Prozess in Berlin

Schwangere Maria P. aus nächster Nähe angezündet

Bevor die Täter die hochschwangere 19-Jährige anzündeten, stachen sie Maria P. in den Bauch, schlugen und übergossen sie mit Benzin.

Im Prozess um den Feuertod der hochschwangeren Maria P. gegen zwei junge Männer geht die Beweisaufnahme dem Ende zu. Zu einem Urteil könnte es nach derzeitigen Planungen am 19. Februar kommen, teilte das Berliner Landgericht am Donnerstag mit. Zuvor war eine Brandsachverständige befragt worden.

Die beiden 20 Jahre alten Angeklagten müssen sich seit fast vier Monaten wegen Mordes verantworten. Einer ist der Vater des toten Kindes. Die Männer sollen die 19-Jährige am Abend des 22. Januar 2015 in einen Wald im Stadtteil Köpenick gelockt, durch Messerstiche verletzt, mit Benzin übergossen und sie mit einem Feuerzeug in Brand gesetzt haben. Die Frau sei getötet worden, um die Geburt des Kindes zu verhindern.

Die Brandexpertin des Bundeskriminalamtes (BKA) sagte, das Entzünden sei höchstwahrscheinlich aus einer geringen Entfernung von ein bis zwei Zentimetern erfolgt. Der Fundort der Leiche sei nicht identisch mit dem Ort, an dem das Opfer mit Benzin übergossen wurde. Die brennende Frau soll sich noch wenige Meter bewegt haben.