Schon im Jahr 2009 schien die Verkehrslösung für den schlecht erschlossenen Pankower Ortsteil Blankenburg sicher. Doch es sollten rund 15 Jahre vergehen, bis die Einführung für den Kiezbus amtlich wurde. Nun steht der Termin für die Jungfernfahrt der neuen Linie 358 fest: Am Montag, 16. Dezember, begibt sich erstmals ein Fahrzeug der BVG auf eine Strecke in zwei Schleifen rund um den S-Bahnhof Blankenburg. 16 Haltestellen auf rund 10 Kilometern in Einfamilienhausgebieten und am alten Anger des Ortsteils fährt der 358er in rund 30 Minuten ab – wobei diese Stationen zunächst einmal provisorisch angelegt sind.

Donnerstag

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Denn zur Geschichte des Verkehrsprojekts gehört es, dass Senat, Bezirksamt Pankow und BVG über zehn Jahre darüber stritten, ob die schmalen, teils maroden Kiezstraßen Omnibusse verkraften können – und ob man das Streckennetz mit stabileren Straßenbelägen zunächst ausbauen muss.

BVG schickt Klein-Busse in Pankower Orsteil mit schmalen Straßen

Kiezbus Blankenburg Linienführung
In rund 30 Minuten durch Pankow-Blankenburg: Diese Linienführung für den Kiezbus gilt als gesetzt. In zwei Schleifen werden Siedlungen rund um den örtlichen S-Bahnhof erschlossen.© Bezirksamt Pankow/ BM | Bezirksamt Pankow

Weil dafür das Geld und die Zeit fehlten, setzte die Abteilung von Verkehrsstadträtin Manuela Anders-Granitzki (CDU) eine einfache Lösung durch, die mit improvisierten Lösungen für Haltestellen und kleineren Fahrzeugen auskommt, dank denen man auch holprige Gassen durchqueren kann. Zum Einsatz kommen nach Morgenpost-Informationen Klein-Busse mit 11 Sitz- und 12 Stehplätzen.

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Schon im Pankower Verkehrsausschuss im Juli hatte das Bezirksamt den Durchbruch gemeldet – und einen Start noch in diesem Jahr angekündigt. Die neue Buslinie verkehrt ab kommender Woche zunächst werktags auf zwei Routen, die jeweils westlich und östlich der S-Bahntrasse im Einrichtungsverkehr verlaufen und die Wohngebiete mit dem S-Bahnhof Blankenburg verbinden.

Blankenburg: Erst der Kiezbus, dann die Straßenbahn

Für die provisorischen Haltestellen nimmt die Senatsverkehrsverwaltung exakt 166.597,70 Euro in die Hand. Ein vergleichsweise kleiner Kostenblock für den Lückenschluss bei der Anbindung des S-Bahnhof Blankenburg an abgelegene Siedlungsgebiete.

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Bei einer Verstetigung des Projekts soll die neue Ringbus-Linie 358 mit fest ausgebauten Haltestellen dafür sorgen, dass Pendler verstärkt über die S-Bahnlinien S2 und S8 in Berliner Stadtzentrum fahren – und das eigene Auto stehen lassen. Mittelfristig bringt aber vor allem die Verlängerung der Straßenbahnlinie M2 an den Blankenburger Pflasterweg eine verbesserte Verkehrsanbindung des Ortsteils in Richtung City Ost.

Ob für das neue Stadtquartier Blankenburger Süden mit bis zu 8000 Wohnungen zusätzlich auch eine Verlängerung der U-Bahnhlinie U9 ab Olsoer Straße über Wollankstraße und S-Bahnhof Pankow Heinersdorf infrage kommt, lässt der Berliner Senat mit einer Studie prüfen.