Einige der berühmtesten Städte der Welt erwachen erst nach Einbruch der Dunkelheit zum Leben. Das britische Magazin „Time Out“ hat 13 dieser Metropolen in seine Liste der „The world’s 13 best cities for nightlife right now“ aufgenommen. Berlin hat dabei einen herausragenden dritten Platz erreicht – und das aus gutem Grund.
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Berlin führt das europäische Nachtleben-Ranking an
Als internationaler Kultur- und Veranstaltungsführer, der in über 300 Städten in 58 Ländern vertreten ist, hat „Time Out“ weltweit Tausende von Menschen zu ihrem Nachtleben befragt. Die Bewertungskriterien umfassten die Qualität und Erschwinglichkeit des Nachtlebens sowie die beliebtesten Orte und Erlebnisse in den jeweiligen Städten.

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Berlin führt die Rangliste der europäischen Städte mit dem besten Nachtleben an. Die deutsche Hauptstadt erreichte beeindruckende 82 Prozent in der Kategorie „Qualität“ und 48 Prozent in der Kategorie „Erschwinglichkeit“. Vor allem die Techno-Szene und die rund um die Uhr pulsierende Clubkultur haben Berlin an die Spitze gebracht. Besonders hervorgehoben wurden Clubs wie der legendäre Tresor und das Matrix, in denen je nach Tageszeit Techno, Electro und House gespielt wird. Aber auch Bezirke wie Friedrichshain, der sich trotz Gentrifizierung seinen ursprünglichen Charme bewahrt hat, und die Warschauer Straße, die oft als „Ballermann Berlins“ bezeichnet wird, wurden von den Befragten geschätzt.
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Berlins wandelbares Nachtleben: Zwischen wilden Raves und ruhigen Events
Die in Berlin lebende Autorin Anna Geary-Meyer, die für „Time Out“ schreibt, hebt die Anpassungsfähigkeit der Berliner Nachtszene hervor: „In den letzten Jahren sind einige beliebte Clubs verschwunden, zuletzt das Loophole in Neukölln, aber Berlin erfindet sich immer wieder neu“. Outdoor-Raves, die nach einer 15-monatigen Zwangspause durch Corona ein Comeback feiern, zeigen die lebendige und spontane Seite des Berliner Nachtlebens. Ein Beispiel ist das Techno-Event „Rave the Planet“, das nach Angaben der Berliner Polizei im vergangenen Jahr rund 200.000 Menschen vor das Brandenburger Tor und die Siegessäule lockte.
Doch Berlin hat nicht nur wilde Raves zu bieten. Geary-Meyer beobachtet auch einen Trend zu „sanfteren“ Veranstaltungen. Sie nennt etwa „Fandango“, einen Eventveranstalter, der wöchentliche Strandpartys am Plötzensee organisiert, bei denen neuerdings auch inklusive Gemeinschaften ausgelassen feiern können. Oder das „Kwia“, eine Ambient-Listening-Bar, in der die Gäste ohne Schuhe auf dem weißen Teppich zu langsamer Dembow-Musik tanzen und der DJ auch mal auf dem Boden sitzend auflegt – eine ruhige Alternative zur sonst schnellen und lauten Berliner Clubszene.
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Berlin im weltweiten Vergleich: Platz drei hinter den Nachtleben-Hotspots Manila und Rio de Janeiro
Im internationalen Vergleich belegt Berlin den dritten Platz, knapp hinter Manila und Rio de Janeiro. Das Nachtleben in Manila überzeugte vor allem durch seine nächtlichen Lebensmittelmärkte und die lebendigen Viertel Poblacion und Bonifacio Global City. Mit einer Qualitätsbewertung von 78 Prozent lag die philippinische Hauptstadt jedoch hinter Berlin.
Rio de Janeiro konnte mit neuen, angesagten Hotspots wie der Vian Cocktail Bar, die sich am Wochenende in Tanzflächen verwandeln, und einem deutlichen Aufschwung des Nachtlebens seit dem Ende der Pandemie punkten. Die brasilianische Metropole erzielte beeindruckende 90 Prozent in der Kategorie „Qualität“ und wird zudem für ihre Erschwinglichkeit hoch geschätzt.





