- Fans sind verzaubert von Füllkrugs Tochter Emilia
- Nach deutschem Sieg jubelt ganz Berlin
- Telekom-Störung macht Fans einen Strich durch die Rechnung
Wir schließen dieses Newsblog. Die wichtigsten Nachrichten und Eindrücke von der Fußball-EM 2024 in Berlin lesen Sie hier.
EM 2024 in Berlin – News vom 15. Juni: Füllkrug feiert mit Tochter – Fans geraten ins Schwärmen
7.55 Uhr: Niclas Füllkrug hat den perfekten Start der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in die Heim-EM mit seiner Tochter auf dem Arm gefeiert. „Wunderschön. Meine Kleine ist in einem Alter, wo sie das schon alles ein bisschen versteht, und für sie ist immer ganz, ganz wichtig, dass wir gewinnen, sonst ist sie traurig“, sagte der 31-Jährige nach dem 5:1 der DFB-Auswahl am Freitagabend gegen Schottland im ZDF. Der Dortmunder Stürmer hatte in der 68. Minute zum zwischenzeitlichen 4:0 getroffen.
Lesen Sie hier: Deutschland gewinnt – und Berlin macht Party
Tochter Emilia holte sich Füllkrug dann unmittelbar nach dem Schlusspfiff mit auf den Rasen. „Das war für mich ein ganz toller Moment mit ihr, das dann zu feiern“, sagte Füllkrug. „Ein EM-Sieg im eigenen Land, das sind Bilder, die für immer bleiben werden.“
Der Vater-Tochter Moment vom Rasen in München entzückt Fans im Netz. „Besser gehts nicht“, jubelt ein Fan bei X. „Sympathisch“, freut sich ein anderer. Ein anderer feiert den Dortmunder Stürmer: „So ein Gigachad, kommt rein schießt fast 2 Tore und nach den Sieg direkt zur Tochter.“

News vom 14. Juni: Deutschland gewinnt 5:1, ganz Berlin jubelt!
23:00 Uhr: In der 93. Minute schießt Emre Can noch ein Tor für Deutschland. Dann wird abgepfiffen. Das Spiel ist aus und ganz Berlin jubelt!!!
4:0! Deutsche Fans stimmen Fangesänge an
22.40 Uhr: Im hinteren Teil der Fanmeile stimmte eine Handvoll Schotten „Is this a library?“-Gesänge („Ist das hier eine Bücherei?“) an, die eigene Dominanz hatte auf die deutschen Fans etwas einschläfernd gewirkt. Dann aber macht Füllkrug das 4:0, die deutschen Anhänger erwachen wieder - und es hallt „O, wie ist das schön“ über die Fanmeile.

3:0 für Deutschland, Berliner Fanmeile feiert
21.48 Uhr: „So sehen Sieger aus“, skandieren die Fans auf der Berliner Fanmeile nach dem Elfmeter durch Kai Havertz. Schottland muss nach einem Foul an Ilkay Gündogan zu zehnt spielen.
Das Spiel läuft – die Fans fiebern mit
21.15 Uhr: Das Spiel läuft. Jede Aktion der Deutschen wird umgehend mit Jubel bedacht. Auf der vollen Fanmeile ist die Stimmung trotz des durchwachsenen Wetters ausgelassen. Immer wieder prosten sich deutsche und schottische Fans zu.
Vor der Bühne, auf der der große Monitor aufgebaut ist, werden zahlreiche „Cheersticks“ in die Höhe gereckt. Das sind schwarz-rot-goldene, luftgefüllte Stäbe aus Plastik. Vielleicht ist das das Fan-Accessoire der EM?
Telekom-Störung zum EM-Auftakt
21.00 Uhr: Falls Sie gerade kein Handy-Netz haben: Sie sind nicht allein. Die Telekom kämpft derzeit mit einer großen Störung. Ausgerechnet zum Eröffnungsspiel der Fußball-EM in Deutschland haben viele Kundinnen und Kunden des Unternehmens Probleme. Lesen Sie hier alle Details zur Störung bei der Telekom.
Fans geben kurz vor Anpfiff ihre Tipps ab
20.49 Uhr: Kurz vor Anpfiff der Partie geben Fans ihre Tipps ab. „Deutschland wird das Ding auf jeden Fall 3:0 holen“, sagt etwa Olli beim Betreten der Fanmeile. Doch auch Fans aus Kroatien sind schon in der Stadt, um Fußball zu schauen. Was die Chancen der deutschen Mannschaft angeht, herrscht zumindest an diesem Abend Einigkeit mit den heimischen Fans: „Deutschland gewinnt 2:0. Mindestens“, sagt Daniel.
Die Unterstützer Schottlands sehen das natürlich anders. „Schottland gewinnt 2:0. Das wird der größte Moment in der Geschichte des schottischen Fußballs in den vergangenen 50 Jahren“, ist Stuart überzeugt.
Fans feiern in Berlin – Profis wärmen sich in München auf
20.31 Uhr: In Berlin feiern Tausende Fans in der Fan-Zone vor dem Brandenburger Tor. In München machen sich derweil die Profis warm. Die sportlichen Ereignisse des Abends können Sie in unserem Live-Ticker zum EM-Spiel Deutschland – Schottland verfolgen.
Die Einlassstellen zur Fanzone jetzt vollständig geschlossen
20.00 Uhr: Aufgrund des großen Besucherandrangs wurden die Einlassstellen zur Fanzone am Brandenburger Tor bereits geschlossen. Niemand werde mehr hineingelassen, schreibt die Polizei auf X. Fans müssten fürs Public Viewing auf die Fanzone am Reichstag ausweichen. In welchen Biergärten in Berlin Sie das EM-Spiel verfolgen können, lesen Sie hier.
Live in der Fan-Zone – Viele Nationen feiern gemeinsam
19.25 Uhr: Die Stimmung am Brandenburger Tor nimmt Fahrt auf. Rapper Ski Aggu trägt ein Trikot der WM 2006 und heizt der Menge ordentlich ein. Auch die Schotten tanzten ausgelassen zur Musik des Berliner Künstlers. Vor den Eingängen werden die Schlangen derweil immer länger, die Fanmeile ist inzwischen weit bis in die Straße des 17. Juni hinein gefüllt und es kommen immer mehr Menschen. Insbesondere im vorderen Teil der Fanmeile bilden sich lange Schlangen vor den Verpflegungsständen, im hinteren Teil ist noch etwas mehr Raum.

EM-Fußballspiele treiben Hotelpreise an Veranstaltungsorten hoch
19.15 Uhr: Die EM-Fußballspiele führen zu drastisch steigenden Hotelpreisen an den jeweiligen Veranstaltungsorten im Juni und Juli. Das hat eine Auswertung der Buchungen bei dem Vergleichsportal Check24 ergeben, die unserer Redaktion vorliegt. Wer beispielsweise für den 2. Spieltag der Europameisterschaft (EM) vom 19. auf den 20. Juni in München übernachten will, muss für eine Unterkunft pro Nacht und Zimmer durchschnittlich 272 Euro bezahlen – und damit 94 Prozent mehr als sonst. Im Vergleich zur darauffolgenden Woche kostet ein Doppelzimmer sogar 431 Prozent mehr, so Check24.
In Dortmund steigen die Kosten für eine Hotelübernachtung an Spieltagen am stärksten. Am 25. Juni zahlen Reisende in Dortmund 371 Euro je Nacht und Zimmer. Das sind 188 Prozent oder 242 Euro mehr als im Monatsdurchschnitt. In Gelsenkirchen liegen die durchschnittlichen Hotelkosten je Nacht und Zimmer am jeweils teuersten Spieltag bei 318 Euro und damit um 113 Prozent. In Stuttgart steigen die Preise im Schnitt um 88 Prozent auf 221 Euro.
- Nicht nur Sport: EM 2024 – Aktuelle News und kuriose Geschichten abseits des Platzes
- Krise während der EM:Beziehungskiller Fußball? Das steckt wirklich hinter dem Konflikt
- Live dabei: EM 2024 im TV und Stream – Wer überträgt die Spiele?
- Nichts verpassen: Wann spielt Deutschland bei der EM? Alle Termine und Zeiten
- Punkte sammeln: Experte verrät 5 geheime Strategien fürs EM-Tippspiel
Deutlich moderater ist der Preisanstieg in Berlin und Hamburg. Allerdings ist in den beiden Städten der Monatsdurchschnitt für eine Übernachtung generell vergleichsweise hoch. Reisende zahlen in Berlin im Juni und Juli im Schnitt 144 Euro pro Nacht und Zimmer, am teuersten Tag 195 Euro und damit 36 Prozent mehr als sonst. In Hamburg steigen die Preise von 152 Euro im Schnitt auf bis zu 204 Euro, was einem Plus von 34 Prozent entspricht.
„Aufgrund der hohen Übernachtungskosten ist es in diesem Eventsommer besonders lohnenswert, Anbieter und Preise zu vergleichen“, sagt Markus Gößler, Geschäftsführer Hotel bei Check24. So könnten Reisende derzeit auch am teuersten Tag in München noch bis zu 20 Prozent oder 161 Euro sparen. „Wer nur einen Städtetrip plant, sollte im Sommer auf Termine ausweichen, an denen keine Großevents stattfinden. Dann sind deutlich mehr Hotels verfügbar und die Preise bezahlbarer.“
Polizei gibt Entwarnung an der Fan-Zone – Verdächtiger Gegenstand unauffällig
19.05 Uhr: Der von der Berliner Polizei untersuchte verdächtige Rucksack enthielt keine gefährlichen Gegenstände. Daher wurde der Bereich wieder für Besucher freigegeben, bestätigte eine Polizeisprecherin. Ob der Mann, der dem Gepäckstück zugeordnet und festgenommen wurde, noch immer in Gewahrsam ist und ob gegen ihn ermittelt wird, war kurz nach der Entwarnung unklar. Was genau in dem Rucksack war, ist ebenfalls nicht bekannt.
Ausgelassene Stimmung vor Spiel Deutschland – Schottland
18.19 Uhr: In der Fan-Zone am Brandenburger Tor warten schon zahlreiche Fußballfans auf den Beginn des Eröffnungsspiels. Die Stimmung ist fröhlich und ausgelassen, was vor allem den schottischen Fans zu verdanken ist, die schon seit heute Mittag ihre Lieder singen. Aber auch Anhänger von Kroatien oder Spanien präsentieren sich auf der Fanmeile in ihren Trikots. Und natürlich sind auch jede Menge Deutschlandtrikots und Fanartikel zu sehen. Noch können Plätze mit gutem Blick ergattert werden, aber die Fans strömen aus allen Richtungen auf die Fanmeile.
Am Eingang Ebertstraße stehen deutsche und schottische Fans am Zugang zur Fan-Zone, essen am Stand nebenan noch schnell eine Wurst, die hier nur 4,50 Euro kostet. Die Stimmung ist ausgelassen. Die Schlange wird jetzt schnell länger.
Alarm kurz vor Beginn – Fan-Zone muss teilweise geräumt werden
18.11 Uhr: Die Scheidemannstraße ist derzeit noch gesperrt, Polizisten sichern den Bereich. Rundherum läuft das Treiben der Fans jedoch unvermindert weiter.

17.20 Uhr: Wegen eines verdächtigen Gegenstands müssen Teile der Fan-Zone am Reichstag nach nicht einmal zwei Stunden geräumt werden. Der Grund: Es wurde ein verdächtiger Gegenstand gefunden.
Im Eingangsbereich an der Scheidemannstr. zur #Fanzone wurde ein verdächtiger Gegenstand festgestellt. Dieser Bereich steht den Fans aktuell nicht zur Verfügung. Unsere Kolleg. überprüfen den Gegenstand.#euro24#b1406#gersco
— Polizei Berlin Einsatz (@PolizeiBerlin_E) June 14, 2024
Beate Ostertag, Sprecherin der Berliner Polizei, sagt gegenüber „Bild“: „Es wurde sicherheitshalber ein Sperrkreis eingerichtet. Das Gepäckstück wird jetzt untersucht. Es kann auch der Umstand sein, dass es jemand nicht mit in die Fan-Zone genommen hat, weil die Tasche größer als die zugelassenen DIN A4 ist.“ Der Rest der Fan-Zone sei aber normal geöffnet.
Fan-Zonen geöffnet – Preise auf EM-Meile erzeugen Wut
17 Uhr: Seit Freitagnachmittag sind die Fan-Zonen am Brandenburger Tor und am Reichstag eröffnet und sorgen in den sozialen Medien direkt für Aufsehen. Es kursieren schon Warnungen auf Japanisch über die Bierpreise auf der Berliner Fanmeile. Die Fans sind verwundert, wer angesichts dessen überhaupt noch in die Fan-Zonen kommen mag.
Für einen halben Liter Weißbier müssen die Fans stolze sieben Euro bezahlen, zuzüglich drei Euro Pfand. Ein bisschen günstiger kommen Fans mit einem Bitburger Pils weg. Dafür werden sechs Euro fällig. Bei den Softgetränken wird es nicht wirklich günstiger. Ein halber Liter Cola, Fanta, Sprite oder Mineralwasser kostet fünf Euro, und für ein Glas Wein oder Prosecco (0,2 Liter) zahlen Zuschauer sieben Euro. Immerhin Trinkwasser gibt es aus Brunnen umsonst. Diese sind über die Fläche der Fan-Zonen verteilt.
Zum Vergleich: Diese Preise übertreffen sogar die Bierkosten auf dem Oktoberfest im vergangenen Jahr. In der Augustiner-Festhalle kostete ein Liter Bier dort zum Beispiel 13,50 Euro.
Wem während des Spiels der Magen knurrt, kann auch an den Essensständen vergeblich nach Schnäppchen suchen. Eine Portion Pommes: fünf Euro. Bratwurst: sechs Euro. Currywurst, Maiskolben oder Folienkartoffel mit Kräuterrahm: je sieben Euro.
Und auf jeder #Fanzone die gleiche absolute Frechheit … #euro2024 #Berlin pic.twitter.com/YvpgmwK8WC
— Thomas Skulski (@Skulle59) June 14, 2024
2000 Polizisten für Sicherheit im Einsatz
15.50 Uhr: Rund 2000 Polizisten begleiten in Berlin die großen öffentlichen Veranstaltungen rund um das deutsche Eröffnungsspiel bei der Fußball-Europameisterschaft, das an diesem Freitagabend (21.00 Uhr/ZDF/MagentaTV) in München stattfindet. Vor allem an den großen Berliner Fanbereichen am Brandenburger Tor und vor dem Reichstagsgebäude ist die Polizei zur Sicherung und zum Schutz im Einsatz. Zehntausende Fans werden dort am Abend zum gemeinsamen Fußballgucken auf Großbildschirmen erwartet.
Verstärkung erhielt die Berliner Polizei von Hundertschaften aus Brandenburg und Rheinland-Pfalz. Dazu kamen auch noch 28 Bundeswehrsoldaten, von denen die Polizei-Pressestelle zunächst aber nicht sagen konnte, für welche Aufgaben sie gebraucht werden.
Wir präsentieren unsere Aufstellung für den Auftakt zur #euro24:
— Polizei Berlin Einsatz (@PolizeiBerlin_E) June 14, 2024
️ Doppelspitze
unsere Einsatz- und Alarmhundertschaften
️ 4er Kette im Mittelfeld
unsere Verkehrs-, Zivil-, Abschnittskräfte und Hubschrauberbesatzung
️ Abwehr & im Tor
unsere Führungsstäbe#b1406 pic.twitter.com/mN010urRgz
Während der EM: Flaggenwirrwarr bei der Polizei
13.20 Uhr: Dürfen sie? Oder dürfen sie nicht. Kurz vor dem Start der Europameisterschaft hat Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) der Polizei gestattet, Dienstfahrzeuge in Schwarz-Rot-Gold zu schmücken. Zumindest ihren Beamten, also denen der Bundespolizei.
Daraufhin meldete sich CDU-Fraktionschef Dirk Stetter zu Wort. Er wäre „glücklich“, wenn Innensenatorin Iris Spranger (SPD) „ihre bisherige Position überprüft und das wie bei der Bundespolizei regelt“, sagt er dem „Tagesspiegel“. Und die Innensenatorin? Bleibt hart.
Es bleibt dabei“, sagte Spranger dem „Tagesspiegel“ zum Verbot. Sie unterstütze die Entscheidung der Polizei Berlin, wonach die diese der Neutralität verpflichtet sei. Auch bei internationalen Sportereignissen mit internationalen Gästen müsse die Polizei Berlin „unparteiisch und unvoreingenommen agieren und wahrgenommen werden“.

BVG schränkt Angebot teilweise ein
7.31 Uhr: Der Betrieb von gleich mehreren U-Bahnlinien ist während der Fußball-EM eingeschränkt. Wie die „taz“ berichtet, bestätigte die BVG auf Nachfrage, dass der Fahrplan in den kommenden vier Wochen an etlichen Tagen auf der U4, U6, U7 und U9 zum Teil ausgedünnt werde. Nötig sei das, da parallel dazu der Takt auf den Linien U1, U2 und U5 verstärkt wird, damit Fußballfans reibungsloser zur Fanmeile auf der Straße des 17. Juni und zum Olympiastadion kommen, berichtet die Zeitung.
Das Unternehmen stelle sich mit seinem Angebot bei der U-Bahn „bestmöglich auf die besondere Situation hinsichtlich der EM“ ein. „Damit dies gelingt und die vielen tausend Fahrgäste gut zu und von den Spielen beziehungsweise der Fanzone kommen, ist es notwendig, an diesen Tagen – zum Teil nur für einige Stunden – Kapazitäten im Netz zu verlagern“, teilt ein Sprecher mit.

News vom 13. Juni: Berliner Senatorin weist Spahns Kritik an Fanmeilen zurück

13.57 Uhr: Berlins Innen- und Sportsenatorin Iris Spranger weist die Kritik des CDU-Politikers Jens Spahn an den EM-Fanmeilen im Regierungsviertel „entschieden“ zurück. „Der Bundestag und die umliegenden Institutionen sind jederzeit voll arbeitsfähig und gut erreichbar“, erklärte die SPD-Politikerin am Donnerstag. Das Verkehrskonzept sei mit den Beteiligten abgestimmt.
„Ich verwahre mich vor seiner Kritik auch im Namen aller Haupt- und Ehrenamtlichen, die mit viel Leidenschaft und Engagement unseren Fußballkultursommer vorbereitet haben, um allen Berlinerinnen und Berlinern sowie den Gästen unserer Sportmetropole eine tolle Zeit während der UEFA EURO 2024 zu bieten“, so Spranger weiter. „Von einem ehemaligen Bundesminister hätte ich mir mehr Weitblick erwartet.“
Spahn – früher Bundesgesundheitsminister und nun Vize-Fraktionsvorsitzender der Union im Bundestag – hatte die beiden Fanmeilen am Brandenburger Tor und am Reichstagsgebäude und damit verbundene Verkehrsbehinderungen in einem Interview aufs Korn genommen. „Es nervt die Leute.“ Und es mache die Stimmung nicht besser in einer Zeit, in der eh schon alle gereizt seien, sagte er der „Rheinischen Post“. „Die Fanmeile gefährdet die Arbeitsfähigkeit des Parlaments.“ Staus dieser Art könnten „auch nicht zu Wirtschaftswachstum führen“. Der Berliner Senat müsse künftig für solche Veranstaltungen einen anderen Ort wählen, forderte Spahn. „Und im Übrigen bin ich der Meinung, dass Großveranstaltungen in Berlin auf dem Tempelhofer Feld stattfinden sollten.“
Auch interessant
Teures Plakat begrüßt EM-Gäste am Alexanderplatz

12.44 Uhr: Es ist kaum zu übersehen, gerade auch nicht von Pendlern, die auf der Stadtbahn unterwegs sind. Riesig prangert schon seit einigen Tagen ein Banner des Landes Berlin an den Baugerüsten rund um das Haus der Statistik am Alexanderplatz, einem der bekanntesten Plätze der Hauptstadt. Hier in Mitte an der Karl-Marx-Allee will Berlin seine Gäste gebührend für die anstehende Fußall-Europameisterschaft in Deutschland begrüßen. Stolze 170.000 Euro hat sich der Senat das Banner nahe Berlins größtem Umsteigebahnhof kosten lassen, wie zuletzt im Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses diskutiert wurde. Was wohl auch mit den parallel stattfindenden Bauarbeiten am Objekt zusammenhängt.
Ob sich das lohnt? 24 Berliner Bären in den Landesfarben der 24 Teilnehmer des Turniers prägen das Banner, das unter der Überschrift „Welcome Europe!“ firmiert. Neben einem Bild des hell erleuchteten Olympiastadions wird auch für die „Sportmetropole Berlin“ geworben. Allerdings bleiben am Donnerstag, einen Tag vor dem EM-Auftaktspiel in München, nur sehr wenige Passanten an der viel befahrenen und lauten Straße stehen, um das Banner zu betrachten oder Fotos zu schießen. Die frühere DDR-Statistikbehörde, lange bekannt als „Allesandersplatz“, wird bereits seit einem knappen halben Jahr umgebaut. Hier soll ein neues Quartier mit 300 Wohnungen entstehen - und zwar nicht-kommerziell, divers und bezahlbar.
Molecule Man im Fußballtrikot

12.11 Uhr: Was für ein Eyecatcher mitten auf der Spree! Industriekletterer zogen dem Molecule Man an der Grenze von Friedrichshain und Alt-Treptow deutsche Trikots an. Nach Morgenpost-Informationen handelt es sich um eine Werbeaktion.
News vom 12. Juni: Spahn kritisiert Fußball-Fanmeile – Staus im Regierungsviertel

12.23 Uhr: Der Ort der beiden Berliner Fanmeilen mitten im Regierungsviertel ist wegen der Staus auf den Straßen vom Vize-Fraktionsvorsitzenden der CDU, Jens Spahn, kritisiert worden. „Es nervt die Leute. Und es macht die Stimmung nicht besser in einer Zeit, in denen eh schon alle gereizt sind“, sagte Spahn der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. „Die Fanmeile gefährdet die Arbeitsfähigkeit des Parlaments.“ Staus dieser Art könnten „auch nicht zu Wirtschaftswachstum führen“. Der Berliner Senat müsse künftig für solche Veranstaltungen einen anderen Ort wählen: „Und im Übrigen bin ich der Meinung, dass Großveranstaltungen in Berlin auf dem Tempelhofer Feld stattfinden sollten.“
Straßensperrungen, mehr S-Bahnen und U-Bahnen an EM-Spieltagen
9.02 Uhr: Während der Fußball-Europameisterschaft sind vor allem an den sechs Spieltagen in Berlin an einigen Stellen größere Verkehrsbehinderungen zu erwarten. An den beiden Fan-Treffpunkten an der Gedächtniskirche am Ku‘damm und am Messegelände werden dann umliegende Straßen für den Autoverkehr gesperrt, wie die Verkehrsinformation mitteilte. Im Berliner Olympiastadion finden sechs der insgesamt 51 EM-Spiele statt: am 15., 21., 25. und 29. Juni, am 6. Juli und dann das Endspiel am 14. Juli. Auch am Olympiastadion wird es dann Einschränkungen geben. Wegen der Fanzonen am Brandenburger Tor und vor dem Reichstag sind dort schon seit Wochen Straßen gesperrt.
An den sechs Spieltagen in Berlin fahren deutlich mehr S-Bahnen zum Olympiastadion und auch in der Innenstadt. Auch die BVG verstärkt den Takt bei den U-Bahnen zwischen der östlichen Innenstadt, der City West und dem Stadion, vor allem auf den Linien U1, U2 und U5.
News vom 11. Juni: Kneipen dürfen Spiele bis zum Ende draußen zeigen

13.55 Uhr: Während der Fußball-EM dürfen Berliner Restaurants, Kneipen und Biergärten, die Spiele übertragen, ihre Außenbereiche bis zum Spielende öffnen. Eine entsprechende Verordnung erließ Umweltsenatorin Ute Bonde (CDU), wie am Dienstag mitgeteilt wurde. Die Regelung gilt nur während der Europameisterschaften bis zum 14. Juli und nur für Kneipen und Biergärten, die auch die Spiele zeigen. Spiele ab dem Achtelfinale, die erst um 21.00 Uhr beginnen, könnten mit Nachspielzeiten, Verlängerung und Elfmeterschießen fast bis Mitternacht dauern.
Bonde teilte mit: „Lasst uns dieses großartige Sporterlebnis gemeinsam mit ganz Europa genießen und feiern.“ Ein friedlicher Wettkampf und die Begeisterung für das Miteinander von Teams sei gerade in diesen Zeiten so wichtig. Sie bat alle Fans, „während des Spiels und auch nach seinem Ende respektvoll und mit größter Rücksicht miteinander umzugehen“.
News vom 10. Juni: Keine palästinensischen und israelischen Fahnen auf Berliner Fanmeile

14.55 Uhr: Bei den EM-Fanzonen am Brandenburger Tor und am Reichstag in Berlin sind laut Angaben der Veranstalter keine palästinensischen oder israelischen Flaggen erlaubt. Nur Fahnen von teilnehmenden Ländern an der Fußball-Europameisterschaft dürften mitgebracht werden, sagte eine Sprecherin von der Kulturprojekte GmbH am Montag. Moritz van Dülmen, Geschäftsführer von Kulturprojekte Berlin, sagte der Berliner Morgenpost, die EM sei nicht der Ort für Kundgebungen anderer Art. Mehr darüber lesen Sie hier.
Ab dem 14. Juni werden in der kleineren Fanzone vor dem Reichstag alle 51 EM-Spiele auf großen Bildschirmen gezeigt. Auf der Hauptbühne vor dem Brandenburger Tor werden auf einem 24 mal 12 Meter großen Bildschirm 14 oder 15 Spiele übertragen: die drei deutschen Vorrunden-Spiele, die drei Vorrundenspiele und das Achtelfinale in Berlin, gegebenenfalls ein weiteres Achtelfinale mit deutscher Beteiligung und die sieben Spiele vom Viertelfinale bis zum Endspiel am 14. Juli in Berlin. Vier weitere Großleinwände stehen entlang der Straße des 17. Juni.
EM 2024 in Berlin – News vom 8. Juni: Mehr als Fußball: Dieses Programm erwartet Berlin
13.59 Uhr: Fußball und Kultur: Zwei Dinge, die in den Augen einiger nicht unbedingt zusammengehen. In Berlin soll das bei der Europameisterschaft jedoch anders sein. Die Kulturprojekte Berlin GmbH ist deswegen nicht nur Veranstalter der Fan Zonen, sondern auch verantwortlich für ein vielfältiges Begleitangebot auf den Fanmeilen und weiteren Orten in der Stadt. Der sonst organisierte Kultursommer wird dazu zum Fußballkultursommer. Los geht es bereits zwei Tage vor dem ersten Spiel am 12. Juni 2024 mit einem Eröffnungskonzert vor dem Brandenburger Tor und ist komplett kostenlos. Einen Überblick zum Kulturangebot in Berlin während der EM 2024 finden Sie hier.

EM 2024 in Berlin – News vom 9. Juni: S-Bahn erweitert während der EM ihr Angebot
14.02 Uhr: Mehr Personal an den Bahnhöfen und mehr Züge auf der Schiene: Für die Fußball-Europameisterschaft weitet die Berliner S-Bahn die Kapazitäten aus. „Mit mehr und längeren Zügen sorgen wir während der EM dafür, dass unsere Gäste aus ganz Europa mit der S-Bahn zuverlässig zu den Spielen ins Olympiastadion und zum Fanfest am Brandenburger Tor kommen“, teilte S-Bahnchef Peter Buchner am Donnerstag mit. Zwischen Innenstadt und dem Olympiastadion sollen dann auf Bestellung der Länder Berlin und Brandenburg sechs statt zwei Züge pro 20 Minuten unterwegs sein, hieß es.
Auch auf der S1 zwischen Gesundbrunnen und Schöneberg sowie auf der S5 zwischen Westkreuz und Mahlsdorf sollen bei späten Spielen zur An- und Abreise zusätzliche Züge eingesetzt werden. „Während des gesamten Turniers fahren die Züge im Innenstadtbereich auch im Abendverkehr und am Wochenende mit längeren Zügen“, hieß es. An den Bahnhöfen, insbesondere am Berliner Hauptbahnhof, will die Bahn zudem personell aufstocken. Insgesamt rund 50 zusätzliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen dort Fans und Besuchern bei der Orientierung am Bahnhof behilflich sein.
In Berlin werden während der EM insgesamt sechs Partien ausgetragen, darunter auch das Turnier-Finale. Die Stadt hat auf der Straße des 17. Juni außerdem eine Fanmeile eingerichtet, auf der insbesondere die Spiele der deutschen Nationalmannschaft übertragen werden sollen.
EM 2024 in Berlin – News vom 6. Juni: Produktion der Fanmeilen in Berlin kostet rund 24 Millionen Euro
12.36 Uhr: Alleine die Produktion der beiden Fanmeilen für die Fußball-EM am Brandenburger Tor und vor dem Reichstag kostet die Stadt Berlin rund 24 Millionen Euro. Das bestätige die Senatsverwaltung für Inneres und Sport der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag. Zuvor hatte das Medienhaus „Correctiv“ berichtet.
Die UEFA übernimmt nach Angaben der Senatsverwaltung die Kosten für die technische Ausstattung der Fanzonen sowie für Teile der Videoleinwände im mittleren einstelligen Millionen-Bereich. „Die gesamten Kosten für die repräsentativen Aufbauten der Partner und Sponsoren im unteren zweistelligen Millionen-Bereich tragen die Sponsoren selbst“, hieß es. Insgesamt hat der Senat finanzielle Mittel in Höhe von insgesamt 83,7 Millionen Euro bereitgestellt. Die ursprüngliche Kostenschätzung hatte vor vielen Jahren bei 43,2 Millionen Euro gelegen.
Während des nationalen Bewerbungsverfahrens 2017 seien aber weder die Auswirkungen der Corona-Pandemie noch der energie- beziehungsweise inflationsbedingten Preissteigerungen infolge des Ukraine-Krieges erkennbar gewesen, sagte der Sprecher der Senatsverwaltung für Inneres und Sport, Heiner Spannuth. Sport- und Innensenatorin Iris Spranger (SPD) nannte am Donnerstag auch die Erhöhung der Sicherheitsmaßnahmen als Grund für die Kostensteigerungen.
Krankenhäuser warnen vor mangelnder Versorgung von Fans
6 Uhr: Berlins Krankenhäuser warnen, dass die medizinische Versorgung von Fußball-Fans nicht gewährleistet sei und in den Rettungsstellen weitere Engpässe drohten. Der Chef der Berliner Krankenhausgesellschaft Marc Schreiner hat in Briefen an den Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU), Gesundheitssenatorin Ina Czyborra und Innensenatorin Iris Spranger (beide SPD) auf das Problem hingewiesen. „Wir erwarten, dass die Gastgeberstadt Berlin ein Konzept umsetzt, das eine Überlastung der Rettungsstellen vermeidet“, sagte Schreiner der Morgenpost. Alle Details zur Warnung der Berliner Krankenhäuser vor Engpässen bei der Fußball-EM lesen Sie hier.
EM 2024 in Berlin – News vom 29. Mai: Das müssen Sie über die Fan-Zonen in Berlin wissen
10.55 Uhr: Am 14. Juni 2024 beginnt die Fußball-Europameisterschaft der Männer mit dem Anstoß Deutschland gegen Schottland in München. Bereits einen Tag später steht mit dem Spiel Spanien gegen Kroatien die erste Partie im Olympiastadion in Berlin an. 31 Tage, bis zum 14. Juli, regiert dann König Fußball in Deutschland. Wie Fans mit und ohne Tickets in Berlin feiern können, klärt unser Überblick.




