Der Dezember bedeutet für Fahrgäste im Fern- und Nahverkehr traditionell: Der jährliche große Fahrplanwechsel steht an. Auch dieses Mal gibt es diverse Änderungen bei der Deutschen Bahn, der S-Bahn und den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG), von denen die Berlinerinnen und Berliner profitieren sollen.

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Für die Hauptstadt bringt der neue Fahrplan so zusätzliche Verbindungen, vor allem ins Ausland. Und auch für einen beliebten Bahnhof im Westen der Stadt gibt es deutliche Verbesserungen: den Bahnhof Zoo. Viele Fernverkehrszüge, die zu den Tagesrandzeiten, also vor 7 Uhr und nach 20 Uhr, unterwegs sind, sollen nun auch an der Station in der City West halten. „So können dort künftig am Tag insgesamt rund 20 Fernverkehrshalte mit Direktverbindungen wie nach/von Nordrhein-Westfalen und der Schweiz realisiert werden“, erklärte die Deutsche Bahn. Damit komme man „einem großen Wunsch aus Berlin entgegen“.
Zuletzt hielten nur noch sehr wenige Fernverkehrszüge am Bahnhof Zoo, täglich gegen 0.30 Uhr geht es etwa von dort nach Köln. Früher war der Bahnhof Zoo an deutlich mehr Fernverkehrsverbindungen angebunden, doch mit Eröffnung des Hauptbahnhofs wurden alle ICE-Halte am Zoo gestrichen. Begründet wurde das damals unter anderem mit der Fahrzeitverlängerung, die ein zusätzlicher Stopp mit sich bringe, und der hohen Auslastung der Stadtbahn. Seither gab es jedoch immer wieder Forderungen, wieder mehr Fernverkehrszüge an der Station halten zu lassen.
Mehr Verbindungen nach Polen – Neue ICE-Nachtverbindung in die Schweiz
Der neue Fahrplan soll Deutschland von Berlin aus insbesondere ans Ausland besser anbinden. Ein wichtiger Teil: die neue direkte ICE-Verbindung zwischen Berlin und Paris. Einmal pro Tag verkehrt dann ein Zug zwischen den beiden Hauptstädten, das erste Mal am Montagvormittag. Acht Stunden dauert die Fahrt.
Auch das Fahrtangebot zwischen Deutschland und Polen wird ausgeweitet. „Damit sind zwischen Berlin, Breslau und Krakau insgesamt drei umsteigefreie EC-Fahrten pro Tag und Richtung unterwegs“, teilte die Bahn mit. Außerdem bringt der neue Fahrplan eine neue ICE-Nachtverbindung zwischen Berlin und der Schweiz. Der ICE hält unter anderem in Basel, Zürich sowie Chur.
Deutsche Bahn: Neue Sprinter-Verbindungen von Berlin nach Frankfurt
Im Inland kommt ein zusätzlicher Direktzug zwischen Berlin und Saarbrücken hinzu. Auch zwischen Bremen und der Hauptstadt soll ein zweiter täglicher Direktzug fahren. Zwischen Rostock und Berlin baut die Bahn das Angebot ebenfalls aus. Ein neuer ICE am Vormittag fährt von Warnemünde/Rostock dann weiter über Leipzig, Erfurt und Frankfurt nach Stuttgart.
S-Bahn Berlin – Mehr zum Thema
Dazu bringt der neue Fahrplan Berlin unter anderem sechs zusätzliche Sprinter-Verbindungen von und nach Frankfurt. Sie verkehren ohne Zwischenhalt an Hannover und Fulda, sodass die Fahrzeit zwischen der Hauptstadt und der Mainmetropole auf rund vier Stunden verkürzt wird. Damit sind die Sprinter, wenn pünktlich, rund 20 Minuten schneller auf der Verbindung unterwegs als die regulären Fernzüge.
Berliner S-Bahn: Verbesserungen vor allem am Morgen und Abend
Auch bei der Berliner S-Bahn tut sich, in kleinerem Umfang, auf mehreren Linien etwas. „Mit dem neuen Fahrplan profitieren die Fahrgäste vor allem im Süden und Südwesten von mehr Fahrten am Abend und am frühen Morgen“, erklärte S-Bahn-Chef Peter Buchner. So fährt die Linie S1 im südlichen Abschnitt künftig etwas länger, bis 22 Uhr, im 10-Minuten-Takt. Die S2 fährt ebenfalls länger alle zehn Minuten, auf dieser Linie gilt die Änderung zwischen Buch und Nordbahnhof bis circa 22.30 Uhr.
Bei der Linie S7 gibt es mehrere kleine Anpassungen: Der Zehn-Minuten-Takt von und nach Potsdam gilt künftig ebenfalls bis circa 22 Uhr, montags bis freitags startet die erste Fahrt ab Potsdam-Hauptbahnhof in Richtung Berlin bereits 20 Minuten früher. In den Nächten ohne durchgängigen Zugverkehr gibt es je eine zusätzliche Fahrt von und nach Potsdam. Die S26 fährt an Wochenenden abends 40 Minuten länger im Abschnitt zwischen Potsdamer Platz und Teltow Stadt.
Berliner S-Bahn bekommt neuen Bahnhofsnamen
Ein gerade auch von Kongress-Besuchern in Berlin viel genutzter S-Bahnhof erhält am Sonntag zudem einen neuen Namen. Die bisherige Station S Messe Nord/ICC heißt dann S Messe Nord/ZOB. „Darauf haben sich die Deutsche Bahn, der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg und der Berliner Senat nach der Umgestaltung des Zentralen Omnibusbahnhofs geeinigt“, hieß es in einer Mitteilung der Berliner S-Bahn. Die Bushaltestelle in der Neuen Kantstraße wird laut BVG in S Messe Nord umbenannt.
Bei der BVG gibt es insgesamt vor allem kleinere Änderungen an Linienführungen. Pankower profitieren aber von der neuen Buslinie 358. Der Kiezbus fährt vom und zum S-Bahnhof Blankenburg und soll dabei die Einfamilienhausgebiete nördlich und östlich des Bahnhofs erschließen. Unterwegs ist der Bus montags bis freitags im 20-Minuten-Takt von circa 6 bis 20 Uhr. Um die Einführung des Kiezbusses wurde jahrelang gestritten. Schon 2009 stand die Verkehrslösung für die Wohngebiete im Raum, die tatsächliche Umsetzung folgt nun 15 Jahre später.
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