit ist der Sportmanager künftig für Berlins Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Spiele zuständig.

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Berlin hat sich für die Ausrichtung der Spiele 2036, 2040 oder 2044 beworben. Wen Deutschland ins Rennen schickt, wird der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) im September 2026 entscheiden. Im nationalen Rennen sind neben Berlin und seinen Partnern noch Hamburg, München und das Ruhr-Gebiet.

Das Büro des ehrenamtlich tätigen Olympiabeauftragten zahlt die Sportsenatorin

Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) lobte Niromaand nach den Worten der Senatssprecherin als „exzellente, sehr erfahrene und gut vernetzte Person“. Er werde ehrenamtlich tätig sein, die von ihm geleitete „Steuerungseinheit“ soll mit Personal und Geld aus dem Etat von Sportsenatorin Iris Spranger (SPD) ermöglicht werden.

Hauptaufgabe des Olympiabeauftragten soll die Kommunikation mit der Öffentlichkeit sein. Er wird die Beteiligung der Stadtgesellschaft, koordinieren und soll Kampagnen und Veranstaltungen organisieren. In Berlin ist anders als in anderen Bewerberstädten keine Volksabstimmung über die Bewerbung vorgesehen. Niroomand soll nun auch skeptische Bürger von dem Großprojekt überzeugen. Ergänzend zur Bürgerbeteiligung ist eine Machbarkeitsstudie inklusive einer ersten Kostenkalkulation geplant. Sportexperten rechnen mit Kosten von mehreren Milliarden Euro, von denen die Bundesregierung aber einen Großteil übernehmen sollte.

Die Entscheidung über die deutsche Bewerbung soll im September 2026 fallen

Wegner und Spranger bekräftigen am Dienstag erneut das Interesse des Landes Berlin an der Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele. Die Gegner einer Bewerbung haben bereits angekündigt, den Plan mit einem Volksbegehren zu Fall bringen zu wollen.

Niroomand hat nun einige Monate Zeit, die Olympia-Pläne voranzubringen. Der DOSB will bis September die eingereichten Grobkonzepte auf seine Mindestanforderungen hin überprüfen. Bis Juni 2026 sollen diese dann weiter entwickelt werden, ehe im September 2026 die finale Entscheidung über den nationalen Bewerber fällt.