Koalitionsgespräche

Rot-Rot-Grün - Unter den Linden soll Fußgängerzone werden

Unter den Linden könnte bald den Fußgängern gehören

Unter den Linden könnte bald den Fußgängern gehören

Foto: picture-alliance

Der Plan wurde im Zuge der Koalitionsverhandlungen zwischen SPD, Linken und Grünen bekannt. Die Opposition zürnt.

Ein "Kampf gegen Autofahrer" sei das, was Rot-Rot-Grün da plane, erklärt die Berliner CDU in einer Pressemitteilung. "Wer die Hoffnung hatte, dass das Linksbündnis auch echte Lösungen in der Verkehrspolitik liefert, wird enttäuscht."

Es geht um das jüngst bekannt gewordene Vorhaben der rot-rot-grünen Koalitionäre, den Boulevard Unter den Linden zur autofreien Zone zu erklären.

Mit dem Humboldt Forum kommen noch mehr Touristen

In einem Expertenpapier steht der Plan, die Straße Unter den Linden für den Verkehr zu sperren. Am Freitag wollen SPD, Linke und Grüne in großer Runde darüber verhandeln.

Das Vorhaben wird damit begründet, dass durch die Fertigstellung des Humboldt Forums noch mehr Touristenmassen die Straße entlangströmen.

Unter den Linden autofrei - So diskutieren Leser die Idee

Taxis und Busse sollen fahren dürfen

Wenn die U5 fertig gebaut ist, soll der Verkehr zwischen Schloßbrücke und Brandenburger Tor für Privatautos gesperrt werden. Fußgänger sollen künftig auf rund 1500 Metern weitgehend ungestört von Verkehr flanieren können.

Nur auf der Friedrichstraße sollen Autofahrer den Boulevard noch queren dürfen. Dafür würde die autofreie Zone unterbrochen. Taxis und Busse sollen fahren dürfen, Details müssen noch geplant werden.

Die CDU ahnt derweil Schlimmstes. "Berlin soll womöglich gar ganz zur autofreien Zone werden", heißt es in der Pressemitteilung.

( dpa/jof/mnd )