Demonstration

Polizei schreitet bei Demo vor Reichstag ein - Festnahmen

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Menschen nehmen an einer Demonstration vor dem Reichstagsgebäude teil. Unter den Demonstranten sind viele aus der Szene der Verschwörungstheoretiker und der Reichsbürger.

Menschen nehmen an einer Demonstration vor dem Reichstagsgebäude teil. Unter den Demonstranten sind viele aus der Szene der Verschwörungstheoretiker und der Reichsbürger.

Foto: Christophe Gateau/dpa

Bei einer Demo vor dem Reichstag kam es zu Festnahmen. Die Teilnehmer hielten sich trotz Aufforderung nicht an die Corona-Regeln.

Berlin. Wegen der Nichteinhaltung von Regeln zur Corona-Eindämmung hat die Polizei bei einer Demonstration vor dem Berliner Reichstagsgebäude am Samstag etwa 30 Menschen festgenommen. Dabei ging es vor allem um die Feststellung der Personalien, weil trotz der Ansage der Polizei zu viele Menschen auf dem Platz vor dem Reichstag waren oder der Mindestabstand nicht eingehalten wurde. Nach Beobachtungen eines dpa-Fotografen protestierten die Menschen, darunter auch Verschwörungstheoretiker, bei der angemeldeten Kundgebung unter anderem gegen Einschränkungen zum Schutz von Coronainfektionen.

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Die Polizei habe in mehreren Lautsprecherdurchsagen darauf hingewiesen, dass die maximale Teilnehmerzahl von 50 Menschen überschritten sei, berichtete die Sprecherin. Dem sei nicht Folge geleistet worden, daher habe die Polizei eingegriffen. Der Protest wurde aber nicht aufgelöst, es gab weiterhin einen Zustrom von Teilnehmenden. Am vergangenen Mittwoch war bei einer Ansammlung vor dem Reichstag ein ARD-Fernsehteam angegriffen worden.

Die Polizei war mit 100 Beamten vor Ort. Insgesamt sind nach Angaben einer Sprecherin 1000 Einsatzkräfte in der ganzen Stadt unterwegs. 400 Beamte kontrollierten rund um den Rosa-Luxemburg-Platz an der Volksbühne. Dort fanden am Nachmittag zwei Demonstrationen statt, bei denen es laut Polizei keine Zwischenfälle gab.

Laut der aktuellen Verordnung des Berliner Senats sind wegen der Corona-Krise Versammlungen mit bis zu 50 Teilnehmenden gestattet, wenn sie an einem festen Ort stattfinden.

Richtigstellung: In einer früheren Version des Artikels war unter einem Foto zu lesen, dass die Demonstration vor dem Reichstagsgebäude durch die Initiative 1bis19 veranstaltet wurde. Dies ist nicht richtig. Die Demonstration vor dem Reichstagsgebäude wurde nicht durch die Initiative 1bis19 veranstaltet. Diese hatte hingegen eine hiervon unabhängige weitere Demonstration vor dem Brandenburger Tor veranstaltet. Die dpa hatte hier etwas vertauscht. Wir bitten um Entschuldigung.

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( dpa )