Sie sind mittlerweile routinierter Bestandteil der täglichen Verkehrsmeldungen in Berlin: Blockadeaktionen der Gruppierung „Letzte Generation“. Seit über einem Jahr kleben sich die Klimaaktivistinnen und -aktivisten an den Asphalt, um den Straßenverkehr für ihre Forderungen zu stören – Berlin steht dabei im Fokus. Doch wo genau? Die Berliner Morgenpost hat Meldungen der letzten knapp vier Wochen analysiert und dabei mehrere Straßen und Kreuzungen identifiziert, die besonders häufig betroffen sind.
Für ihre Anliegen schrecken die Aktivistinnen und Aktivisten nicht vor stark umstrittenen Symbolaktionen zurück, wie dem Beschmieren wertvoller Gemälde oder dem Blockieren des BER. Sie fordern die Einführung eines Tempolimits von 100 Kilometer pro Stunde auf deutschen Autobahnen, ein dauerhaftes 9-Euro-Ticket sowie die Einberufung eines Gesellschaftsrats, der Maßnahmen erarbeiten soll, wie Deutschland bis 2030 die Nutzung fossiler Rohstoffe beenden kann.
Charlottenburg-Wilmersdorf

Allerdings gehören die Straßenblockaden zu den häufigsten Aktionen, mit denen die „Letzte Generation“ immer wieder Aufmerksamkeit generiert. Dabei suchen sich die Protestler neuralgische Punkte im Berliner Stadtverkehr, um mit ihrer Aktion eine möglichst breite Wirkung zu entfalten. Besonders häufig betroffen ist der Westen der Stadt, insbesondere die Stadtautobahn im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf nahe des Funkturms.
Tempelhof-Schöneberg
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Auch im Stadtgebiet sind die Aktivistinnen und Aktivisten, die teilweise aus anderen Orten Deutschlands anreisen, aktiv. Sehr häufig haben sie sich an der Dominicusstraße im Bezirk Tempelhof-Schöneberg festgeklebt – mindestens neunmal in den vergangenen vier Wochen.
Prenzlauer Berg

Im Osten Berlins wurde in den vergangenen Wochen im Wesentlichen die Straßen Schönhauser Allee und Danziger Straße in Prenzlauer Berg blockiert – insgesamt 11 mal auf den beiden Straßen. In Mitte war die Kreuzung Müllerstraße/Fennstraße fünfmal betroffen.
In Reaktion auf die Blockaden auf den Straßen kam es in der Vergangenheit immer wieder zu verbalen Ausfällen und sogar Handgreiflichkeiten seitens der Autofahrenden. Zuletzt wurden „Letzte Generation“-Aktivistinnen und -Aktivisten mit kalter Flüssigkeit übergossen. Dennoch setzt die Gruppe ihren Kurs mit der Begründung fort, dass die Folgen des Klimawandels bereits in Südeuropa deutlich zu spüren sind.
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