Flüchtlinge in Berlin

Eigene Schule für Kinder aus den Tempelhofer Hangars

Joachim Fahrun
Kinder, die in den Flugzeughangars in Tempelhof leben, werden demnächst in Schöneberg unterrichtet

Kinder, die in den Flugzeughangars in Tempelhof leben, werden demnächst in Schöneberg unterrichtet

Foto: Bernd von Jutrczenka / dpa

Die Notunterkunft für Flüchtlinge am Tempelhofer Weg in Schöneberg wird geräumt. Das Gebäude soll als Bildungszentrum genutzt werden.

Die Notunterkunft für Flüchtlinge am Tempelhofer Weg in Schöneberg wird in den nächsten Tagen geräumt. Das Gebäude soll als Bildungszentrum hergerichtet und für den Schul- und Sprachunterricht für die Kinder aus den Flugzeughangars in Tempelhof genutzt werden.

Die Familien unter den 230 Bewohnern der ehemaligen Teske-Schule sollen ins frühere Rathaus Friedenau umziehen. Die Bedingungen in dem ehemaligen Bürogebäude seien besser als in den Klassenräumen der Schule, sagte der Leiter der Betreiberfirma Tamaja, Michael Elias, der auch die Tempelhofer Hangars managt. Die 80 alleinreisenden Männer sollen ebenfalls schrittweise in andere Unterkünfte wechseln.

Die freiwilligen Flüchtlingshelfer wandten sich am Montag in einer Presseerklärung dagegen, die funktionierende Notunterkunft aufzugeben. Das Nachnutzungskonzept sei fragwürdig. Die Grünen warben dafür, etwa aus Holzmodulen ein Unterrichtsgebäude direkt neben den Hangars zu bauen, anstatt die Kinder mit Bussen durch den Bezirk zu fahren.

( jof )