Demonstration

1. Mai in Kreuzberg - Linksextreme Szene uneinig

Am 1. Mai wollen Linksradikale in Kreuzberg demonstrieren, so wie 2015

Am 1. Mai wollen Linksradikale in Kreuzberg demonstrieren, so wie 2015

Foto: picture alliance/dpa/Bernd von Jutrczenka

Am Tag der Arbeit nach Plauen reisen oder in Berlin bleiben? Darüber streiten rund drei Wochen vor dem 1. Mai linksextreme Gruppen.

Rund drei Wochen vor dem 1. Mai ist sich die linksradikale Szene über die richtige Strategie ihrer Proteste in Kreuzberg uneinig. Die „Autonome Antifa“, eine der vielen linksextremen Splittergruppen, rief im Internet zum Widerstand gegen eine rechtsextreme Demonstration an dem Tag in Plauen (Sachsen) auf. Dagegen wollen die Anmelder der traditionellen linksradikalen 18-Uhr-Demonstration am 1. Mai in Berlin bleiben. Sie bereiten nach eigenen Angaben derzeit eine Klage vor, um die von ihnen gewünschte Strecke mitten durch den Kreuzberger Oranienstraßen-Kiez durchzusetzen.

Die Antifa schrieb bereits Angang April auf einer Internetseite: „An das Maispektakel: Revolution ist mehr als 18 Uhr in Kreuzberg Bier trinken, aus diesem Grund: Am 30. April nach Stuttgart und den AFD-Parteitag angreifen. Am 1. Mai nach Plauen und den Naziaufmarsch zum Desaster machen.“ In Plauen wollen Neonazis und Rechtsextremisten eine große Demonstration abhalten.

In Kreuzberg ist zum einen - nach monatelangen Streitereien - das übliche Straßenfest geplant. Das sogenannte „Myfest“, das vom Senat und dem Bezirk unterstützt wird, soll die radikale Demonstration sowie Randalierer fernhalten und die früher üblichen Krawalle verhindern.

Die Polizei will daher die schon lange angemeldete 18-Uhr-Demonstration nicht durch das Fest in der Oranienstraße laufen lassen. Dagegen steht nun eine Klage an.

( dpa/sei )