Infrastruktur

In Neukölln entsteht ein neues Wohnquartier

Am Mariendorfer Weg werden 600 neue Wohnungen gebaut. Im Herbst soll der Grundstein gelegt werden, Bagger sind bereits vor Ort.

Auf dem Areal befindet sich eine ehemalige Frauenklinik

Auf dem Areal befindet sich eine ehemalige Frauenklinik

Foto: Steffen Pletl

Berlin-Neukölln. Am Mariendorfer Weg in Neukölln entsteht ein neues Wohnquartier. Bis 2018 sollen auf dem einstigen Areal der Frauenklinik insgesamt 600 1,5 bis 5 Raumwohnungen gebaut werden. Zudem wird es dort künftig auch Appartements für Studenten geben. Außerdem ist der Bau einer Kita mit 65 Plätzen geplant.

Der Bauherr dieses Wohnprojektes ist die Petruswerk Katholische Wohnungsbau- und Siedlungsgesellschaft mbH. Die Bauarbeiten sind schon angelaufen. Zahlreiche der nach dem Krieg auf dem Areal gebauten Neubauten sind bereits abgerissen. Eine große Freifläche tut sich hinter den drei unter Denkmalschutz stehenden einstigen Krankenhausgebäuden auf. In den kommenden Wochen werden die Erdbauarbeiten vorangetrieben und die Baugruben für den ersten Häuserkomplex ausgehoben.

Grundsteinlegung im September

Anfang September soll dann der Grundstein gelegt werden. Bis zum Frühjahr 2018 sollen die Neubauten fertig sein, doch bereits im Frühjahr 2017 können die ersten Mieter auf dem Areal ihre Wohnung beziehen. In den denkmalgeschützten Häusern sollen werden bereits zu diesem Zeitpunkt die ersten Wohnungen bezugsfertig sein.

Das etwa sechs Hektar große Klinikareal beiderseits des Mariendorfer Weges soll in den kommenden Jahren zu einem modernen Wohnquartier ausgebaut werden. Derzeit wird ausschließlich auf dem nördlichen Teil gearbeitet. Nach Abschluss dieser Arbeiten soll der südliche Teil entwickelt werden.

Teile der Anlage unter Denkmalschutz

Der Krankenhauskomplex wurde Anfang des vergangenen Jahrhunderts gebaut. Er zählte mit der Eröffnung 1917 zu den größten Einrichtung dieser Art in Deutschland. Drei Häuser und ein Teil der Begrenzungsmauer stehen heute unter Denkmalschutz.

Die in den Jahren 1920, 1953 und 1973 erbauten Gebäude im Südbereich wurden als Kinderkrankenhaus, für Außenstellen der Verwaltung, für soziale Einrichtungen sowie als geriatrische Klinik genutzt. Nach der Jahrtausendwende wurde dort der Krankenhausbetrieb eingestellt. Seither wurden in den Gemäuern illegale Partys gefeiert. Zudem war der Komplex in den zurückliegenden Jahren auch ein ständiger Einsatzort für die Berliner Feuerwehr.