Morgenpost-Ratgeber

Auto: Wer misst den Reifendruck nun richtig?

Wie kommt es, dass schon kurz nach dem Reifenwechsel die Messwerte des Autopflegedienstes und der Tankstelle voneinander abweichen?

Ein Kfz-Mechatroniker überprüft in einer Werkstatt den Reifendruck eines Autos.

Ein Kfz-Mechatroniker überprüft in einer Werkstatt den Reifendruck eines Autos.

Foto: Inga Kjer / picture alliance / dpa Themendie

Dieter L., Heiligensee: Wir haben schon mehrmals feststellen müssen, dass die Werte, die beim Autopflegedienst, bei dem die Sommer bzw. Winterreifen jeweils aufbewahrt werden, nach dem Wechsel von den bei der Tankstelle ermittelten Werten abweichen. Rückfragen ergaben, dass bei beiden Stellen Eichungen vorgenommen wurden. Jetzt behauptete der Inhaber des Autopflegedienstes, dass Abweichungen nach der Fahrt von Heiligensee nach Borsigwalde um 0,2 normal wären und dass Winterreifen einen geringeren Druck als Sommerreifen aufweisen sollten. Meine Reifen wären dicht, ich könnte mit ihnen überall hinfahren. Was ist hier richtig?

Thomas Lundt: Kompliment, nicht viele Autofahrer achten so genau auf ihren Reifendruck obwohl der einen großen Einfluss auf Verbrauch, Haltbarkeit und vor allem auf die Verkehrssicherheit hat. Zu Ihrem Thema kann ich Sie beruhigen. Überall sind oder sollten die Reifendruckprüfer geeicht sein. Haben Sie eine Abweichung in der von Ihnen geschilderten Größenordnung, ist das völlig normal.

Erstens weil auch geprüfte Geräte Toleranzen haben und zweitens weil sich Reifen erwärmen oder abkühlen und es dadurch zu leichten Veränderungen kommt. Winterreifen mit weniger Druck zu fahren, ist hier bei uns nicht nötig, weil wir keine dauerhafte Schneedecke haben. Das macht man in winterlichen Gegenden um den Grip im Schnee zu verbessern. Hier bei uns ist das nicht nötig und der Kraftstoffverbrauch wird niedriger sein.

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