9-Euro-Ticket-Nachfolger

Jarasch: 29-Euro-Ticket bringt schnelle Entlastung

Blick in den Plenarsaal des Berliner Abgeordnetenhaus.

Blick in den Plenarsaal des Berliner Abgeordnetenhaus.

Foto: Wolfgang Kumm/dpa

Berlin (dpa/bb). Verkehrssenatorin Bettina Jarasch hat das in Berlin ab Oktober geplante 29-Euro-Ticket gegen Kritik verteidigt. Der rot-grün-rote Senat sei damit bundesweit vorangegangen und habe ein klares Signal für bezahlbare Mobilität gesetzt, sagte die Grünen-Politikerin am Donnerstag bei der Debatte im Abgeordnetenhaus. Die Nachfolgelösung für das 9-Euro-Ticket, das bis Ende August bundesweit genutzt werden konnte, sei eine konkrete Hilfe für die Berlinerinnen und Berliner, sagte Jarasch.

«Wir entlasten die Menschen spürbar in ihrem Alltag, unkompliziert und schnell», sagte die Senatorin. «Man braucht dafür nicht mal ins Kundencenter.» Das 29-Euro-Ticket lasse sich online bestellen und ausdrucken. Das Ticket ist allerdings auf drei Monate begrenzt, weil die Ampel-Koalition für Anfang 2023 ein bundesweites Ticket in Aussicht gestellt hat. Nötig sei ein dauerhaftes bezahlbares Ticket, sagte Jarasch. Sie betonte: «Wenn das Nachfolgeticket im Januar nicht kommt, dann werden wir die Berlinerinnen und Berliner nicht mit Tariferhöhungen allein lassen.»

Die Verhandlungen mit dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) über das 29-Euro-Ticket seien schwer gewesen, räumte Jarasch ein - «ein echter Parforceritt». Sie hätten sich aber gelohnt. Brandenburg und der VBB seien Berlin schließlich einen großen Schritt entgegengekommen. Mit dem Nachbarland sollen Verhandlungen über eine Tarifreform fortgesetzt werden, kündigte Jarasch an.