- Zehntausende werden bei der Demo in Berlin heute erwartet
- Wie verläuft die Route und wann geht es los?
- Die wichtigsten Infos im Überblick
Nach dem „Lichtermeer“ gegen Rechtspopulismus vor einigen Tagen planen die Veranstalter für kommenden Sonntag (2. Februar) die nächste Demonstration in Berlin. Der Protest richte sich gegen Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz, der „ein großes Loch in die Brandmauer gegenüber den Rechtsextremen“ schlagen wolle, erklärte die Kampagnenorganisation Campact. Man erwarte „viele Zehntausend Teilnehmer“, hieß es.

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Hinter der Demonstration will Campact Kirchen, Gewerkschaften, Sozial- und Menschenrechtsverbände, Klimabewegung sowie bekannte Personen des öffentlichen Lebens versammeln, wie es weiter hieß. Sie soll vom Reichstagsgebäude in Berlin-Mitte zur CDU-Bundesgeschäftsstelle führen. Das Motto ist „Aufstand der Anständigen: Wir sind die Brandmauer!“.
Im Demo-Aufruf heißt es: „CDU-Kanzlerkandidat Friedrich Merz macht gemeinsame Sache mit der AfD: Er setzt im Bundestag seine Abschottungspolitik durch – mit den Stimmen der Rechtsextremen. Doch wir sagen Nein!“
Beim „Lichtermeer“ hatten am vergangenen Samstag Tausende Menschen am Brandenburger Tor gegen das Erstarken der AfD und anderer rechter Parteien in Europa demonstriert. Die Polizei nannte als Teilnehmerzahl 30.000 bis 35.000 Menschen.
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Die Demo am Sonntag startet um 15.30 Uhr auf der Reichstagswiese, sie soll dann zur CDU-Bundesgeschäftsstelle an der Klingelhöferstraße führen. Geplant seien Musik und Redebeiträge.
- Platz der Republik
- Heinrich-von-Gagern-Straße
- Scheidemannstraße
- Ebertstaße
- Lennéstraße
- Kemperplatz
- Tiergartenstraße
- Klingelhöferstraße
- Klingelhöferstraße/Corneliusstraße
„Brandmauer-Demonstration“ in Berlin: Der Demo-Aufruf im Wortlaut
„Wir sind schockiert und fassungslos, wohin sich Merz von der AfD treiben lässt. Jetzt braucht es eine tiefgreifende Kurskorrektur: Ein Eingeständnis, dass die Herstellung von politischen Mehrheiten mit Hilfe der AfD gleichbedeutend mit einer Zusammenarbeit ist. Und die Klarheit, dass die Union eine Wiederholung für die Zukunft unmissverständlich ausschließt.
Uns verbindet aber auch die Sorge um die Substanz der Gesetzesvorhaben, die die Union in den Bundestag einbringen will. Sie stellen Migrant*innen unter Generalverdacht, diffamieren sie und schüren Vorurteile in Zeiten eines aufgeheizten gesellschaftlichen Klimas. Die Gesetzesvorhaben sind zudem unvereinbar mit unserer Verfassung und dem internationalen und europäischen Asylrecht.
Am kommenden Sonntag, den 2. Februar, um 15:30 Uhr laden wir zu einer Großdemonstration von der Reichstagswiese zum Konrad-Adenauer-Haus ein. Gemeinsam mit vielen zehntausenden Menschen aus der Mitte der Gesellschaft zeigen wir Merz: Wir dulden keine Zusammenarbeit mit der AfD – niemals! Verteidige mit uns die Brandmauer gegen den Rechtsextremismus und sei Teil des Aufstands der Anständigen!“
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bee/dpa








