Coronavirus

So fahren BVG und S-Bahn in der Corona-Krise

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) fahren wieder im Normalbetrieb. Auch bei der S-Bahn gibt es weniger Einschränkungen.

Merkel sagt 525 Millionen Euro bei Corona-Geberkonferenz zu

Bei der internationalen Online-Geberkonferenz zum Kampf gegen das Coronavirus hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU) für Deutschland 525 Millionen Euro zugesagt. Das Geld soll unter anderem in die Entwicklung eines Impfstoffes fließen.

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Berlin. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) fahren wieder im Normalbetrieb. Alle Busse und Bahnen haben am 4. Mai 2020 wieder ihren regulären Takt aufgenommen, wie die BVG mitteilte. Wegen der Corona-Pandemie hatte das Unternehmen ihr Angebot in den Wochen zuvor ausgedünnt.

Einige Änderungen bleiben dennoch bestehen:

  • Fahrgäste müssen in Bus und Bahn einen Mund-Nase-Schutz tragen
  • In den Bussen und Bahnen sollen Mindestabstand und Hygienevorschriften eingehalten werden.
  • Der Vordereinstieg beim Bus und der Ticketverkauf beim Fahrpersonal wird weiter ausgesetzt. Tickets können per App oder am Automaten gekauft werden.
  • Außer Betrieb bleibt die U-Bahnlinie U55 - auf der vor allem touristisch nachgefragten Linie stehen langfristig geplante Maßnahmen zur Anbindung an die U5 an.
  • Informationen über das Angebot der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) in der Corona-Krise erhalten Sie auch auf der BVG-Website.

„Mit gegenseitiger Rücksichtnahme und Respekt kann jeder dazu beitragen, die Abstände so gut wie möglich einzuhalten. So bitten wir unsere Fahrgäste weiterhin, die volle Länge der Fahrzeuge zu nutzen und auch beim Ein- und Ausstieg auf Abstand zu achten. Wer es anders einrichten kann, sollte zudem Fahrten in den üblichen Hauptverkehrszeiten vermeiden“, sagte Rolf Erfurt, Vorstand Betrieb der BVG.

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Corona-Krise in Berlin: Änderungen bei der S-Bahn und im Regionalverkehr

Auch bei der Berliner S-Bahn gelten die Abstandsregeln und die Pflicht, einen Mund-Nase-Schutz zu tragen. Weitere Änderungen in der Übersicht:

  • Die S-Bahn Berlin hat seit dem 18. Mai die Taktzeiten auf zwei Linien verdichtet.
  • Zu den Hauptverkehrszeiten werden wieder die Verstärkerzüge der S3 (Friedrichshagen <> Ostbahnhof) und S5 (Mahlsdorf <> Ostbahnhof) eingesetzt.
  • Die Verstärkerzüge auf der S1 (Zehlendorf <> Potsdamer Platz) folgen eine Woche später, am 25. Mai. Im südlichen Abschnitt der S1 finden zurzeit noch Bauarbeiten statt.
  • Ab dann fährt die S-Bahn wieder mit voller Kapazität.
  • Seit 04.05. verkehren die Linien S26, S45 und S85 wieder.
  • Ab sofort kann es bei jedem Halt am Bahnsteig zu automatischen Öffnungen der Fahrgasttüren kommen.
  • Informationen über den Regionalverkehr im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) in der Corona-Krise erhalten Sie auch auf der VBB-Website.

Trotz Coronavirus: Fahrkartenkontrollen bleiben bei BVG und S-Bahn

Trotz der Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus behalten BVG und Deutsche Bahn die Fahrkartenkontrollen bei. „Die Tarifregeln gelten, man braucht weiterhin einen Fahrschein“, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn. Die Tickets würden jedoch per Sichtkontrolle überprüft.

Fahrkarten können Fahrgäste in den Regionalzügen nun auch nicht mehr kaufen. Die BVG will ihre Kontrollen ebenfalls fortsetzen. „Es finden keine Kontrollen mehr in den Zügen statt sondern auf dem Bahnsteig“, sagte BVG-Sprecherin Nelken.

Coronavirus und die BVG: U-Bahnen, Busse und Trams nicht desinifziert

Die BVG ruft die Fahrgäste zudem zu Eigenverantwortung und Rücksichtnahme zum Schutz vor dem Coronavirus auf. U-Bahnen, Busse und Straßenbahnen würden zwar regelmäßig gereinigt werden, jedoch finde eine Desinfektion der Fahrzeuge nicht statt, wie eine BVG-Sprecherin mitteilte. „Das können wir nicht leisten.“ Haltestangen, Türknöpfe und Touchscreens der Fahrkartenautomaten würden stattdessen mit Wasser und Reinigungsmittel geputzt.

„Wir appellieren an die Menschen, selber Verantwortung zu übernehmen. Beim Türöffnen beispielsweise ein Taschentuch auf die Finger legen“.

Die S-Bahn Berlin folge „den Vorsorgeempfehlungen des Robert Koch-Instituts“, teilte ein Bahnsprecher mit. Die Züge würden „entsprechend regelmäßig gereinigt“. Die Deutsche Bahn stehe als Betreiber in ständigem Austausch mit den Gesundheitsbehörden.

Bei Oberflächen, die kurz zuvor mit Viren kontaminiert wurden, sei eine Übertragung durch Schmierinfektion denkbar, heißt es beim Bundesinstitut für Risikobewertung. Es gebe aber bislang keine Fälle, bei sich Menschen nachweislich durch Kontakt zu kontaminierten Gegenständen mit Sars-CoV-2 infiziert haben.

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