Was gibt es Schöneres, als sich an freien Tagen bei bestem Wetter die Beine zu vertreten? Frühlingshafte Temperaturen und eine erwachende Natur locken dazu nach draußen. Die Feiertage sind eine gute Gelegenheit, mal neue Spaziergänge auszuprobieren. Berlin und das nahe Umland bieten dazu viele Möglichkeiten. Und wer unterwegs Lust auf einen kleinen Snack hat, wird auf diesen Routen fündig. Wir haben sechs malerische Spaziergänge mit Einkehr für Sie aufgeschrieben und nachgefragt, welche Cafés, Biergärten und Restaurants an den Osterfeiertagen auch geöffnet haben.
Berlin: Durch den Volkspark Rehberge wandern
Der Volkspark Rehberge im Berliner Ortsteil Wedding wartet mit einer Seenlandschaft, Wald, Wiese sowie Spielplätzen, Wildgehege und Sportanlage auf. Und vor allem mit ganz viel Platz – 115 Hektar umfasst das weitläufige Gelände. Das ist so viel Platz, dass der Park selbst bei bestem Wetter und an den Osterfeiertagen nicht überlaufen sein dürfte. Durch das abwechslungsreiche Angebot spricht er außerdem alle Altersklassen an. Am besten lässt man sich einfach durch das Naherholungsgebiet treiben. Dabei lohnt sich auch ein Besuch im angrenzenden Goethepark. Auch eine Möglichkeit zur Einkehr gibt es im Volkspark: Die „Schatulle“ serviert Hausmannskost, neben Schnitzel, Currywurst oder Leberkäse gibt es auch eine Auswahl an vegetarischen Gerichten sowie Suppen und Salate.
Schatulle, im Volkspark Rehberge, Petersallee, Windhuker Str., 13351 Berlin. Geöffnet Ostersonntag und Ostermontag jeweils von 10 bis 20 Uhr.
Von der Admiralsbrücke zum Dreiländereck
Nirgends lässt sich das Flair Kreuzbergs und Neuköllns besser erleben als bei einem Spaziergang entlang des Landwehrkanals. Ein Start an der trubeligen Admiralsbrücke bietet sich an. Wer will, kann dann sogleich an der nächsten Überführung – der Kottbusser Brücke – einen Stopp an der kultigen Ankerklause einlegen. Oder flaniert auf der anderen Seite der Wasserstraße, entlang des Paul-Lincke-Ufers, weiter. Hier wartet kurz darauf das La Maison, eine französische Bäckerei, die bei den Berliner Hipstern äußerst angesagt ist. Zurecht. Wer einen Platz ergattern kann, sollte sich das Pain au chocolat und einen Kaffee nicht entgehen lassen. Vorbei an den Boule spielenden Menschen stößt man bald auf den Pavillon am Ufer. Der perfekte Ort für einen Aperol Spritz in der Sonne. Auch die Waffeln sind zu empfehlen. Wer noch weiter spazieren will, wechselt über die Thielenbrücke die Kanalseite und kommt alsbald am Dreiländereck an. Dreiländereck, weil hier Kreuzberg, Treptow und Neukölln aufeinanderstoßen.
Ankerklause, Kottbusser Damm 104, 10967 Berlin. Geöffnet Ostersonntag (10 bis 3 Uhr) und Ostermontag (10 bis 2 Uhr);
La Maison, Paul-Lincke-Ufer 17, 10999 Berlin. Geöffnet Ostersonntag und Ostermontag jeweils von 8 bis 19 Uhr;
Pavillon am Ufer, Paul-Lincke-Ufer 4, 10999 Berlin. Geöffnet Ostersonntag und Ostermontag jeweils von 10 bis 21 Uhr.

Lustwandern auf der Pfaueninsel
Nach wenigen Minuten Fähr-Fahrt (10 bis 18 Uhr; 6 Euro, ermäßigt 5 Euro) über den Wannsee ist man auf der Pfaueninsel. Sie ist Teil der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg und UNESCO-Weltkulturerbe. Die Gestaltung der 67 Hektar großen Insel begann zum Ende des 18. Jahrhunderts. König Friedrich Wilhelm II. und seine Mätresse Wilhelmine Encke ließen sich bei dem Schloss (aktuell wegen Sanierungsarbeiten geschlossen) und der Meierei von englischen und französischen Vorbildern inspirieren. Zu bestaunen gibt es außerdem eine wunderschöne Parkanlage mit frei laufenden Pfauen und den ältesten Rosengarten Berlins. Um in Ruhe über die Insel zu streifen, sollten mindestens zwei Stunden eingeplant werden. Wieder übergesetzt auf das Festland empfiehlt sich eine Einkehr im Wirtshaus zur Pfaueninsel gleich an der Anlegestelle.
Wirtshaus zur Pfaueninsel, Pfaueninselchaussee 100, 14109 Berlin. Geöffnet Ostersonntag und Ostermontag jeweils von 12 bis 18 Uhr.
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Märchenhafter Ausflug in den Park Sanssouci in Potsdam
„Ohne Sorge“ bedeutet Sanssouci aus dem Französischen übersetzt. Und der Name ist Programm. Denn wo kann man die Alltagssorgen besser hinter sich lassen und sich weit wegträumen, als in diesem märchenhaften Schlosspark in Potsdam? Auch preußisches Versailles genannt, diente der Park nahe der Hauptstadt von 1747 bis 1918 als Sommersitz der preußischen Könige und deutschen Kaiser. Seit 1990 gehört er zum UNESCO-Welterbe. Sanssouci hat eine Größe von rund 300 Hektar, weswegen es sich lohnt, mehrere Stunden Zeit einzuplanen. Im Osten des Parks befindet sich das gleichnamige Schloss und im Westen das Neue Palais. Ansonsten gibt es noch das Orangerieschloss, den Botanischen Garten und das chinesische Teehaus zu bestaunen. Nicht entgehen lassen sollte man sich die leckeren Kuchen im Restaurant und Café Drachenhaus im Schlosspark.
Restaurant und Café Drachenhaus, Maulbeerallee 4, 14469 Potsdam. Geöffnet Ostersonntag und Ostermontag jeweils von 11 bis 19 Uhr.

Ein Ausblick auf die Stadt vom Viktoriapark
Es ist die höchste natürliche Erhebung der Innenstadt, der Kreuzberg im Viktoriapark. Von seinem „Gipfel“ bietet sich eine einmalige Aussicht über Berlin. Besonders beeindruckend ist der Blick am Abend mit einem schönen Sonnenuntergang. Tagsüber kann man wiederum perfekt sein Näschen in die Frühlingssonne recken. Sehenswert ist der Park auch wegen seines Wasserfalls, dem Denkmal für die Freiheitskriege und dem Weinberg. Der Park und das Nationaldenkmal auf der Spitze des Berges wurden dem Andenken an die Befreiungskriege gegen Napoleon gewidmet. Einkehren kann man im, auf dem Gipfel gelegenen, kleinen Café Viktoria oder dem Biergarten Golgatha.
Café Viktoria, Am Weinhang 1, 10965 Berlin. Geöffnet Ostersonntag 10.30 Uhr bis 16.30 Uhr, Ostermontag unklar;
Golgatha – Biergarten am Kreuzberg, Zugang von Katzbachstraße und Monumentenstraße, 10965 Berlin. Geöffnet Ostersonntag und Ostermontag von 12 bis 19 / 20 Uhr (je nach Witterung und Andrang).
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Durch den Tiergarten schlendern
Diese Tour beginnt am S-Bahnhof Tiergarten. Gleich gegenüber geht es schon in den Park. Nun schlendert man gemütlich durch den Teil des Großen Tiergartens, welcher südlich der Straße des 17. Juni liegt: vorbei an der Tiergarten-Quelle und der Schleuseninsel hin zum Neuen See. Hier lohnt sich eine Pause im Café am Neuen See. In dem Biergarten direkt am Wasser kann man sich per Selbstbedienung mit Getränken und Essen versorgen. Außerdem gibt auch ein Restaurant mit Bedienung. Allerdings braucht man Glück oder muss reservieren, um hier an sonnigen Feiertagen einen Platz zu bekommen. Wer will, kann sich auch bei dem zugehörigen Bootsverleih ein Ruderboot leihen und romantisch über den See paddeln. Nach der Pause geht es weiter durch den Rosengarten und den Rhododendronhain vorbei am Roon-Denkmal bis hin zur Siegessäule, an welcher unser kleiner Ausflug endet.
Café am Neuen See, Lichtensteinallee 2, 10787 Berlin. Geöffnet Ostersonntag und Ostermontag jeweils von 9 bis 0 Uhr.



