Rund 14.000 Menschen sind am Sonntag bei strahlendem Sonnenschein durch die City West gelaufen. Grund war der Lauf S25 Berlin. Ihn gibt es seit mittlerweile 44 Jahren. Er gilt damit als Deutschlands ältester Citylauf. Gegen Mittag hatten die meisten ihre Strecke geschafft und liefen im Olympiastadion ins Ziel ein, angefeuert von rund 1000 Zuschauerinnen und Zuschauern in der Ostkurve.

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Bei dem Lauf hatte es große Veränderungen gegeben. Denn aufgrund der Lage auf der A100 und der inzwischen abgerissenen Westend- sowie Ringbahnbrücke wurden die bisherigen Strecken durch die Stadt nicht genehmigt. Die Verkehrsinformationszentrale Berlin (VIZ) schreibt dazu: „Zu groß waren die zu erwartenden Verkehrsbeeinträchtigungen am Autobahnkreuz Funkturm.“ Zu Straßensperrungen kommt es dennoch.
Für die Läuferinnen und Läufer geht es über insgesamt vier verschiedene Distanzen: fünf, zehn, 21 und 25 Kilometer, außerdem gibt es einen Kinderlauf. Der Startschuss fällt auf dem Olympischen Platz vor dem Olympiastadion, wobei die Teilnehmer der unterschiedlichen Distanzen zu unterschiedlichen Zeiten loslaufen. Um 8.30 Uhr geht es für die Läufer über fünf Kilometer los, um 9 Uhr folgen die 25-Kilometer-Starter. Eine weitere halbe Stunde später beginnen die Sportler über zehn Kilometer und den Halbmarathon.
S25 Berlin: Sperrungen treffen Auto-, Rad- und Busverkehr
Außer dem Start am Olympischen Platz und dem Zieleinlauf im Olympiastadion ist kaum etwas von dem Streckenverlauf der vergangenen Jahre geblieben. In der Vergangenheit führte die Hauptstrecke, der 25-Kilometer-Lauf, unter anderem zum Brandenburger Tor, am Potsdamer Platz und an der Gedächtniskirche entlang. Dieses Mal geht es zwar ebenfalls zunächst bis zum Theodor-Heuss-Platz, danach führt der größte Teil der Strecke aber über den Königs- und Kronprinzessinnenweg sowie die Havelchaussee durch den Grunewald. Die Zehn-Kilometer- und Halbmarathon-Läufer sind ein Stück länger auf der Heerstraße und danach auf den Straßen ums Olympiastadion unterwegs. Wer die 21 Kilometer absolviert, muss den Kurs zweimal laufen.
Einschränkungen gibt es so auf einigen Straßen in Westend und Grunewald, was den Autoverkehr sowie den Busbetrieb der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und auch den Radverkehr betrifft. Die Sperrung der gesamten Strecke beginnt mit der Durchfahrt der weißen Flagge ab circa 8.30 Uhr, so die VIZ. Die Freigabe der Strecke erfolge kurz nach dem Passieren des letzten Teilnehmers. Auf einigen Straßenabschnitten starten die Sperrungen zur Vorbereitung der Veranstaltung bereits früher, das gilt für:
- Steubenplatz ab 7.30 Uhr
- Masurenallee ab 7 Uhr
- Kaiserdamm zwischen Theodor-Heuss-Platz und Königin-Elisabeth-Straße ab 7 Uhr
- Heerstraße zwischen Teufelsseestraße und Theodor-Heuss-Platz ab 7 Uhr
- Flatowallee (östliche Fahrbahn) ab 7 Uhr
- Messedamm vor Jafféstraße ab 8 Uhr
- Auerbachtunnel ab 8 Uhr
- Großer Stern (Hüttenweg) ab 8 Uhr
- Havelchaussee/Kronprinzessinnenweg ab 8 Uhr
- Havelchaussee/Angerburger Allee/Glockenturmstraße ab 8 Uhr
Läufer der 25-Kilometer-Strecke müssen auf Bands verzichten
Folgen haben die Sperrungen für mehrere Buslinien der BVG. So sind die Busse der Linie M49 laut dem Verkehrsunternehmen ab 6 Uhr nicht wie gewohnt zwischen Alt-Pichelsdorf und S+U Zoologischer Garten unterwegs, stattdessen fährt die Linie ab Alt-Pichelsdorf weiter zum Rathaus Spandau. Das gilt auch für die Linie X34, die nicht zwischen Sandheideweg und Zoologischem Garten fährt, sondern ab Alt-Pichelsdorf ebenfalls zum Rathaus Spandau gelenkt wird. Die Busse der Linie 218 sind nicht zwischen den Stationen S Wannsee und S Messe Nord unterwegs.
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Für Läuferinnen und Läufer der längsten Distanz gibt es mit der Streckenänderung auch eine weitere Änderung, über die TOP Sportevents als Veranstalter der „Berlin läuft“-Serie informiert hat, denn: „Ein Teil der Strecke führt durch ein ausgewiesenes Schutzgebiet im Grunewald, das dem Arten- und Gebietsschutz dient.“
S25 Berlin: Zuschauer können Zieleinlauf im Olympiastadion sehen
Weil dort besondere Auflagen der Naturschutzbehörden gelten, bedeutet das auch: Jede Form von Ruhestörungen oder Lärm seien zu vermeiden. „Daher wird es in diesem Abschnitt keine musikalische Unterstützung durch Sambabands oder ähnliche Gruppen geben“, so die Veranstalter. Der geschützte Abschnitt erstreckt sich vom S-Bahnhof Grunewald bis zu dem Punkt, an dem die Havelchaussee unter der Heerstraße hindurchführt und macht damit mehr als 15 Kilometer aus.
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Familien und Freunde von Teilnehmern können den Zieleinlauf im Olympiastadion verfolgen. Im Stadion sind laut Veranstalter die Blöcke Q bis T für Zuschauer geöffnet. Auf dem Vorplatz soll es zudem eine Bühne mit Musik, einen Kinderspiel- und Bewegungsparcours, Foodtrucks sowie eine „Chillout Area“ geben.






