Kulturstaatssekretär

Tim Renner will für Deutschen Bundestag kandidieren

Der bisherige Berliner Kulturstaatssekretär Tim Renner will in den Bundestag. Er bewirbt sich um ein Direktmandat in Charlottenburg.

Tim Renner, scheidender Kulturstaatssekretär - hier in seinem Büro

Tim Renner, scheidender Kulturstaatssekretär - hier in seinem Büro

Foto: Amin Akhtar

Der Berliner Kulturstaatssekretär Tim Renner (SPD) will im kommenden Jahr für den Bundestag kandidieren. Er habe sich am Mittwochabend offiziell als Direktkandidat für den Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf beworben, sagte der Kulturpolitiker der Berliner Morgenpost. Den Bezirk habe er gewählt, so Renner, weil es für ihn wichtig sei, dort anzutreten, wo er zu Hause ist.

Tim Renner (52) ist Musikproduzent und Buchautor, von 1999 bis 2004 war er Präsident der Universal Music GmbH in Deutschland. Anschließend war er Geschäftsführer der Motor Entertainment GmbH. Seit April 2014 ist er Staatssekretär für kulturelle Angelegenheiten des Landes Berlin. Das Amt endet jetzt, Klaus Lederer (Linke) bezieht voraussichtlich am 12. Dezember das Büro als neuer Kultursenator.

Er wolle nicht in die Wirtschaft zurückkehren, sagt Renner, und auch kein Buch schreiben. „Ich habe gemerkt, wenn man Input gibt, kann man relativ schnell viel bewegen“, erklärt Renner seine Entscheidung. Er habe sich sowohl von seiner Familie als im politischen Umfeld beraten lassen, so auch vom früheren Berliner Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit.

Ein Selbstläufer ist die Kandidatur Renners jedoch keineswegs. Die SPD-Mitglieder in Charlottenburg-Wilmersdorf werden ihren Bundestagskandidatem in einer Urabstimmung küren. Dabei stößt der frühere Kulturstaatssekretär aber auf harte Konkurrenz. Beworben haben sich unter anderem der frühere Juso-Landesvorsitzende Fabian Schmitz und der bisherige Baustadtrat Marc Schulte.

Beworben hat sich auch die Abgeordnete Ülker Radziwill. Sie hatte 2011 die Abstimmung der Mitglieder gewonnen. Bei der Wahl siegte aber CDU-Kandidat Klaus-Dieter Gröhler und zog in den Bundestag ein. Ebenfalls im Rennen ist der Spandauer Abgeordnete Daniel Buchholz.

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