ADAC-Studie

Der Berliner Verkehr nervt vor allem Autofahrer

Nur in Duisburg und Köln ist der Verkehr noch schlimmer als in Berlin. Das ergab eine neue Studie des ADAC unter Verkehrsteilnehmern.

Autos stauen sich auf der Berliner Stadtautobahn A100

Autos stauen sich auf der Berliner Stadtautobahn A100

Foto: dpa Picture-Alliance / Robert Schlesinger / picture alliance / Robert Schles

Berlin. Die Berliner sind mit den Verkehrsbedingungen in der Stadt nicht sonderlich zufrieden. Das ist das Ergebnis einer Studie des Marktforschungsinstituts Komma in Zusammenarbeit mit dem Automobilclub ADAC, die am Mittwoch vorgestellt wurde. Demnach gaben 30 Prozent der befragten Berliner dem Verkehr die Schulnoten 1 oder 2, 51 Prozent die Noten 3 oder 4 sowie 19 Prozent eine 5 oder 6. Nur Duisburg und Köln schnitten unter den 15 untersuchten größten deutschen Städten noch schlechter ab.

Für die Analyse wurden im vergangenen Sommer mehr als 9000 Einwohner, Pendler und Besucher befragt, rund 600 in jeder Stadt, getrennt nach ihrer Rolle als Autofahrer, Radfahrer, Fußgänger oder Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs.

Sehr genervt sind die Autofahrer Berlins. Laut Studie vergaben 31 Prozent die Noten 5 und 6 für ihre Fahrbedingungen und nur 17 Prozent die Noten 1 und 2. Etwas besser sieht es bei den Radfahrern aus: Von ihnen gaben 26 Prozent ein positives und 22 Prozent ein negatives Urteil ab.

Beim öffentlichen Personennahverkehr belegt Berlin einen Platz im Mittelfeld mit 36 Prozent positiven Bewertungen (Noten 1 und 2) sowie 12 Prozent schlechten Noten (5 und 6). Im Städtevergleich erreichte Dresden den Spitzenplatz: 55 Prozent der Befragten gaben hier die Bestnoten 1 und 2. Auf Platz zwei landete Leipzig (47 Prozent), dann folgt Hannover (46 Prozent). Besonders unzufrieden mit der Fortbewegung in ihrer Stadt sind die Kölner und Duisburger.

Auf Streife mit der Fahrradstaffel
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