Jennifer Ulrich

Morddrohung: Berliner Schauspielerin im Streit mit Facebook

Die Schauspielerin wurde bei Facebook mit dem Tode bedroht. Doch als sie dies bei Facebook meldete, wurde ihr Beschwerde-Post gelöscht.

Die in Berlin lebende Schauspielerin Jennifer Ulrich wurde im Internet bedroht

Die in Berlin lebende Schauspielerin Jennifer Ulrich wurde im Internet bedroht

Foto: Ricarda Spiegel

Die in Berlin lebende Schauspielerin Jennifer Ulrich ist in dem sozialen Netzwerk Facebook mit Hassbotschaften angegriffen und sogar mit dem Tode bedroht worden. Auslöser war offenbar eine Äußerung über die fremdenfeindlichen Zwischenfälle im sächsischen Clausnitz.

Die 31-Jährige wurde von einem User als „Missgestalt“ tituliert und in dem Post massiv mit körperlicher Gewalt bedroht. Der Schreiber erwähnte dabei unter anderem, eine Kettensäge oder ein Messer benutzen zu wollen. Die Schauspielerin, bekannt unter anderem aus dem Film „Die Welle“, ließ sich nicht einschüchtern und meldete den Facebook-Administratoren den offensichtlichen Verstoß.

Beschwerde-Post verschwindet plötzlich

Erst als Ulrichs Schauspielerkollege Til Schweiger dann auf seiner Facebook-Seite diese Beschwerde teilte und eine Million Menschen den Beitrag anschauten, wurde dann „ganz plötzlich mein Beschwerde-Post gelöscht“, weil er angeblich „nicht den Facebook-Gemeinschaftsstandards entspricht“, teilte Jennifer Ulrich später mit.

Die 31-Jährige hat sich daraufhin öffentlich über das Verhalten von Facebook beschwert. „Jeden Hinweis auf ein eventuelles Fehlverhalten Facebooks zu löschen finde ich ein fragwürdiges Umgehen mit Kritik an sich selbst.“


Facebook reagierte danach auf die Beschwerde der Schauspielerin wegen der Löschung ihres Beitrags und antwortete im Namen des Teams: „Ein Mitarbeiter unseres Teams hat versehentlich einen Beitrag von Dir auf Facebook entfernt. Es handelt sich hierbei um einen Irrtum und wir möchten uns für diesen Fehler entschuldigen. Wir haben den Inhalt wiederhergestellt und Du müsstest ihn jetzt wieder sehen können.“

© Berliner Morgenpost 2018 – Alle Rechte vorbehalten.