Die drei Rammstein-Konzerte im Olympiastadion am 15., 16. und 18. Juli sind restlos ausverkauft. Dennoch fordern zwei Online-Petitionen Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) auf, die Shows in Berlin mit jeweils rund 70.000 Zuschauerinnen und Zuschauern abzusagen. Angesichts der Missbrauchs-Vorwürfe gegen Rammstein-Frontmann Till Lindemann schreiben die Initiatorinnen der beiden Petitionen in einem gemeinsamen offenen Brief an die Senatorin: „Diese Konzerte sind kein sicherer Ort für Frauen und Mädchen.“

Zwei Petitionen, eine Botschaft: Keine Bühne für Rammstein

Um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen, haben sich beide Rammstein-Petitionen jetzt zusammengeschlossen. Die Petitionen bei innn.it mit dem Titel „Berlin: Stoppt die Rammstein-Konzerte! Missbrauch Absagen“ und „keine Bühne für Rammstein!“ bei WeAct haben zusammen rund 100.000 Menschen unterzeichnet. „Sie können sich als Senatorin und Aufsichtsratsvorsitzende der Olympiastadion GmbH dafür einsetzen, dass die Konzerte abgesagt werden“, heißt es in dem am Dienstag veröffentlichten Schreiben: „Gemeinsam appellieren wir im Namen der Unterzeichner*innen – an Ihre moralische und politische Verantwortung: Bitte sagen Sie die geplanten Auftritte in Berlin ab!“

Der Appell an Iris Spranger wird wohl vergeblich sein. Berlins Innensenatorin hatte bereits im Juni betont, für ein Auftrittsverbot gebe es keine rechtliche Handhabe. Zudem gelte auch für Rammstein die Unschuldsvermutung.