Feiertag

1. Mai 2016 in Berlin - Demos, Sperrungen & Myfest

Am 1. Mai sorgen in Berlin zahlreiche Demos für Sperrungen. Auch das 14. Kreuzberger MyFest findet statt. Alle Infos zum Maifeiertag.

Besucher tanzen auf dem "Myfest" in Kreuzberg

Besucher tanzen auf dem "Myfest" in Kreuzberg

Foto: dpa Picture-Alliance / Kay Nietfeld / picture alliance / dpa

Demonstranten des "revolutionären 1. Mai" wollen am Maifeiertag mitten durch Kreuzberg ziehen. Die Polizei und der Bezirk wollen das verhindern und setzen auf das MyFest.

Daneben gibt es auch in diesen Jahr am "Tag der Arbeit" wieder zahlreiche kleinere und größere Veranstaltungen, Demonstrationen und Umzüge. Das sind die Demos und Veranstaltungen am 1. Mai 2016 in Berlin - und diese Straßen sollten Autofahrer meiden.

14. MyFest in Kreuzberg

Friedlich feiern statt Krawall: Das ist das Konzept des ganztätigen Straßenfestes MyFest in Kreuzberg. Es findet seit 2003 jedes Jahr zum 1. Mai in Berlin-Kreuzberg statt und wird von Händlern, Anwohnern und Bürgerinitiativen organisiert, die sich für ein friedliches Zusammenleben ohne Gewalt einsetzen wollen.

Das Berliner Straßenfest bietet ein großes kulinarisches und kulturelles Angebot von Konzerten bis hin zu Feuerwehrvorstellungen. Auf mehr als 20 Bühnen treten am 1. Mai Musiker, DJs und Performancekünstler auf. Ab 11.30 Uhr lockt das Festgelände zwischen Oranienplatz, Görlitzer Bahnhof, Kottbusser Tor und Mariannenplatz zudem mit zahlreichen Imbissbuden und Getränkeständen. Außerdem werden Performancekünstler, Comedians, Diabolokünstler und viele weitere Unterhaltungskünstler auftreten. Es wird bis in die Nacht gefeiert.

14. Myfest 2016, Sonntag, 1. Mai 2016 ab 11.30 Uhr, Berlin-Kreuzberg.

Demonstration des DGB und Maifest

Zum Tag der Arbeit am 1. Mai findet auch in diesem Jahr eine Demonstration des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) statt. Start ist ab 10 Uhr am Hackeschen Markt, gefolgt von einer Kundgebung auf dem Platz des 18. März ab 11:30 Uhr. Danach laden die Veranstalter zum Maifest mit Infomeile auf die Straße des 17. Juni ein. Auf der Bühne treten verschiedene Bands auf. Bis 19 Uhr wird zudem ein Kinder- und Familienfest mit Hüpfburgen, Musik und kulinarischen Genüssen geboten.

Route der "Revolutionären 1. Mai Demo" umstritten

Zur "Revolutionären 1. Mai Demo" werden mehrere wieder Tausend Teilnehmer in der Hauptstadt erwartet. Über die Route müssen allerdings die Gerichte entscheiden. Die Veranstalter haben vor dem Verwaltungsgericht Widerspruch eingelegt.

So verlief der 1. Mai 2015 in Berlin:

Die Demonstration sollte am Oranienplatz starten und durch die Kreuzberger Oranienstraße im Zentrum des Stadtteils laufen. Anschließend sollten die Demo weiter durch Kreuzberg, Nord-Neukölln und zurück zum Kottbusser Tor geführt werden. Angemeldet sind 20 000 Teilnehmer.

Die Polizei lehnte diese Strecke allerdings ab. Als Gründe wurden das Myfest mit Zehntausenden Besuchern rund um die Oranienstraße und mögliche Gewaltausbrüche von Demonstranten genannt. Jetzt wollen die Veranstalter klagen.

Neuköllner Maientage

Die Neuköllner Maientage bieten bereits zum 51. Mal eine Mischung aus Tradition und Moderne. Veranstalter ist das Bezirksamt Neukölln. Der Jahrmarkt findet im Volkspark Hasenheide statt. Rund 100 Schausteller sorgen in diesem Jahr mit ihren Karussells, Imbissbuden, Shows und Attraktionen für Festtagsstimmung.

Neuköllner Maientage 2016, 29. April bis 25. Mai 2016, Volkspark Hasenheide, Öffnungszeiten: Montag, Dienstag und Donnerstag von 15 bis 23 Uhr, Mittwoch, Freitag und Samstag von 14 bis 24 Uhr sowie Sonn- und Feiertags jeweils von 14 bis 23 Uhr geöffnet. Eintritt frei.

Straßensperrungen wegen Mai-Demos & MyFest 2016 in Berlin

Im Bereich des MyFests zwischen Oranienplatz, Görlitzer Bahnhof, Kottbusser Tor und Mariannenplatz wird am 1. Mai ab ca. 12 Uhr bis ca. 1 Uhr nachts ein vollständiges Halteverbot verhängt.

Auch entlang der Route der "revolutionären 1. Mai-Demonstration" wird es zu weiträumigen Sperrungen kommen. Die Strecke steht allerdings noch nicht endgültig fest.

In den vergangen Jahren wurden Autofahrer bereits in der Walpurgisnacht am 30. April aufgefordert, rund um den Mauerpark in Prenzlauer Berg, den Boxhagener Platz im Friedrichshain sowie rund um den S-Bahnhof Wedding weder zu halten noch zu parken.

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