Nahverkehr

29-Euro-Ticket in Berlin: Peinlicher Fehler bei BVG

Ab dem 1. Oktober gilt das 29-Euro-Ticket.

Ab dem 1. Oktober gilt das 29-Euro-Ticket.

Foto: Annette Riedl / dpa

Der BVG ist beim Anbieten des neuen 29-Euro-Tickets ein böser Fehler unterlaufen: Stundenlang konnten User das Ticket kostenlos laden.

Berlin.  Da staunten einige BVG-Kunden sicher nicht schlecht, als sie online ein Abo für das 29-Euro-Ticket abschließen wollten: Weil die Chip-Karte noch nicht mit Start des Tickets ab dem 1. Oktober verfügbar ist, gab es einen Link zum Herunterladen. Das klappte allerdings auch ohne zu zahlen. Die Berliner Verkehrsbetriebe haben den Fehler bereits behoben.

„Aufgrund der kurzen Vorlaufzeit kann die Abo-Chipkarte (VBB-FahrCard) nicht rechtzeitig bis zum 01. Oktober den Neu-Abonnent*innen zugestellt werden. Damit die Neu-Kund*innen trotzdem sofort am Samstag losfahren können, haben wir gemeinsam mit dem VBB die Abo-Einstiegskarte als Übergangslösung konzipiert“, sagt ein Sprecher der BVG. Bedeutet: Während der kommenden vier Wochen zeigen Kunden das Ticket in Papierform vor.

29-Euro-Ticket: Wer Bus und Bahn ohne gültiges Ticket nutzt, macht sich strafbar

Nach Angaben des Sprechers reiche es aber auch, das 29-Euro-Ticket auf dem Handy vorzuzeigen. Aber: Dieses gelte nur in Kombination mit der personalisierten E-Mail-Bestellbestätigung und einem Personaldokument. Diese müssten einem Kontrolleur gezeigt werden. Ab Freitag soll nun nach dem Bezahlen des Tickets der Name des Käufers auf den Fahrschein gedruckt werden. So wird auch jedem Kontrolleur schnell deutlich, wer das Ticket gekauft hat und wer nicht. Das Ticket ist auch nicht übertragbar.

Wer es geschafft hat, ein Ticket herunterzuladen ohne es zu bezahlen und damit den öffentlichen Nahverkehr nutzt, macht sich strafbar und muss 60 Euro zahlen.

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Dieser Artikel erschien zuerst auf morgenpost.de.