Prozess

Mord an Maria P.: Angeklagter roch „beißend nach Benzin“

Die hochschwangere Maria P. wurde angezündet und starb. Der Vater des toten Kindes und ein Kumpel stehen nun vor Gericht.

Im Mordprozess um den Feuertod einer Hochschwangeren hat ein Zeuge von einer Begegnung mit einem der beiden Angeklagten kurz nach der Tat berichtet. Sein Bekannter, der Angeklagte Daniel M., sei plötzlich bei ihm aufgetaucht und habe „beißend nach Benzin gerochen“, sagte der 23-Jährige am Dienstag vor einer Moabiter Jugendkammer. Daniel M. habe aufgeregt berichtet, dass ein Kumpel eine Frau mit Benzin übergossen habe.

Den zur Tatzeit 19 Jahre alten Angeklagten Daniel M. und Eren T. wird gemeinschaftlicher Mord zur Last gelegt. Sie sollen die 19-jährige Maria P. vor rund acht Monaten in einen Wald in Treptow gelockt, mit einem Küchenmesser verletzt, mit Benzin übergossen und sie bei lebendigem Leib verbrannt haben. Beide Angeklagten schweigen vor Gericht. Nach der Tat hatten sie sich bei der Polizei gegenseitig belastet.

Die Ermittler gehen davon aus, dass Maria P.s Freund, Eren T., die Geburt des Kindes unbedingt verhindern wollte. Als Verstärkung habe er sich vermutlich den schon mehrfach mit den Gesetzen in Konflikt geratenen Daniel M. geholt. Der Prozess wird fortgesetzt.