Er soll freundlich, hilfsbereit und ansonsten unauffällig gewesen sein. Das sagen Anwohner der Maximilianstraße in Rummelsburg über ihren Nachbarn, der am Mittwochabend in seiner Wohnung einen gewaltsamen Tod fand. „Es ist einfach nur furchtbar“, meint eine Frau, die im selben Haus wie der getötete 61-Jährige lebt. Wieso ausgerechnet er offenbar Opfer eines Raubmordes wurde, könne sie sich nicht erklären.
Als die Einsatzkräfte der Berliner Polizei am Mittwochabend eintrafen, lebte der Mann noch. Nachbarn hatten den Notruf gewählt, nachdem sie gegen 19.30 Uhr seine Hilferufe gehört hatten. „Er gab an, von zwei Männern in der Wohnung angegriffen und beraubt worden zu sein“, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Dann habe sich sein Gesundheitszustand plötzlich verschlechtert.
Die Polizisten und schließlich eine Notärztin sowie Rettungskräfte der Berliner Feuerwehr hätten ab 19.50 Uhr erfolglos versucht, den 61-Jährigen zu reanimieren, heißt es weiter. Er verstarb schließlich in seiner Wohnung. Ein Nachbar habe angegeben, während der Hilferufe zwei Männer gesehen zu haben, die aus dem Haus flohen – einer in Richtung des S-Bahnhofs Nöldnerplatz, der andere zum Bahnhof Lichtenberg.
Drittes Tötungsdelikt in Berlin innerhalb einer Woche

Die 3. Mordkommission des Landeskriminalamts ermittelt wegen des Verdachts des Raubes mit Todesfolge. Der Leichnam des 61-Jährigen soll noch am Donnerstag obduziert werden. Laut eines Berichts der „BZ“ soll der Mann Rentner gewesen und in Drogengeschäfte involviert gewesen sein. Wie genau der Mann zu Tode kam, war zunächst nicht bekannt.
Es ist das dritte Tötungsdelikt in Berlin innerhalb einer Woche. Am 17. August wurde in Köpenick eine 85-Jährige erdrosselt. Ein 62 Jahre alter Nachbar, der eine Affäre mit der Seniorin hatte, wurde am Folgetag in Bayern festgenommen und sitzt mittlerweile wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft.
Am 18. August wurde die Leiche einer 61-Jährigen in einer Tordurchfahrt an der Fuggerstraße in Schöneberg gefunden. Die Gastronomin, die ein thailändisches Restaurant an der Charlottenburger Kantstraße betrieb, starb dem Vernehmen nach durch mehrere Messerstiche. Der Täter ist noch flüchtig. In der Thai-Community gehen viele davon aus, dass es ihr Lebensgefährte war, den Freunde des Opfers gegenüber der Berliner Morgenpost als „bösen und aggressiven Mann“ beschrieben.



