Fahrgäste der U-Bahn-Linie U6 müssen sich auf die nächste Einschränkung einstellen: Ab Montag, 13. Januar, halten am Bahnhof Seestraße keine Züge mehr in Richtung Alt-Mariendorf. Dies gilt für mindestens anderthalb Jahre. Erst im Herbst 2026 sollen die U-Bahnen wieder am westlichen Bahnsteig halten, wie die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) auf Aushängen an der Station informieren. Wer nach Alt-Mariendorf will, muss bis dahin von der Seestraße zunächst nach Rehberge fahren und von dort in die Gegenrichtung zurück. Zuerst hatte das Portal „Weddingweiser“ darüber berichtet.

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Als Grund für die Sperrung benennt das Verkehrsunternehmen Bahnsteigarbeiten. Tatsächlich wird der U-Bahnhof Seestraße schon seit Längerem saniert. Wer aktuell auf dem Bahnsteig steht, sieht nackten Beton an der Decke und freiliegende Kabel. Die Bauarbeiten an dem 1923 eröffneten Bahnhof starteten bereits 2018. Doch weil die Bausubstanz schlechter war, als angenommen, ist auch das Projekt aufwendiger als zunächst gedacht. Mit einem Abschluss des gesamten Umbaus rechnete die BVG zuletzt daher erst für das Jahr 2028.

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U-Bahn-Linie U6: Fahrgäste sind Bauarbeiten bereits gewöhnt

Fahrgäste der Linie U6 sind längerfristige Einschränkungen bereits gewöhnt: Schon seit 2022 ist der nördliche Abschnitt zwischen Kurt-Schumacher-Platz und Alt-Tegel gesperrt, der ebenfalls umfangreich saniert wird. Unter anderem entsteht eine neue Brücke und es werden weitere U-Bahnhöfe instandgesetzt. Gegenüber dem ursprünglichen Zeitplan hat sich das Projekt allerdings erheblich verzögert – und wird nun wahrscheinlich zu einem ähnlichen Zeitpunkt fertig wie der U-Bahnhof Seestraße. Wie zuletzt einer Ausschreibung der BVG zu entnehmen war, sollen Züge voraussichtlich wieder ab dem 30. September 2026 fahren.

Auch im Bereich der Seestraße gibt es nach dem Wasserrohrbruch zurzeit weitere Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr: Die Tram-Linien M13 und 50 sind noch bis auf Weiteres unterbrochen. Zwischen Osloer Straße und Virchow-Klinikum fahren zum Ersatz Busse.