- Prügelei zweier Aufgeputschter am Ostkreuz endet im Gleisbett
- In Fennpfuhl stieß ein Gefangenentransporter der Polizei mit einem Auto zusammen
- In Mitte wurden zwei Männer von einer Gruppe homophob angefeindet
- Ein illegales Autorennen endete in Neukölln fast im Kanal
- Außerdem brannten in Neukölln Mülltonnen
- Zöllner stoppten in Brandenburg einen Transporter mit einer Tonne Feuerwerk
Berlin. Ein Gefangenentransporter der Polizei ist mit Blaulicht auf der Landsberger Allee unterwegs – und stößt mit einem Auto zusammen. Ein Autorennen endet in Neukölln fast im Kanal. Die Feuerwehr muss anrücken, um einen der beiden Wagen zu bergen. Außerdem brennen in Neukölln Mülltonnen. Hier lesen Sie die aktuellen Meldungen von Polizei und Feuerwehr aus Berlin und Brandenburg im Newsblog. Die Blaulicht-News vom Vortag lesen Sie hier.
Blaulicht-News aus Berlin und Brandenburg vom 14. November: Aufgeputschte Männer prügeln sich am Ostkreuz – 24-Jähriger landet im Gleisbett
16.30 Uhr: Am frühen Dienstagmorgen eskalierte ein Streit zwischen zwei aufputschten Männern am Bahnhof Ostkreuz. Dabei schlugen ein 21-jähriger Ukrainer und ein 24-jähriger Deutscher nach einer aus dem Ruder gelaufenen Meinungsverschiedenheit ein. Hinzugeeiltes Sicherheitspersonal versuchte die Prügelei zu stoppen, geriet dabei aber selbst in Bedrängnis. Der Ukrainer versetzte einem der Security-Mitarbeitern einen Schlag und schubste seinen 24-jährigen Widersacher ins Gleisbett, ohne den Bahnverkehr zu beachten. Die Sicherheitskräfte zerrten den Mann zunächst aus der Gefahrenzone, übergaben aber schließlich beide Streithähne den alarmierten Polizeibeamten.
Auf der Dienststelle im Berliner Ostbahnhof trat der Ukrainer plötzlich einen Bundespolizisten gegen sein Schienbein und versetzte ihm einen Kopfstoß. Der Beamte verletzte sich lediglich leicht und konnte seinen Dienst fortsetzen. Atemalkoholtests ergaben beim Deutschen einen Wert von 1,41 Promille und beim Ukrainer von 2,56 Promille. Ein Drogenschnelltest reagierte beim Deutschen positiv auf Kokain und beim Ukrainer auf Kokain und Amphetamine.
Es wurde ein Haftbefehl gegen den 21-jährigen Mann erlassen, ihn erwartet zunächst der Gang vor den Haftrichter.
Unbekannte bewerfen S-Bahnen – Bundespolizei sucht Zeugen
15.26 Uhr: Unbekannte haben am Montag gegen 17.25 Uhr mehrere Ringbahnen zwischen den Bahnhöfen Greifswalder Straße und Landsberger Allee in der Nähe der Kniprodebrücke mit Gegenständen beworfen. Durch die Einschläge zersplitterten mehrere Scheiben. Nach ersten Erkenntnissen sind keine Reisenden verletzt worden, hieß es von der Bundespolizei am Dienstag. Die Bundespolizei ermittelt wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und sucht nach Zeugen. Hinweise nimmt die Bundespolizei unter der kostenfreien Hotline 0800 / 6 888 000 und unter 030 / 206 22 93 -0 entgegen.
Quartett überfällt Bar in Friedrichshain
13.37 Uhr: Vier Männer haben in der vergangenen Nacht eine Bar an der Frankfurter Allee in Friedrichshain überfallen. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, waren zu dem Zeitpunkt noch eine 65-jährige Mitarbeiterin und ein 41-jähriger Gast im Lokal. Einer der Täter forderte die Mitarbeiterin auf, Geld aus der Kasse herauszugeben. Ein weiterer Täter griff dann in die Kasse. Anschließend wurden die Mitarbeiterin und der Gast in die Küche gedrängt und unter Androhung von Gewalt aufgefordert, sich ruhig zu verhalten. Zwei weitere Verdächtige versuchten währenddessen, einen Spielautomaten in dem Lokal aufzubrechen. Die vier Verdächtigen flüchteten dann in unbekannte Richtungen. Es wurde niemand verletzt. Das zuständige Fachkommissariat der Polizeidirektion 5 (City) übernimmt die weiteren Ermittlungen.
Bahnhof Treptower Park – Sicherheitsmitarbeiter mit Metallstange angegriffen
13.03 Uhr: Wie die Bundespolizei mitteilt, hat am Montagmittag gegen 13 Uhr ein 39-jähriger Syrer einem 38-jährigen Sicherheitsmitarbeiter am Bahnhof Treptower Park mit einer Metallstange gegen den Kopf geschlagen. Zuvor hatte der Mitarbeiter den 39-Jährigen und einen 30-jährigen Syrer aufgefordert, den Bahnhof zu verlassen. Polizeibeamte konnten den 39-Jährigen vorläufig festnehmen und fanden bei dessen Durchsuchung betäubungsmittelverdächtige Substanzen. Der Mitarbeiter, der die Schläge teilweise abwehren konnte, lehnte eine ärztliche Behandlung ab und verblieb im Dienst.
Medizinischer Notfall – Fahrerin verliert Kontrolle über Transporter mit behinderten Fahrgästen
12.35 Uhr: Am Montag hat sich in Marienfelde im Bezirk Tempelhof-Schöneberg ein schwerer Unfall ereignet, an dem ein Transporter eines Fahrdienstes für Menschen mit Behinderung beteiligt war. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, war die 66 Jahre alte Transporter-Fahrerin gegen 16 Uhr mit zwei Fahrgästen auf dem Nahmitzer Damm in Richtung Friedenfelser Straße unterwegs. Sie verlor offenbar gesundheitsbedingt die Kontrolle über den Wagen und fuhr in den Gegenverkehr. Dabei stieß sie mit einem VW und einem Dacia zusammen und kam schließlich zum Stehen.
Die 66-Jährige wurde von Rettungskräften aus dem Transporter geborgen und musste reanimiert werden, bevor sie zur intensivmedizinischen Behandlung in ein Krankenhaus kam. Die beiden schwerstbehinderten Fahrgäste wurden nicht verletzt. Der 79 Jahre alte Fahrer des Dacia zog sich Verletzungen am Oberkörper zu, die ambulant behandelt wurden. Die weiteren Ermittlungen zum Unfallhergang führt ein Fachkommissariat für Verkehrsdelikte der Polizeidirektion 4 (Süd).
Randalierer attackiert in Neukölln Mitarbeiter einer Geldtransportfirma und Polizistin
12.05 Uhr: Die Polizei ist in der vergangenen Nacht zu einer Filiale eines Geldinstituts in Neukölln verständigt worden. Ein 60-Jähriger hatte gegen 22 Uhr in der Hasenheide einem 57 Jahre alten Mitarbeiter einer Geldtransportfirma zunächst den Zugang zu einem Geldautomaten versperrt und ihm anschließend einen Schlag auf den Kopf versetzt. Nachdem die Polizei den Sachverhalt aufgenommen hatte, führte sie den Verdächtigen hinaus. Dabei habe er Widerstand geleistet und die Einsatzkräfte beleidigt. Der Verdächtige versetzte einer Beamtin einen Faustschlag. Er selbst erlitt eine Kopfplatzwunde und klagte über Schmerzen am Oberkörper. Rettungskräfte brachten ihn zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus. Danach musste er sich im Polizeigewahrsam einer Blutentnahme und einer erkennungsdienstlichen Behandlung unterziehen und wurde anschließend an den Polizeiabschnitt 56 der Polizeidirektion 5 (City) überstellt.
Zöllner stoppen in Märkisch-Oderland Transporter mit etwa einer Tonne Feuerwerk an Bord
11.18 Uhr: Zöllner haben in Altglietzen im Landkreis Märkisch-Oderland einen Transporter mit etwa einer Tonne Feuerwerkskörper an Bord aus dem Verkehr gezogen. Die für den Transport erforderliche Erlaubnis konnte der Fahrer bei der Kontrolle am vergangenen Mittwoch nicht vorweisen, wie das Hauptzollamt Frankfurt (Oder) am Dienstag mitteilte. Die 67 Kartons mit je 1000 Feuerwerkskörpern darin wurden sichergestellt. Gegen den 24 Jahre alten Fahrer wird nun wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz ermittelt.
Abbiegeunfall in Mitte: Autofahrer erfasst Radfahrerin
10.55 Uhr: Eine Radfahrerin ist am Montag bei einem Unfall in Wedding im Bezirk Mitte verletzt worden. Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, war ein 33 Jahre alter Autofahrer gegen 11.30 Uhr mit der Radfahrerin zusammengestoßen, als er von der Reinickendorfer Straße nach links auf die Gerichtsstraße abbog. Die Radfahrerin war auf dem Radweg in entgegengesetzter Richtung unterwegs. Durch den Sturz erlitt die 49-Jährige Kopfverletzungen. Sie wurde in ein Krankenhaus gebracht. Während der Rettungsmaßnahmen und der Unfallaufnahme war die Unfallstelle für eine Stunde gesperrt. Die Ermittlungen zum Unfallhergang dauern an und wurden von einem Fachkommissariat der Direktion 1 (Nord) übernommen.
Homophober Angriff auf zwei Personen in Mitte
9.58 Uhr: Am Montagabend hat es laut Polizeimeldung in Mitte (Gesundbrunnen) einen homophoben Angriff auf zwei Personen gegeben. Demnach sollen zwei Männer, 18 und 21 Jahre alt, vor einem Schnellrestaurant am Hanne-Sobek-Platz mit einer Gruppe in einen Streit geraten sein. Ein Mann aus der Gruppe, ein circa 40-Jähriger, hatte sich homophob in Richtung der beiden geäußert, außerdem den 21-Jährigen mit der Faust geschlagen haben. Die Gruppe, zwei Männer und eine Frau, sei daraufhin geflüchtet. Der 21-Jährige musste nicht ärztlich versorgt werden. Der Polizeiliche Staatsschutz ermittelt.
Unfall mit Gefangenentransporter in Fennpfuhl – drei Verletzte
8.32 Uhr: Ein Gefangenentransporter der Polizei ist am Montagabend in Fennpfuhl (Bezirk Lichtenberg) im Einsatz mit einem Auto zusammengestoßen. Der Polizeiwagen, mit einem 53-jährigen Angestellten am Steuer, war gegen 21.55 Uhr mit Blaulicht auf der Landsberger Allee in Richtung Osten unterwegs, als er an der Kreuzung Weißenseer Weg gegen das Auto eines 38-Jährigen prallte, wie ein Sprecher der Polizei mitteilte.
Der 38-Jährige erlitt schwere Verletzungen am Rumpf und wurde zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Die beiden Beamten in dem Gefangenentransporter wurden leicht verletzt und ambulant versorgt. Der 23-jährige Insasse in dem Transporter blieb unverletzt. Wie es zu dem Zusammenstoß kommen konnte, ist Gegenstand der Ermittlungen. Zuerst hatte die „B.Z.“ über den Unfall berichtet.
Fahrt zweier Raser endet fast im Neuköllner Schifffahrtskanal

6.05 Uhr: In Neukölln endet in der Nacht ein wildes Autorennen mit „Fast-and-Furious“-ähnlichen Szenen im Böschungsufer des Schifffahrtkanals.
Vier Feuerwehrleute zogen den Mann auf einer speziellen Schaufeltrage hoch ans Ufer. Sofort kam der Mann in einen Rettungswagen und wurde über 25 Minuten transportfähig gemacht. Er kam anschließend in eine Klinik. Der Verkehrsermittlungsdienst kam an die Unfallstelle und übernahm die Ermittlungen.
Neukölln: Mülltonnen brennen und drohen, auf Wohngebäude überzugreifen
5.55 Uhr: Gegen 1.15 Uhr brannten in der Ossastraße in Berlin-Neukölln Mülltonnen. Der Brand drohte auf die Fassade eines Wohnhauses überzugreifen. Nur durch das schnelle Eingreifen einer LHF-Besatzung konnte Schlimmeres verhindert werden.

Die Mülltonnen wurden gelöscht, die Fassade ebenso. Stundenlang wurde auf eventuelle Glutnester kontrolliert. Es handelte sich um eine besondere Dämmung, die entweder Feuer hemmt, oder, wenn sie erstmal Temperatur hat, vollständig in Flammen steht.


