Gesundheit

Berlin-Marathon im September muss wegen Corona ausfallen

Die Veranstalter des Berlin-Marathons hatten bis zuletzt gehofft, dass der Lauf im Herbst stattfinden kann. Doch das war vergeblich.

Genau 46.983 Läuferinnen und Läufer haben am 46. BMW Berlin Marathon teilgenommen. Das sind mehr als je zuvor.

Genau 46.983 Läuferinnen und Läufer haben am 46. BMW Berlin Marathon teilgenommen. Das sind mehr als je zuvor.

Foto: Reto Klar / FUNKE Foto Services

Berlin. Der Berlin-Marathon muss in diesem Jahr wegen der Corona-Krise abgesagt werden. Der Senat beschloss am Dienstag ein Verbot von Großveranstaltungen mit mehr als 5000 Teilnehmern bis zum 24. Oktober. Der Marathon sollte am 27. September stattfinden, im vergangenen Jahr waren 47.000 Teilnehmer an den Start gegangen.

Berlin ist eine der schnellsten Marathonstrecken. Am 16. September 2018 war der Kenianer Eliud Kipchoge in 2:01:39 Stunden den noch heute gültigen Weltrekord gelaufen. Im Vorjahr fehlten dem Äthiopier Kenenisa Bekele nur zwei Sekunden, um diese Marke zu verbessern.

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Im Zuge der Coronakrise waren zuletzt auch zahlreiche andere Marathons abgesagt worden. In Boston und London hoffen die Organisatoren noch, die Läufe im September und Oktober nachholen zu können. Im März war in Berlin bereits der für den 5. April geplante Halbmarathon abgesagt worden. Für das Laufevent waren rund 34 000 Teilnehmer erwartet worden.

Berliner Marathon-Macher: "Ich bin absolut überrascht"

Die Macher des Berlin-Marathons hat das Aus der renommierten Großveranstaltung kalt erwischt. "Ich bin absolut überrascht", sagte Jürgen Lock, Geschäftsführer des veranstaltenden SCC Berlin, dem "Tagesspiegel". Nach seinen Angaben wurde Lock nicht von den Behörden vorher informiert, dass das Event nicht stattfinden kann.

Er habe von der Entscheidung des Senats, alle Veranstaltungen mit mehr als 5000 Teilnehmern im Kampf gegen die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verbieten, aus den Medien erfahren. Berlins Sportsenator Andreas Geisel (SPD) erklärte der Zeitung: "Als Sportsenator bedauere ich jedes Sportereignis, das nicht stattfinden kann." Es wäre aber unfair gewesen, die Veranstalter in falscher Hoffnung zu wägen und eine Sicherheit zu suggerieren, die es so noch nicht gebe.

Schon bei der Pressekonferenz am Dienstag nach den Beschlüssen hatte Wirtschaftssenatorin Regina Pop (Grüne) betont, dass man den jeweiligen Verantwortlichen auch Planungssicherheit geben wolle.

Der Halbmarathon, der ebenfalls vom SCC organisiert wird, hatte ebenfalls bereits durch die Corona-Krise abgesagt werden müssen. "Das Jahr ist gelaufen", sagte Lock mit Blick auf die Finanzen.

Auf der Homepage erklärte der SCC: "Wir werden uns nun mit den Konsequenzen der behördlichen Untersagung unserer Veranstaltungen beschäftigen, uns über die weiteren Schritte abstimmen und euch dann informieren." Das SCC-Team bat dabei auch, von der weiteren Kontaktaufnahme per Mail, Telefon, Kontaktformular oder über Social-Media-Kanäle abzusehen. Für den Berlin-Marathon haben sich fast 50.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer angemeldet.

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