- In Lichtenberg wurde ein Krankentransport-Mitarbeiter fremdenfeindlich beleidigt
- In Velten hat ein Mehrfamilienhaus gebrannt – 66 Bewohner evakuiert
- Autofahrerin erfasst beim Linksabbiegen Radfahrer in Staaken
- Rigaer Straße: Feuer gelegt und Polizisten mit Pyro beschossen
Hier finden Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr aus Berlin und Brandenburg im Newsblog. Die News vom Vortag lesen Sie hier.
Blaulicht-News aus Berlin und Brandenburg vom 16. Januar 2025: 17-Jähriger soll in Flüchtlingsheim Bewohner bedroht haben
17.11 Uhr: Ein 17-Jähriger soll in einem Flüchtlingsheim in Charlottenburg mehrere Bewohner mit einem Messer bedroht haben. Der junge Mann war zuvor wegen Auseinandersetzungen aus dem Heim in der Heerstraße verwiesen worden, wie die Polizei mitteilte. Ein Freund ließ ihn demnach am Mittwochabend über ein Fenster wieder herein. Dann soll der 17-Jährige randaliert und versucht haben, andere Bewohner, die flüchteten, zu verletzen. Alarmierte Polizisten suchten das Heim und die Umgebung ab, fanden den Mann aber nicht.
Jugendliche rauben 18-Jährigen in Karlshorst aus – Zeuge verfolgt Gruppe
16.25 Uhr: Vier Jugendliche haben am Mittwoch in Karlshorst (Lichtenberg) einen 18-Jährigen angegriffen und ausgeraubt. Wie die Polizei mitteilte, war der 18-Jährige gegen 19.25 Uhr auf der Grimnitzstraße unterwegs, als Unbekannte ihn plötzlich von hinten gegen einen Zaun schubsten. Als er versuchte zu flüchten, stießen sie ihn zu Boden und traten ihm mehrfach ins Gesicht. Der 18-Jährige hätte den Angreifern sein Geld hingehalten, in der Hoffnung, dass sie dann von ihm ablassen. Nachdem die Angreifer es an sich genommen hatten, hätten sie ihn weitere Male getreten.
Ein Zeuge beobachtete den Angriff und half dem 18-Jährigen. Anschließend verfolgte er die flüchtende Jugendgruppe und alarmierte die Polizei. Die Einsatzkräfte nahmen die vier 15- und 16-Jährigen fest und fanden bei ihnen auch das Geld des 18-Jährigen. Zur Feststellung ihrer Identitäten brachten die Einsatzkräfte sie zu einem Polizeiabschnitt, wo sie von ihren jeweiligen Erziehungsberechtigten abgeholt wurden. Der 18-Jährige, der durch den Angriff Gesichtsverletzungen erlitt, wollte sich selbst in ärztliche Behandlung begeben. Die weiteren Ermittlungen führt ein auf Jugenddelikte spezialisiertes Kommissariat der Polizeidirektion 3 (Ost).
Männer treten und schlagen 38-Jährigen in Lichtenberg
16.17 Uhr: Zwei Männer haben am Mittwoch einen anderen Mann an der Wollenberger Straße in Alt-Hohenschönhausen (Lichtenberg) angegriffen. Zunächst soll es zu Streitigkeiten gekommen sein, die dann in einer körperlichen Auseinandersetzung mündeten. Die beiden 28 Jahre alten Männer schlugen dem 38-Jährigen dabei mehrfach ins Gesicht und traten ihn gegen den Kopf. Der Mann soll zeitweise das Bewusstsein verloren haben.

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Rettungskräfte stellten Verletzungen an Kopf und Hand fest. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht. Polizisten konnten die beiden Tatverdächtigen unweit des Tatortes antreffen. Beide wurden zur Durchführung erkennungsdienstlicher Maßnahmen in ein Polizeigewahrsam gebracht und anschließend wieder auf freien Fuß gesetzt. Die weiteren Ermittlungen übernimmt ein Fachkommissariat der Direktion 3 (Ost).
Späti-Mitarbeiter in Reinickendorf verjagt jugendliche Räuber
15.58 Uhr: Ein Späti an der Residenzstraße in Reinickendorf ist in der vergangenen Nacht überfallen worden. Wie die Polizei mitteilte, betraten gegen 1.10 Uhr zwei Jugendliche nacheinander den Laden, schauten sich um, erkundigten sich nach Waren und verließen das Geschäft wieder. Kurze Zeit später kamen drei Maskierte – einer der beiden vermeintlichen Kunden und zwei mutmaßliche Komplizen – in das Geschäft. Sie forderten den 54 Jahre alten Mitarbeiter auf, Geld aus der Kasse herauszugeben. Dabei bedrohten sie ihn mit einem Messer. Der 54-Jährige sprühte daraufhin Pfefferspray und konnte die Täter ohne Beute in die Flucht schlagen. Der 54-Jährige wurde bei dem Überfall leicht verletzt, benötigte aber keine medizinische Behandlung.
Einsatzkräfte konnten vier bereits polizeibekannte Jugendliche – die drei Maskierten und den mutmaßlichen Komplizen, der zuvor das Geschäft vermutlich ausgespäht hatte – in der Nähe festnehmen. Die drei 14-Jährigen und ein 16-Jähriger kamen in einen Polizeigewahrsam und wurden an ein Fachkommissariat der Polizeidirektion 3 (Ost) überstellt, das die weiteren Ermittlungen führt. Sie sollen am Freitag einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden, der den Erlass eines Haftbefehls prüfen soll.
Autofahrerin erfasst beim Linksabbiegen Radfahrer in Staaken
15.50 Uhr: Ein Radfahrer ist am Mittwoch bei einem Unfall in Staaken (Spandau) verletzt worden. Den Polizei-Angaben zufolge war eine 67 Jahre alte Autofahrerin vom Nennhauser Damm nach links auf die Straße Am Zeppelinpark abgebogen und hatte einen entgegenkommenden Radfahrer übersehen.
Bei dem Zusammenstoß erlitt der 31-Jährige Kopf-, Arm- sowie Beinverletzungen und Verletzungen am Oberkörper. Rettungskräfte brachten ihn in ein Krankenhaus. Die Autofahrerin erlitt Verletzungen an Kopf und Oberkörper, die ambulant behandelt wurden. Die weiteren Ermittlungen zum Unfallhergang führt ein Fachkommissariat für Verkehrsdelikte der Polizeidirektion 2 (West).
Vermummte beschießen Polizisten in Friedrichshain mit Pyrotechnik
14.01 Uhr: Unbekannte haben in der vergangenen Nacht in Friedrichshain ein Feuer gelegt und Polizisten angegriffen. Zeugen-Aussagen zufolge schichteten gegen 1.15 Uhr mehrere Vermummte auf der Rigaer Straße Tannenbäume übereinander und zündeten sie an. Anwohner alarmierten daraufhin Polizei und Feuerwehr.
Als die Einsatzkräfte eintrafen, waren mehrere Vermummte auf den Dächern. Da nicht sicher war, ob die Personen Gegenstände von den Dächern werfen würden, konnten die Feuerwehrleute nicht an den Brand heran. Erst eine eintreffende, mit spezieller Schutzausrüstung ausgerüstete Einsatzhundertschaft begab sich schließlich zum Feuer. Dort wurden die Beamten gezielt mit Pyrotechnik angegriffen, hieß es von der Polizei. Nach rund einer Viertelstunde endete der Beschuss, sodass die Polizisten anschließend das Feuer löschten. Es wurden keine Einsatzkräfte verletzt. Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamts Berlin übernimmt die weiteren Ermittlungen.
Bäderbetriebe bestätigen Chlor-Unfall in Strausberg
13.28 Uhr: Die Verletzungen mehrerer Menschen in einer Schwimmhalle in Strausberg im Nordosten Brandenburgs sind auf einen verstärkten Chlor-Austritt zurückzuführen. Das Wasser sei mit Chlor kontaminiert gewesen und die Konzentration habe über den Grenzwerten gelegen, sagte Markus Derling, Geschäftsführer der Strausberger Bäder GmbH. Das Chlor sei auch in die Raumluft übergegangen.
Die Polizei bestätigte den Chlor-Austritt bislang nicht als Ursache für die Verletzungen. Die Ermittlungen zur Ursache liefen, es werde auch der Verdacht der fahrlässigen Körperverletzung geprüft.
Mehrere Besucher des Schwimmbades in Strausberg im Kreis Märkisch-Oderland hatten am Mittwoch über Übelkeit und Atemwegsreizungen geklagt. Der Geschäftsführer der Bäderbetriebe sprach von 25 Betroffenen. Verletzt wurden demnach 19 Schüler im Alter von 15 bis 16 Jahren, vier Mitarbeiter des Bades sowie zwei Lehrer. Neun Menschen kamen ins Krankenhaus, einer davon wurde mit einem Hubschrauber in eine Berliner Klinik gebracht.
Die anderen wurden nach Angaben des Geschäftsführers von ihren Eltern abgeholt. Eine Vielzahl von Rettungskräften und Einsatzkräften der Polizei war am Mittwochnachmittag ausgerückt. Worauf der Chlor-Austritt zurückzuführen sei, könne er bisher nicht sicher sagen, erklärte Derling. Die Schwimmhalle war weiterhin gesperrt.
Durchsuchungen wegen illegaler Beschäftigung auch in Berlin
13.25 Uhr: Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main hat Wohnobjekte in mehreren Bundesländern wegen des Verdachts der besonders schweren illegalen Beschäftigung, der besonders schweren Steuerhinterziehung und der bandenmäßigen Urkundenfälschung durchsucht.
Insgesamt 49 Objekte im Rhein-Main-Gebiet, mit Frankfurt am Main als Schwerpunkt, sowie in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Berlin seien durch Ermittler durchsucht worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit.
Den Angaben zufolge wird den insgesamt 30 Beschuldigten vorgeworfen, seit 2022 bis heute Personenbeförderungen über Plattformen fast ausschließlich mit Fahrern angeboten zu haben, die nicht zur Sozialversicherung gemeldet sind.
Auch sollen diese oft keine Personenbeförderungsscheine besessen haben, sondern nur mit Fälschungen ausgestattet worden seien. Zudem hätten die Tätergruppe die Umsatzsteuer für die Fahrten nicht abgeführt. Ihnen wird eine Gesamtschadenssumme von etwa zwei Millionen Euro zur Last gelegt.
Neben den Durchsuchungen sei am Morgen auch ein Vermögensarrest über 1,8 Millionen Euro gegen die Beschuldigten vollstreckt worden. Mehr als 100 Autos wurden in diesem Zusammenhang laut Staatsanwaltschaft gepfändet. Auch Bargeld im sechsstelligen Bereich, darunter 238.000 Euro in einem Gefrierfach in der Wohnung des Hauptbeschuldigten, seien sichergestellt worden.
Havel bei Caputh verschmutzt – Polizei ermittelt
12.58 Uhr: Verschmutztes Wasser in der Havel hat bei Caputh (Landkreis Potsdam-Mittelmark) einen Einsatz der Wasserschutzpolizei ausgelöst. Eine Zeugin meldete am Mittwochnachmittag starken chemischen Geruch und einen Ölfilm auf der Havel, wie die Polizei mitteilte.
Einsatzkräfte stellten vor Ort eine Verschmutzung auf einer Fläche von mehreren Hundert Quadratmetern fest. Laut Polizei wurde ein Verursacher zunächst nicht ausfindig gemacht. Die Polizei nahm eine Anzeige auf. Gewässerproben wurden entnommen, deren Auswertung noch andauerte.
Krankentransport-Mitarbeiter in Lichtenberg fremdenfeindlich beleidigt und bedroht
11.25 Uhr: In Lichtenberg kam es am Mittwochabend zu einem Vorfall mit fremdenfeindlichem Hintergrund. Gegen 21.30 Uhr hielten zwei Mitarbeiter eines Krankentransportunternehmens auf der Bornitzstraße an, nachdem ein unbekannter Mann am Straßenrand auf sich aufmerksam gemacht hatte. Als die 25- und 26-jährigen Männer ausstiegen, wurden sie von dem Mann fremdenfeindlich beleidigt und bedroht.
Er soll zudem gedroht haben, seine beiden Hunde auf die Männer zu hetzen. Die Mitarbeiter flüchteten in ihr Fahrzeug, woraufhin der Mann mit einer Hundeleine auf den Transporter einschlug und diesen beschädigte. Anschließend entfernte sich der Unbekannte in Richtung Ruschestraße. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Suche nach 24-Jährigem aus Rathenow geht weiter
10.53 Uhr: Spürhunde und Polizisten suchen in einem Wald am Wolzensee weiter nach einem vermissten 24-Jährigen aus Rathenow (Havelland). „Wir haben ein Waldgebiet von 50 Hektar. Bei der Größe war es gestern nicht zu schaffen“, sagte eine Sprecherin der Polizeidirektion West. Daher werde die Suche nun fortgesetzt. Im Einsatz seien zwölf Spürhunde und 60 Polizisten, sagte die Sprecherin. Das Waldgebiet befindet sich in der Nähe von Rathenow.
„Wir suchen nach allem, was uns weitere Hinweise bringen kann“, sagte die Sprecherin. Ob – wie am Mittwoch – auch noch einmal ein Hubschrauber mit Kameras das Waldgebiet nach Auffälligkeiten absuche, sei noch unklar. Dies hänge unter anderem vom Wetter ab. Sie gehe davon aus, dass die Suche bis zum Einbruch der Dunkelheit dauere.
Die Polizei geht in dem Fall von einem Gewaltverbrechen aus. Es wird wegen eines Tötungsdeliktes ermittelt. Zum Anlass für den großangelegten Polizeieinsatz sagte die Polizei-Sprecherin, es hätten sich in den Ermittlungen weitere Hinweise ergeben, denen nachgegangen werde. Welcher Art diese Hinweise waren, sagte sie nicht.
Im vergangenen April verschwand der 24-Jährige aus Rathenow. Er soll in Begleitung eines bislang unbekannten Mannes, der mit einem Fahrzeug unterwegs war, in einem Baumarkt gewesen sein, wie es von der Polizei im Dezember hieß. Die Mordkommission der Kriminalpolizei suchte Zeugen.
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10.20 Uhr: Aufgrund eines Brandes sind 66 Bewohner eines Mehrfamilienhauses im brandenburgischen Velten (Landkreis Oberhavel) am Mittwochabend evakuiert und in einem Bürgerzentrum untergebracht worden. Das Feuer ist nach ersten Informationen der Polizei im Keller des Hauses ausgebrochen. Die Brandursache sei bislang unklar, verletzt worden sei niemand. Alle Bewohner der drei betroffenen Hauseingänge hätten das Gebäude rechtzeitig verlassen.
Die Löscharbeiten wurden den Angaben nach in den frühen Morgenstunden beendet. Mittlerweile könnten die Bewohner wieder zurück in ihre Wohnungen, teilte die Polizei weiter mit. Die Ermittlungen zum genaueren Geschehen laufen. Zur Höhe des Sachschadens gab es zunächst keine Informationen.
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Drohmails an Brandenburger Schulen – Polizei ermittelt
10.15 Uhr: An mehreren Schulen in Brandenburg an der Havel sind Drohmails eingegangen. Insgesamt seien acht Schulen im Stadtgebiet betroffen, sagte eine Sprecherin der Polizei. Eine Absuche der Polizei habe bereits stattgefunden. Die Beamten sehen nach eigenen Angaben derzeit „keine Gefahrenlage“. Zunächst hatte die „Märkische Allgemeine Zeitung“ berichtet.
Ob die Schulen ihren Betrieb im Laufe des Tages aufnehmen, obliegt laut der Polizei ihnen selbst. Die Polizei ermittelt nun wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhen von Straftaten. Zum Inhalt der Drohschreiben äußerte sie sich nicht weiter.
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BM/dpa






