Kurz nach Berichten über eine Einigung zu einer Waffenruhe im Gazastreifen haben sich Dutzende Menschen am Mittwochabend spontan in Neukölln versammelt. Die kurzfristig angemeldete Kundgebung am Hermannplatz habe „Jubelcharakter“, sagte ein Polizeisprecher.

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Nach Angaben der Polizei waren 150 propalästinensische Teilnehmer vor Ort. Die Kundgebung sei zunächst friedlich verlaufen, die Stimmung sei positiv gewesen. Es wurden Bonbons und Baklava verteilt. Am späteren Abend kam es laut Polizei wiederholt zu Straftaten. Gegen 20.20 Uhr wurde Pyrotechnik aus einem Fahrzeug heraus gezündet. Zwei Polizeibeamte erlitten dadurch Atemwegsreizungen. Da der Versammlungsleiter keine Einflussmöglichkeiten mehr auf die Kundgebung hatte, wurde sie letztendlich aufgelöst.
Insgesamt wurden sieben Strafanzeigen wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen sowie eine Ordnungswidrigkeitenanzeige wegen eines Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetztes gefertigt, teilte die Polizei einen Tag später mit. Es seien sechs Personen festgenommen worden.
Israel und die islamistische Hamas haben sich nach Berichten mehrerer israelischer Medien auf eine Waffenruhe im Gazastreifen und die Freilassung von Geiseln im Gegenzug für palästinensische Häftlinge geeinigt. Eine offizielle Bestätigung werde in den kommenden Stunden erwartet, hieß es.
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bün/dpa





