Gleich dreimal tritt Rammstein im Zuge der diesjährigen Europa-Tournee im Juli in Berlin auf. Die Open-Air-Konzerte finden im Olympiastadion statt. Unter dem Eindruck von Missbrauchs-Vorwürfen gegen Rammstein-Frontmann Till Lindemann fordern gleich zwei Online-Petitionen die Absage der Konzerte in Berlin. Doch Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) sieht dafür keine rechtliche Handhabe, wie sie am Dienstag nach der Sitzung des Senats mitteilte.
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Sie sei, so die Innensenatorin, sowohl mit Kultursenator Joe Chialo als auch mit dem Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (beide CDU) in Sachen Rammstein „in ständiger Verbindung“. Das, was in ihrem Zuständigkeitsbereich liege, sei bereits veranlasst: „Es wird in unseren Berliner Liegenschaften keine Aftershowpartys geben“, bekräftigte sie. Dieses habe sie in der Verpflichtung, Gefahren abzuwehren, vertreten können. Doch für ein Verbot sämtlicher Konzerte sehe sie keine Chance. Lesen Sie auch:
Unschuldsvermutung gilt auch für Rammstein
Das Olympiastadion sei zwar im Besitz des Landes Berlin und als zuständige Senatorin für Sport sitzt Iris Spranger in dessen Aufsichtsrat. „In unserem Rechtsstaat, da sind wir uns alle drei einig, gilt die Unschuldsvermutung“, betonte Spranger. Diese gelte auch für die Band. Allerdings „wiegen die Vorwürfe schwer, und Sie können sich vorstellen, dass mir als weiblicher Innensenatorin die Sicherheit der Frauen sehr am Herzen liegt“, so Spranger weiter. „Das, was ich machen konnte, habe ich gemacht.“

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Zwei Petitionen fordern Senat zum Handeln auf
Unter dem Titel „Keine Bühne für Rammstein“ werden Berlins Innensenatorin, Kultursenator Chialo sowie der Geschäftsführer des Austragungsortes Olympiastadion, Timo Rohwedder, konkret aufgefordert, die drei Berliner Konzerte abzusagen. „Solange die Vorwürfe nicht geklärt sind, sind Konzerte der Band kein sicherer Ort für Mädchen und Frauen. Jetzt gilt es zu zeigen, dass Berliner*innen mutmaßlichen Tätern #KeineBühne bieten“, heißt es in der Begründung der Petition, die bereits knapp 60.000 Menschen unterzeichnet haben.
Eine weitere Petition mit dem Titel „Berlin: Stoppt die Rammstein-Konzerte! #MissbrauchAbsagen“ hat bereits mehr als 32.000 Unterschriften. „Sexualisierte Gewalt, Machtmissbrauch, Gewaltfantasien dürfen keinen Platz auf oder hinter Deutschlands Bühnen bekommen!“, fordert die Petition.







