Länger laut feiern an bestimmten Tagen: Die Berliner Senatsumweltverwaltung ändert die Regeln für Lärm durch Veranstaltungen im Freien. Künftig dürfen „geräuschintensive Veranstaltungen“ am 30. April und 2. Oktober jeweils bis Mitternacht in voller Lautstärke stattfinden – also am Vortag des Tags der Arbeit am 1. Mai und des Tags der Deutschen Einheit am 3. Oktober. Gleiches gilt für den 21. Juni, an dem traditionell berlinweit die Fête de la Musique stattfindet – allerdings nur, wenn der Folgetag ein Sonn- oder Feiertag ist. Die Änderung sei am 30. März 2025 in Kraft getreten und könne damit bereits zum 30. April 2025 Anwendung finden, so die Verwaltung in einer Mitteilung.

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Begründet wird die Änderung mit der „sehr besonderen Bedeutung“ der zwei Feiertage „für ganz Deutschland und das Land Berlin im speziellen“, teilte die zuständige Umweltsenatorin Ute Bonde (CDU) mit. Mit der Änderungsverordnung wolle der Senat ein ausgelassenes „Reinfeiern“ in diese Feiertage ermöglichen.
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Auch der 21. Juni sei für das Land Berlin aus musikkultureller Sicht von besonderer Wichtigkeit, weil an diesem Tag die beliebte Fête de la Musique stattfinde. „Ein Feiern bis Mitternacht soll an diesem Tag jedoch nur dann ermöglicht werden, wenn der Folgetag kein Werktag ist“, heißt es in der Mitteilung – aus Rücksicht auf die „Ruheschutzinteressen“ der Nachbarschaft.
„Berliner Nächte sind lang, besonders zu traditionsreichen Feiertagen“, wurde Kultursenator Senator Joe Chialo (CDU) in der Mitteilung zitiert. Er freue sich sehr, dass die Verordnung zum Schutz vor Geräuschimmissionen künftig ermöglichen solle.
So laut ist es vor Ihrer Haustür: Die Lärmkarte für Berlin
Lärm ist in Berlin immer wieder Grund für Beschwerden und Klagen – durch Verkehr, aber auch Großveranstaltungen wie den Karneval der Kulturen am Pfingstwochenende, Festivals wie das Lollapalooza im Juli oder die allsommerlichen spontanen Partys in vielen Parks. Um die Lärmbelastung in Berlin zu reduzieren, hat das Land einen eigenen „Lärmaktionsplan“ verordnet, bei dem im vergangenen Jahr auch Bürger gehört wurden.
BM/uk






