Sicherheitskonzept

Mehr Kontrollen für Silvesterparty am Brandenburger Tor

Sicherheitskonzept: Trotz der Terroranschläge in Paris soll die Berliner Silvesterparty am Brandenburger Tor stattfinden.


Tausende Menschen feiern auf der Festmeile zwischen Siegessäule und Brandenburger Tor in Berlin (Archivbild)

Tausende Menschen feiern auf der Festmeile zwischen Siegessäule und Brandenburger Tor in Berlin (Archivbild)

Foto: Britta Pedersen / dpa

Die Silvesterparty vor dem Brandenburger Tor und auf der Straße des 17. Juni wird trotz der Terroranschläge in Paris und der veränderten Sicherheitslage auch in diesem Jahr stattfinden. Das bestätigte Anja Marx, Sprecherin des Veranstalters „Silvester in Berlin“ Willy Kausch. Man greife auf das bewährte Sicherheitskonzept der vergangenen Jahre zurück und werde es der aktuellen Lage anpassen. So werde die Partymeile wieder eingezäunt, an den Eingängen gebe es Kontrollen von Ordnern, die auch auf dem gesamten Festgelände verteilt sind.

Am Sicherheitskonzept wird noch gearbeitet

Anja Marx verspricht „noch mehr Sicherheit“, was zum Beispiel mehr Kontrollen an den Eingängen und noch mehr Ordner bedeuten könne. Weitere Absprachen mit den zuständigen Behörden sollen in der nächsten Woche getroffen werden. „Wir wollen alle, dass die Party stattfindet und werden alles dafür tun“, versicherte Willy Kausch am Freitag. Mehr Details zum Sicherheitskonzept und zum Bühnenprogramm will der Veranstalter am 16. Dezember bekannt geben.

Die Polizei ist bei der Party am 31. Dezember wieder besonders gefordert, sie hält sich aber bedeckt. Der Veranstalter sei für das Sicherheitskonzept zuständig, heißt es. Natürlich sitze man mit im Boot. „Aber zu Schutzmaßnahmen äußern wir uns nicht“, so der Polizeisprecher.

Bezirksamt fordert einheitliche Leitlinien

Auch das Bezirksamt nimmt an den Besprechungen zum Sicherheitskonzept teil. „Unser Ziel ist es weiterhin, die größtmögliche Sicherheit bei der Durchführung von Großveranstaltungen zu gewährleisten – auch und gerade unter nunmehr zusätzlich erschwerten Rahmenbedingungen“, sagt Carsten Spallek (CDU), Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung und Ordnung. Bis heute fehle es in Berlin leider an einheitlichen und verbindlichen Leitlinien zur Durchführungen von Großveranstaltungen und Regelung von Zuständigkeiten. In anderen Bundesländern seien diese seit längerem vorhanden. „Der Bezirk Mitte hat mehrfach auf die Notwendigkeit hingewiesen und hofft, dass der Senat nunmehr endlich auch Berlin verlässliche und klare Regelungen schafft“, so Spallek. Fest stehe aber für die Silvesterfeier: „Die Sicherheitskonzepte wird selbstverständlich überarbeitet und weitere verfeinert und verbessert“, so der Stadtrat.

Drei Bühnen auf der Partymeile

Auch in diesem Jahr wird es wieder drei Bühnen geben, eine am Brandenburger Tor, eine an der Siegessäule und eine in der Mitte der Partymeile. Im vergangenem Jahr musste aufgrund des großen Besucherandrangs um 18.10 Uhr die erste Kontrollstelle am Platz des 18. März geschlossen werden, ab 21.30 Uhr wurden nach und nach weitere Eingänge geschlossen. Einige Gäste versuchten an verschiedenen Stellen die Umzäunung zu überwinden, um auf das Festgelände zu gelangen. Das wurde aber von den Ordnern und der Polizei verhindert. Bis drei Uhr morgens feierten Hunderttausende vor dem Brandenburger Tor und der Straße des 17. Juni. Die Party verlief weitgehend störungsfrei, wie die Polizei am 1. Januar 2015 bilanzierte.